Fernsehen
Zum Archivbestand Fernsehen zählen alle Eigen-, Ko- und Auftragsproduktionen
des Deutschen Fernsehfunks (DFF) bzw. des Fernsehens der DDR, an denen der
DFF Ausstrahlungsrechte hatte. Die Bestände des Fernseharchivs erstrecken
sich zeitlich von der ersten Sendung des DFF am 21. Dezember 1952 bis zur
Einstellung des Sendebetriebs am 31. Dezember 1991. Sie enthalten insgesamt
ca. 100.000 Titel mit z.T. mehreren Beiträgen und ca. 60.000 Sujets
(Einzelbeiträgen) vorwiegend aus der Nachrichtensparte. Als wichtige
zeitgeschichtliche Dokumente sind
hier die Sendungen und Programmbeiträge des publizistischen Genres zu
nennen. Dazu gehören vor allem Sujets und Sendemitschnitte der täglichen
Nachrichtensendung
"Die Aktuelle Kamera" sowie politischer Magazine wie "Prisma", "Objektiv",
"Radar" und "Der
Schwarze Kanal".
Eine zweite große Bestandsgruppe stellen die Eigenproduktionen der
Fernsehdramatik mit über 2500 Einzelsendungen dar. Neben den zahlreichen
Spielfilmen, Fernsehserien und -reihen sind besonders die Literaturverfilmungen
hervorzuheben. Zu den
Serien gehören u.a. der bekannte "Polizeiruf 110" oder "Der Staatsanwalt
hat das Wort". Begegnungen mit bekannten Schauspielern der DDR bieten die
Reihen
"Schauspielereien" und Willi Schwabes "Rumpelkammer". Weitere umfangreiche
Bestandsgruppen sind die Unterhaltungs- und Musiksendungen (u.a. "Ein Kessel
Buntes", "Showkolade", "Mit dem Herzen dabei" oder "Da lacht der Bär"),
die Kinder- und Jugendsendungen (u.a. Märchenverfilmungen, "Jan und
Tini", "Rund"
und "Elf99"-Sendungen), sogenannte Ratgebersendungen (u.a. "Du
und dein Garten",
"Du und dein Haustier", "Verkehrsmagazin") und schließlich der Sport.
Komplettiert werden konnte der Bestand in beträchtlichem Umfang durch
die so genannten Ostaufzeichnungen. Diese zwischen 1995 und 1998 an das DRA übergebenen
v.a. vom Gesamtdeutschen Institut angefertigten Mitschnitte konnten insbesondere
Überlieferungslücken bei den publizistischen Sendebeiträgen
schließen.