Aufgaben und Ziele
Das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) ist eine gemeinnützige Stiftung
bürgerlichen Rechts. Stifter sind die in der ARD zusammengeschlossenen
Rundfunkanstalten. Das DRA ist deshalb auch eine Gemeinschaftseinrichtung
der ARD. Die zum DRA gehörende Zentrale Schallplattenkatalogisierung
(ZSK) wird außerdem vom ZDF mitgetragen.
Höchstes Organ des DRA ist der Verwaltungsrat, in dem alle Rundfunkanstalten
der Stiftung vertreten sind. Den Vorsitz in diesem Gremium hat seit 1. Januar
2011 der Intendant des Hessischen Rundfunks, Dr. Helmut Reitze, inne.
Seine Vertreterin ist die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, Dagmar Reim.
Die Aufgaben und Leistungen der ZSK werden außerdem durch den ZSK-Beirat
begleitet. Die ebenfalls zum DRA gehörende Redaktion ARD-Jahrbuch
folgt den Vorgaben eines durch die geschäftsführende Rundfunkanstalt
der ARD geleiteten Herausgeberkreises für diese Publikation.
Prof. Dr. Michael Crone
Der Verwaltungsrat bestellt den Vorstand, der gemeinsam mit seinen ständigen
Vertretern an den beiden DRA-Standorten Frankfurt am Main und Potsdam
die Geschäfte des Deutschen Rundfunkarchivs leitet. Vorstand des DRA
ist seit Oktober 2011 Prof. Dr. Michael Crone.
In der Verfassung des DRA (Stand 24.11.2003) heißt es:
"Aufgabe und Zweck der Stiftung ist die Erfassung von Ton- und Bildträgern
aller Art, deren geschichtlicher, künstlerischer oder wissenschaftlicher
Wert ihre Aufbewahrung und Nutzbarmachung für Zwecke der Kunst, Wissenschaft,
Forschung, Erziehung oder des Unterrichts
rechtfertigt. Aufgabe der Stiftung ist ferner, die rundfunkgeschichtlich
bedeutsamen Tatsachen und Dokumente auszuwählen und zu erfassen."
Auf dieser Grundlage ist das DRA seit über 50 Jahren als Archiv und
Dokumentationsstelle umfassend tätig: Es verwendet für die Bewältigung
der Aufgaben diverse Produkte modernster Informationstechnologien.
Bestandspflege und -erhaltung
Das DRA verfügt über reiche Bestände an Ton- und Bildträgern,
Schriftgut, Publikationen, Sachzeugnissen und sonstigen Materialien, die
wesentliche Teile der audiovisuellen Überlieferung in Deutschland seit
Beginn der Ton- und Bildaufzeichnung umfassen und wesentliche Aspekte der
Entwicklung des deutschen Rundfunks, namentlich der ARD und von Hörfunk
und Fernsehen der DDR, dokumentieren.
Mit der Erhaltung und Pflege der Bestände sind mehrere Kernaufgaben
verbunden: Sie müssen geordnet, registriert und sachgerecht gelagert
werden.
Das DRA restauriert, sichert und erhält AV-Medien, stellt die dazu
notwendige technische Basis bereit und bearbeitet AV-technische Aufträge.
Zur Langzeitsicherung werden die schriftlichen, audiophonen und audiovisuellen
Dokumente ggf. verfilmt oder digitalisiert.
Bestandsauf- und -ausbau
Die vorhandenen Bestände
werden weiter ausgebaut und ergänzt. Dabei stehen die Überlieferungssicherung
für die ARD und die Sicherung anderer wichtiger Materialien im Vordergrund.
In Wahrnehmung dieser Aufgaben werden Medienbestände, Daten und Nachweise
gesichtet, bewertet und ggf. erworben sowie Vor- und Nachlässe akquiriert.
Bestandserschließung und Dokumentation
Die Eigenbestände werden
fach- und sachgerecht erschlossen, dokumentiert und in angemessener Weise
für die interne und externe Nutzung bereitgestellt. Erschließung
und Dokumentation beziehen auch Nachweise, programm- und andere rundfunkbezogene
Informationen ein, sofern sie für die Zielsetzungen des DRA relevant
sind.
Bestands- und Informationsvermittlung
Das DRA stellt seine Bestände einer Nutzung durch Dritte zur Verfügung,
indem es Nutzungsvorhaben in einem effektiven Prozess der Auftragsabwicklung
begleitet und dabei seine beratende Funktion aktiv wahrnimmt.
Eine weitere Kernaufgabe des DRA ist die Informationsvermittlung. Dazu
gehören die Bearbeitung von Anfragen, die Recherche in Bestandsdatenbanken
und anderen internen und externen Informationsquellen, die aktive Bereitstellung
und Vermittlung recherchierter Informationen u.a. in Hinweisdiensten sowie
die Beratung Dritter bei Aufbau und Nutzung von Informationssystemen. Das
DRA setzt seine rundfunkhistorische Kompetenz zur umfassenden quellenkundlichen
Beratung von Nutzern aus dem öffentlich- rechtlichen Rundfunk und der
interessierten (wissenschaftlichen) Öffentlichkeit ein, z.B. bei Forschungsprojekten.
Rechteermittlung
Im Zusammenhang mit der Nutzung seiner Materialien durch Dritte ermittelt
und übermittelt das DRA Informationen zu Urheber- und Leistungsschutzrechten.
Aus-, Fort- und Weiterbildung
Das DRA sorgt für die ständige Fort- und Weiterbildung seiner
Mitarbeiter. Darüber hinaus engagiert es sich in der Ausbildung für
archivarische und dokumentarische Berufe.
Weiteres unter Ausbildung/Jobs.