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Audio/Hörfunk

Bestandsdaten, Nachweise, Programminformationen

Die vielfältigen Tonträger- und Audio-Bestände des DRA mit Aufnahmen aus Hörfunk und Schallplattenindustrie sowie institutionellen und privaten Quellen sind gemeinsam mit Nachweisdaten und Programminformationen in der zentralen DRA-Wort-Musik-Datenbank ZWM dokumentiert. ZWM ist ein leistungsfähiges Erfassungs- und Recherchesystem für Wort- und Musikproduktionen, Tonträger und Ausstrahlungsabläufe (Erst- und Wiederholungssendungen). Es wird auch von mehreren Rundfunkanstalten der ARD, vor allem von HR, MDR, RBB und Radio Bremen für die Dokumentation ihrer Hörfunk- und Tonträgerbestände genutzt und gemeinsam fortentwickelt.

Die Datenbank ZWM ist seit 1997 mit einem digitalen Audioarchiv verbunden, in dem die digital gesicherten Teile des Audiobestandes abgelegt und mit ihren Referenzdaten direkt verknüpft sind. Die Koppelung von Datenbankinhalten und im automatischen Archivspeichersystem abgelegten Audiofiles ermöglicht ein direktes Anhören und einen direkten Zugriff auf ausgewählte Wort- und Musikaufnahmen. Über Abhörclients (ZUN@Web) haben redaktionelle Mitarbeiter der ARD die Möglichkeit, digitalisierte Aufnahmen am Arbeitsplatz für die Programmplanung und das Sendegeschehen anzuhören und auszuwählen. Diese Abhörclients wurden auch für sogenannte Kopfstationen der Institutionen, die im Rahmen des Netzwerks Mediatheken zusammenarbeiten, zur Verfügung gestellt.

Neben Bestandsdaten, Nachweisen und Programminformationen sind in ZWM auch Werkverzeichnisse ausgewählter Komponisten und Uraufführungsdaten erfasst, aus denen zusammen mit Personen- und Ereignisdaten die Informationen für regelmäßig erscheinende Hinweisdienste bezogen werden.

Die Daten in ZWM im Überblick:

  • Musik- und Wortdaten des DRA-Eigenbestandes beider Standorte, darunter die Produktionen des Rundfunks der DDR,
  • Daten zu Musik- und Wort-Eigenproduktionen der ARD-Sender in Auswahl,
  • Musik- und Wortdaten der Sendeanstalten, die die Datenbank ZWM zur Dokumentation ihrer Bestände direkt nutzen,
  • Daten der Industrie-Tonträger und der enthaltenen Musikaufnahmen vorwiegend aus dem Bereich U-Musik, die die ZSK seit 1977 für die Rundfunkanstalten der ARD und das ZDF erfasst und bereitstellt,
  • Werkverzeichnisse der E-Musik mit Uraufführungsdaten,
  • Nachgewiesene Hörspiele von 1929 bis 1945, die z.T. auch als Originalaufnahme erhalten sind,
  • Nachweise zu Hörspielproduktionen der ARD-Anstalten von 1945 bis heute.

In ZWM nicht enthalten sind Bestandsteile, deren konventionelle Findmittel noch nicht in elektronisch lesbare Form überführt wurden sowie Bestandsteile, für die keine konventionellen Nachweissysteme existieren und deren Erschließung noch aussteht. Außerdem ist der überwiegende Teil der Standortkartei des Musikarchivs des Rundfunks der DDR im DRA Babelsberg in digitaler Form vor Ort zugänglich.

Seit 2002 sind alle verzeichneten Hörspiele und Hörspielnachweise auch als DRA-Datenbank "Hörspiel-Archiv" auf der ARD-Homepage für die Öffentlichkeit zugänglich. Darüber hinaus publiziert das DRA die Jahresbände "Hörspiele in der ARD" und ist dabei, auch die historischen Hörspiele seit 1945 in eigenen Bänden nachzuweisen (siehe Hörspielverzeichnisse).

Die Datenbank ZHD-Hörfunkprogramm umfasst wesentliche Teile des deutschsprachigen Hörfunkprogramms seit 2001. Die Hörfunkprogrammdaten werden ebenso wie das Fernsehprogramm von der deutschen mailbox in Saarlouis übernommen, die die Daten der Programmveranstalter für die Programmpresse in einheitliche Formate umwandelt.

Ergänzend oder wenn Recherchen in den Bestands-, Nachweis- und Programmdatenbanken nicht zum Erfolg führen, kann auf gedruckte Quellen zurückgegriffen werden wie etwa die Wochenprogrammfahnen der Programmveranstalter, Hörspielprogramme oder Programmzeitschriften wie die "HörZu!" oder "FF dabei". Auch Schriftgutbestände, z.B. Manuskripte, können Informationen über Hörfunkproduktionen und Ausstrahlungsdaten liefern.

Programmdaten zum Hörfunk der Weimarer Republik siehe Schriftgut und Schriftstellerauftritte im Rundfunk der Weimarer Republik 1924-1932.

 

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 27.07.2009  | IMPRESSUM | nach oben