Geschichte und Chronik
Das DRA wurde 1952 als "Lautarchiv des Deutschen Rundfunks" mit Sitz
beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main gegründet. Es ist damit
die erste und älteste Gemeinschaftseinrichtung der ARD, der Arbeitsgemeinschaft
der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. Zu den
Aufgaben des DRA gehört neben der Sammlung und Archivierung historischer
Tonaufnahmen und -träger von Beginn an der Aufbau ARD-übergreifender
Nachweissysteme für archivierte Tondokumente und die Vereinheitlichung
der Katalogisierungsverfahren.
1962
kam die Dokumentation von Fernsehproduktionen hinzu, so dass die Stiftung
1963 in "Deutsches Rundfunkarchiv" umbenannt werden konnte. 1973 wurden die
zuvor selbstständigen Arbeitsbereiche ARD-Registratur, Redaktion ARD-Jahrbuch
und Historisches Archiv der ARD in das DRA integriert. Die zentrale Katalogisierung
von U-Musik-Schallplatten für die Archive der ARD kam 1978 mit dem Einzug
der EDV in die Dokumentation als neue Aufgabe hinzu. Den größten Umbruch erlebte
das DRA 1993 mit der Angliederung der Rundfunkarchive des Hörfunks und Fernsehens
der ehemaligen DDR als Standort Berlin, heute Potsdam-Babelsberg.
Das DRA wirkt heute in Zusammenarbeit mit den Archiven der ARD-Rundfunkanstalten
bei Archivierung, Dokumentation und Bereitstellung aller im Rundfunk entstehenden
und für den Rundfunk und die Rundfunkforschung relevanten Medien und Informationen
mit. Seit den 80er Jahren spielt das DRA auch in der Entwicklung von Archivdatenbanken,
digitalen Bestandsarchiven und elektronischen Informationsangeboten eine wichtige
Rolle.