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Chronik 1990-1999

1990  1991  1992  1993  1994  1995  1996  1997  1998  1999 

1990

12. September 1990

Der DRA-Verwaltungsrat diskutiert auf Grundlage einer vom DRA-Vorstand vorgelegten Übersicht über die Zukunft der Archive beim Rundfunk der DDR, die gesichert werden müssten. Beim Rundfunk der DDR war 1956 ein Zentralarchiv für den Hörfunk entstanden, das 1964 durch ein Lektorat für Rundfunkgeschichte ergänzt wurde. Der Deutsche Fernsehfunk erhielt 1968 ein Zentralarchiv, in dem Schriftgut-, Film-, Bild- und Tonträgerbestände zusammengefasst waren.

1991

8. Mai 1991

Der Verwaltungsrat wählt Joachim-Felix Leonhard, Direktor der Universitätsbibliothek Tübingen, zum Vorstand des DRA. Leonhard, der sein Amt am 1.10. antritt, wird Nachfolger von Harald Heckmann.

1991

Das DRA richtet ein drittes Technikstudio ein, um Engpässe, die beim Umschnitt für den Programmaustausch und bei der Sicherung historischer Aufnahmen entstanden waren, zu beseitigen.

1991

Die Fernsehinformationsvermittlung des DRA verzeichnet eine starke Zunahme der Anfragen nach Programminformationen vor allem aus dem Bereich der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit. Die Anfragen aus den Rundfunkanstalten der ARD und dem ZDF sind ebenfalls gestiegen. Bis zum Jahr 2001 werden sich die Anfragezahlen gegenüber 1990 verdreifachen.

1992

Berlin-Adlershof

1. Januar 1992

Das DRA übernimmt im Auftrag der fünf neuen Länder bzw. von deren Rundfunkanstalten Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (ORB), NDR und SFB die treuhänderische Verwaltung und die Koordination der "Rundfunkarchive Ost" des aufgelösten DDR-Rundfunks bzw. des DDR-Fernsehens. Mit Unterstütztung der ARD-Archive und der "Servicegesellschaft Archive und Medien" (SAM), die in der Übergangszeit als Beschäftigungsgesellschaft für die Mitarbeiter der "Rundfunkarchive Ost" fungiert, organisiert das DRA in den folgenden zwei Jahren die Sicherung, Sichtung und Bewertung der Überlieferung. Die Bestände des DDR-Rundfunks und -Fernsehens werden 1994 in Berlin Adlershof zusammengeführt, die beim Rundfunk der DDR überlieferten Bestände der RRG an das DRA in Frankfurt am Main abgegeben.

22. Juni 1992

Der MDR und der ORB werden Zustifter zum DRA und deren Intendanten Mitglieder im Verwaltungsrat.

Karteien in der neuen Abteilung Bestandserschließung und Informationsvermittlung1992

DB2 von IBM löst die Datenbanksoftware SQL-DS ab. Die seither in enger Zusammenarbeit von Dokumentation und (HR-)EDV entwickelten Datenmodelle und Funktionen werden unter dem Namen ZUN zusammengefasst. ZUN ist bis heute Grundlage der wichtigsten Bestands- und Nachweisdatenbanken des DRA, die darüber hinaus in unterschiedlicher Ausprägung beim HR, ORB, MDR und RB in Benutzung sind. Im April stellt die ZSK auf eine neue ZUN-Datenbank mit relationaler Objektstruktur um. Im Herbst werden die ersten Möglichkeiten zur Online-Anforderung und -Erfassung in ZSK durch Musikredakteure und Archivare in den Landesrundfunkanstalten freigeschaltet. Auch die Musikdatenbank, in der der Eigenbestand des DRA katalogisiert ist, wird noch 1992 auf die neue ZUN-Technologie umgestellt. Zugleich werden erste Versuche mit der Digitalisierung von Karteikarten im Fremdauftrag unternommen, um die Altbestandsnachweise nach und nach in die Datenbank überführen zu können.

1992

Das DRA beginnt mit der Einführung von PCs. Sie werden zunächst in der Bürokommunikation eingesetzt und parallel zu den Datenbankterminals betrieben.

1993

1. Februar 1993

Der DRA-Verwaltungsrat beschließt, dass die "Rundfunkarchive Ost" ab 1.1.1994 von der ARD übernommen und in Trägerschaft, Organisation und Haushalt dem DRA als Standort Berlin zugeordnet werden.

5. Mai 1993

Günther von Lojewski, Intendant des SFB, wird Vorsitzender des DRA-Verwaltungsrats.

Label einer Platte aus dem Archiv der RRG1993

Das DRA erhält vom Rundfunk der tschechischen Republik Kopien von Tonaufnahmen - Schallfolien, Schallplatten, Matrizen - der RRG aus den Jahren von 1938 bis 1945, die sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in der Nähe von Prag befanden. In mehreren Moskauer Archiven werden im Rahmen eines Drittmittel-Projekts Akten zum deutschsprachigen Rundfunk 1933-1945 gesichtet und z.T. für die Nutzung im DRA kopiert.

1993

Im DRA wird ein erstes Konzept zum Aufbau eines digitalen Langzeitarchivs für Tondokumente erstellt.

1993

Die standortbedingt in einem eigenen Datenbanksystem erfassten Fernseh- und Tondokumente der "Rundfunkarchive Ost" werden erstmals in die entsprechenden Datenbanken in Frankfurt überspielt, um sie ARD-weit für die direkte Recherche zugänglich zu machen.

1994

1. Januar 1994

Die "Rundfunkarchive Ost" werden als Standort Berlin Teil des DRA.

1. Januar 1994

Erstmals werden die von der ARD unter Federführung des DRA ausgeschriebenen Jahresstipendien für Arbeiten zur Erforschung der Rundfunk- und Mediengeschichte der DDR vergeben.

1. März 1994

Die beim DRA Frankfurt bisher eigenständigen Fachbereiche Hörfunk Musik, Hörfunk Wort und Fernsehen werden zur Abteilung Bestandserschließung und Informationsvermittlung zusammengefasst, um zentrale Aufgaben wie Informationsvermittlung und Auftragsabwicklung, Datenbankentwicklung, Projektarbeiten und die Entwicklung digitaler Serviceleistungen besser koordinieren zu können.

April 1994

Die Redaktion ARD-Jahrbuch im DRA legt ihr neuestes Produkt vor: das »ABC der ARD«. Das Nachschlagewerk über die ARD und die deutsche Rundfunklandschaft mit mehreren hundert Stichwörtern erweist sich schon in seiner ersten Auflage als so nützlich, dass es 1999 neu aufgelegt und seither regelmäßig aktualisiert wird.

August 1994

Die ZUN-Datenbank für Musikdokumente wird für die Erfassung von Wortbeiträgen erweitert und zu einem integrierten Informationssystem ZWM über die Eigenbestände des DRA und dokumentationswürdige Hörfunkproduktionen aller ARD-Rundfunkanstalten ausgebaut. RB, ORB und MDR beschließen, ZWM für ihre Zwecke online mitzubenutzen und auf entsprechende Eigenentwicklungen zu verzichten.

11. November 1994

DeutschlandRadio (DLR) wird Zustifter zum DRA und dessen Intendant Mitglied des DRA-Verwaltungsrats.

Dezember 1994

Das DRA Berlin übernimmt das Historische Archiv des SFB als Depositum und erhält künftig laufend das beim Sender ausgesonderte Schriftgut.

1994

In der Datenbankumgebung ZUN wird die bibliografische Datenbank ZBI in Produktion genommen, in der neben den Eigenpublikationen des Rundfunks auch der Bibliotheks- und Zeitschriftenbestand des DRA Frankfurt erfasst werden.

1994

Das DRA beteiligt sich an dem von der Stiftung Blindenanstalt (SBA) in Zusammenarbeit mit dem SWF entwickelten Reha-Projekt zur Ausbildung von Blinden und Sehbehinderten zu (Hörfunk-)Dokumentaren und richtet ein erstes Volontariat ein.

1995

März 1995

"Wir im DRA", die "Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt am Main und Berlin" erscheint zum ersten Mal.

1995

Mit der CD "Kapitulation und Wiederaufbau" beginnt das DRA in Kooperation mit dem Deutschen Historischem Museum in Berlin und gelegentlich weiteren Partnern mit der Herausgabe der Reihe "Stimmen des 20. Jahrhunderts".

Stimmen des 20. Jahrhunderts

1995

Mit der Einrichtung von zwei digitalen Schnittplätzen (SADiE-Stationen) mit Geräten zur Signalumwandlung und -verteilung werden in der Tontechnik des DRA wesentliche Voraussetzungen für die Realisierung des digitalen Langzeitarchivs für Tondokumente geschaffen.

Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunkarchivs1995

Mit "´Hier spricht Berlin ...´. Der Neubeginn des Rundfunks in Berlin 1945" beginnt das DRA die Buchreihe "Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunkarchivs", in der bisher rund 30 Dokumentationen, Bestandsverzeichnisse, Monographien und Sammelbände zur Geschichte des Rundfunks erschienen sind.

1995

Das von der Europäischen Union geförderte und vom DRA koordinierte Projekt "Mémoires-Archives-Programmes TV" (MAP-TV) dokumentiert seine Erhebungsergebnisse in einer umfangreichen Publikation.

1995

Das DRA Berlin übernimmt von DLR Berlin das Historische Archiv des RIAS Berlin als Depositum und legt 2000 ein Bestandsverzeichnis vor.

1995

Das DRA vereinbart mit dem privatwirtschaftlichen Informationsanbieter Deutsche Mailbox die laufende Übernahme der Programmdaten sämtlicher öffentlich-rechtlicher und privat-kommerzieller Fernsehprogrammanbieter im deutschsprachigen Raum. Der Fernsehinformationsvermittlung des DRA steht damit ab 1996 eine bedeutend erweiterte Datenbasis für ihre Recherchen zur Verfügung.

1995

Die ZSK richtet eine erste Anwendertagung für ihre Nutzer aus, die seitdem jährlich wiederholt wird.

1996

Rundfunk und GeschichteFebruar 1996

Die seit 1974 veröffentlichten Mitteilungen des Studienkreises Rundfunk und Geschichte erscheinen erstmals unter dem Titel "Rundfunk und Geschichte". Die neu konzipierte Zeitschrift wird als Kooperationsprojekt von Studienkreis Rundfunk und Geschichte e.V. und DRA im DRA hergestellt und z.T. lektoriert. Der Sonderteil "Informationen aus dem Deutschen Rundfunkarchiv" löst die bisherigen "DRA-Informationen" ab.

September 1996

Die Wort-Musik-Datenbank ZWM (mit Eigenbestandsnachweisen des DRA und ausgewählten Hörfunknachweisen aus der ARD) und die Datenbank ZSK (mit den Industrietonträger-Nachweisen der U-Musik) werden zu einer gemeinsamen Datenbank fusioniert. Damit ist die Integration aller ehemals zweckbezogener Datenbanken in einer übergreifenden medienbezogenen Audio-Datenbank abgeschlossen.

Dezember 1996

Die vom DRA-Verwaltungsrat beauftragte Unternehmensberatungsfirma Wibera legt ihren Abschlussbericht über die Dienstleistungen des DRA im Verhältnis zu den Archiven der ARD-Rundfunkanstalten und zur Öffentlichkeit vor. Darin wird auch die Zusammenlegung der beiden Standorte und das Verhältnis zur geplanten Deutschen Mediathek thematisiert.

1996

Die baulichen Mängel an den vom DRA Berlin in Adlershof genutzten Gebäuden treten immer stärker zu Tage. Da die Gebäude nicht - wie ursprünglich beabsichtigt - vom SFB erworben werden, unterbleiben auch die notwendigen durchgreifenden Sanierungsarbeiten

1996

Im DRA Frankfurt werden die PC-Arbeitsplätze schubweise an das Hausnetz des HR angeschlossen. Das Netz ermöglicht nicht nur den Zugang zu weiteren Standardprogrammen, z.B. E-Mail, sondern ist auch Voraussetzung für den arbeitsteiligen Betrieb des "Digitalen Archivs für historische Tondokumente", dessen Entwicklung weit fortgeschritten ist.

1996

Die Fernsehdatenbank des DRA Frankfurt, in der neben den selbst erhobenen Daten des Fernsehspielkatalogs die von den Sendern gemeldeten, historisch herausragenden Produktionen gespeichert werden, umfasst zum Jahresende rund 127.000 Beiträge. Auch der SDR, der seine Zulieferung wegen datenschutzrechtlicher Bedenken vorübergehend ausgesetzt hatte, ist wieder dabei. Daneben wurden 1996 erneut rund 10.000 Karten der Altkartei digitalisiert und in die Datenbank überspielt.

1996

Der Schriftgutbestand beim DRA Frankfurt verzeichnet bedeutende Zuwächse. Der HR überlässt dem DRA seine Protokoll-Registratur, soweit sie ARD-Gremien betrifft. Dazu kommt die komplette Aktenüberlieferung der Technischen Direktion von den Anfängen bis 1970 als Depositum. Der SWF übereignet dem DRA die Texte der im Hörfunk gesendeten Weltnachrichten (1965-1990).

1997

Juli 1997

Unter dem Titel "Programmgeschichte des Hörfunks in der Weimarer Republik" erscheinen in zwei Bänden die Ergebnisse des DRA-Projekts zur historischen Programmdokumentation. Das Projekt hat wesentliche Grundlagen in der Datenbankentwicklung im DRA gelegt und hinterläßt neben dem publizierten Standardwerk und einer großen Quellensammlung eine Fülle von Daten, die für die Informationsvermittlung zum Rundfunk der Weimarer Republik genutzt werden.

Digitales LangzeitarchivAugust 1997

Das DRA testet an seinem Berliner Standort einen Massenspeicher für Fernsehdokumente.

September 1997

Das DRA nimmt in Frankfurt nach vierjähriger Entwicklungszeit das "Digitale Archiv für historische Tondokumente" in Betrieb. Ausgehend von der Wort-Musik-Datenbank ZWM können digitalisierte Tondokumente nun auf einen Langzeitspeicher gespielt und zum Vorhören oder Downloaden wieder abgerufen werden. Die Einführung der neuen Technologie ist mit spürbaren Änderungen in den Arbeitsabläufen verbunden. Die Bestückung des Archivs soll projektweise und nach Anforderungen durch die Nutzer erfolgen. Zum Jahreswechsel umfasst das Archiv 1.900 Wort- und Musiktitel mit zusammen 380 Stunden Laufzeit.

2. November 1997

Zum neuen Vorsitzenden des DRA-Verwaltungsrats wird Klaus Berg, Intendant des HR, gewählt.

1997

Gemeinsam mit dem SFB und DLR gestaltet das DRA die Ausstellung "O-Ton-Berlin. Kalter Krieg im Äther" im Zentrum für Berlin-Studien der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine CD.

1997

Das DRA richtet im Internet unter www.dra.de eine eigene Homepage ein. Präsentiert werden neben Informationen zu den Abteilungen und Beständen des Archivs ein "Dokument des Monats" und die quartalsweise erscheinenden Hinweisdienste Wort und Musik.

Dokument des Monats Online1997

Die seit 1955/56 kontinuierlich vom DRA erarbeiteten Hinweisedienste für die Programmplanung erfahren einige bedeutende Verbesserungen: Die Vorlagen für den gedruckten Dienst können nun direkt aus den zugrunde liegenden Datenbanken generiert werden. Die Textfassung wird jetzt auch über die Homepage des DRA zugänglich gemacht. Das DRA Berlin erfasst im Auftrag des ORB Ereignisdaten zur DDR-Geschichte. 1998 wird schließlich in ZUN eine Online-Version des Hinweisdienstes eingeführt, die die Jubiläumsdaten dynamisch erzeugt und recherchierbar macht (ZOH).

1997

Das Programmvermögen des DDR-Rundfunks erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit sowohl für Sendezwecke in der ARD als auch bei den privat-wissenschaftlichen Nutzern. So steigen die zur Verfügung gestellten Sendeminuten Hörfunk allein in diesem Jahr um 30 Prozent auf 86.767 Minuten. Auch im Bereich Fernsehen sind nochmals deutliche Steigerungen zu verzeichnen. Die hohen Nutzungszahlen schlagen doppelt zu Buche, weil das DRA Berlin neben Recherche und Auftragsabwicklung auch die Rechteklärung für das Programmvermögen der DDR durchführt. Parallel dazu gehen die Arbeiten an der Sichtung und Sicherung der Bestände beständig weiter.

1997

Der ZSK-Beirat diskutiert über die arbeitsteilige Erfassung von E-Musik-CDs im Rahmen der ZSK. Die damit anlaufende E-Musik-Kooperation führt zur einer intensiveren Zusammenarbeit insbesondere mit den Archiven, die die beim SDR in Stuttgart betreuten Archivdatenbanken WOSAD und MUSAD nutzen. Vorrangiges Ziel ist die Einrichtung von Schnittstellen für den Online-Datenaustausch und die Klärung damit verbundener dokumentarischer Detailfragen. Die Kooperation wirkt sich aber auch auf anderen Gebieten, vor allem beim Austausch von Werkdaten zur E-Musik positiv aus.

1998

29. Juni 1998

Nachdem der SFB im Frühjahr mitgeteilt hatte, die DRA-Gebäude in Berlin Adlershof nicht zu kaufen, entscheidet sich der Verwaltungsrat unter drei Angeboten für einen Neubau beim ORB in Potsdam-Babelsberg.

29. Oktober 1998

Das vom DRA im Auftrag der ARD unter Federführung des MDR erarbeitete Internetprojekt "75 Jahre Radio in Deutschland" wird eröffnet. In diesem Zusammenhang erscheinen 1999 eine gleichnamige CD-ROM sowie in Kooperation mit dem Deutschen Rundfunk-Museum Berlin das Buch "Lieber Rundfunk. 75 Jahre Hörergeschichte(n)".

1998

Um die vorhandenen Ressourcen für die Weiterentwicklung der gemeinsamen Datenbanken unter ZUN besser koordinieren zu können, gründen die beteiligten Partner HR, MDR, ORB, RB und das DRA eine halbjährlich tagende Arbeitsgemeinschaft.

1998

Die ZSK entwickelt Verfahren zur Übernahme von beschreibenden Daten, die mit den CDs selbst oder von Datenanbietern (PhonoNet) geliefert werden. Auch die Datenübernahme aus dem Internet wird geprüft.

1998

Beim DRA Berlin wird die Dokumentation der Musikaufnahmen auf Online-Erfassung in ZWM umgestellt, nachdem die technischen Probleme mit der Netzverbindung zum Großrechner des HR endgültig behoben sind.

Korrespondentenfaltblätter auf Chinesisch1998

Die Pressestellen der ARD-Rundfunkanstalten und des Ersten Deutschen Fernsehens statten die Auslandskorrespondenten der ARD mit einer »erweiterten Visitenkarte« aus, Faltblättern über die ARD in acht verschiedenen Sprachen - von Deutsch, Englisch und Französisch bis zu Russisch und Chinesisch - für 15 Regionen weltweit. Die Korrespondenten-Faltblätter werden von der Redaktion ARD-Jahrbuch im DRA in enger Abstimmung mit den betroffenen Korrespondenten konzipiert, redigiert und produziert.

1999

28. März - 8. Oktober 1999

"Zeitreisen zu Fuß in Weimar. Ein Spaziergang durch die europäische Zeitgeschichte" war das Motto einer Ausstellung, die in der europäischen Kulturhauptstadt Weimar begehbare Raumexponate anbot und den Besuchern die Stadt als Erlebnis- und Gedächtnisraum erschließen sollte. Hör- und Filmdokumente aus beiden DRA-Standorten trugen zur Vermittlung von Ereignissen und Personen der nationalen und europäischen Kulturgeschichte bei.

Juni 1999

Als neue Anwendung unter ZUN geht die Bilddatenbank ZBD in Produktion. Die bisher in konventionellen Dossiers systematisch abgelegten historischen Fotoaufnahmen sollen hier einzeln erfasst werden. Die Einzelbilderschließung ist Voraussetzung für das geplante digitale Bildarchiv, das die Zugänglichkeit des vorhandenen Materials verbessern und die fachgerechte Archivierung des genuin digitalen Bildmaterials sichern soll.

Schwarzer Kanal; LogoSeptember 1999

Die im Rahmen des Förderprogramms "Verteilte Digitale Bibliothek" der Deutschen Forschungsgemeinschaft digitalisierten Sendemanuskripte des Schwarzen Kanals werden im Internet bereitgestellt.

23. November 1999

Das DRA erhält auf Empfehlung der Historischen Kommission der ARD den Auftrag, künftig auch Sachzeugen der Rundfunkgeschichte wie Empfangsgeräte und Studioeinrichtungen zu sammeln und zu dokumentieren.

November 1999

Als Fortschreibung des von Hans Bausch herausgegebenen Standardwerks "Rundfunk in Deutschland" (1980), erscheint in zwei Bänden die "Rundfunkpolitik in Deutschland. Wettbewerb und Öffentlichkeit". Herausgegeben von Dietrich Schwarzkopf, dem Vorsitzenden der Historischen Kommission der ARD, wurde die Publikation vom DRA aus koordiniert und redaktionell bearbeitet.

Dezember 1999

Nachdem frühere Vorschläge, das DRA als ganzes in eine zu gründende Deutsche Mediathek einzubringen, nicht weiter verfolgt werden, beschließt die ARD, die Mediathek vorbehaltlich der Beteiligung der übrigen Partner zunächst für fünf Jahre zu unterstützen. Der Vorstand des DRA legt ein Alternativkonzept zur geplanten Mediathek vor, das eine Vernetzung der vorhandenen Mediatheken mit Hilfe der modernen Kommunikationstechnologien vorsieht.

1999

Mit der beginnenden Umstellung auf digitale Sendeabwicklung im Hörfunk geben die Rundfunkanstalten der ARD zunehmend analoge Tonträger an das DRA ab, die für den Einsatz im Sendebetrieb nicht mehr unmittelbar benötigt werden. Darunter befinden sich auch noch größere Schellack-Plattenbestände.

1999/2000

Die noch vorhandenen bestandsbezogenen Organisationsstrukturen werden an beiden Standorten des DRA zugunsten von funktional bestimmen, "querschnittsorientierten" Strukturen abgelöst. Damit soll den überall sich wandelnden Anforderungen an die Archive als moderne Dienstleistungsinstitutionen Rechnung getragen werden. Beim DRA Frankfurt wird das Historische Archiv der ARD mit den schon früher fusionierten Fachbereichen Hörfunk Musik, Hörfunk Wort und Fernsehen zur Kernabteilung Sammlungen und Informationsvermittlung zusammengelegt. Auch EDV und Tontechnik bilden eine gemeinsame Abteilung. In Berlin und später Babelsberg geht die Umstrukturierung noch weiter: Information und Dokumentation werden fachübergreifend zusammengelegt und organisatorisch von der Bestandsverwaltung getrennt. Als dritte Säule wird dort aus Betriebsorganisation, EDV und AV-Technik eine Abteilung gebildet.

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 28.03.2006
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