Dokument des Monats Juli 1998
Berliner Luftbrücke 1948/49
Bild: Auf einem westdeutschen Flughafen werden die Flugzeuge mit Kohle
beladen.
Foto: Deutsches Historisches Museum, Berlin |
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Als Reaktion auf die Einführung der DM in die Berliner
Westsektoren sperrt die Sowjetunion am 24. Juni 1948 die Verkehrsverbindungen
zu Land und zu Wasser zwischen West-Berlin und Westdeutschland. Am
25. Juni 1948 beginnen amerikanische Transportflugzeuge die Bevölkerung
West-Berlins mit Lebensmitteln zu versorgen, der offizielle Beginn
der Luftbrücke (Operation Vittles) wird auf den 26. Juni 1948 datiert.
Bis zum Ende der Blockade liefern amerikanische und britische Transportflugzeuge
Lebensmittel, Kohle, Medikamente und andere Güter über die drei
Luftkorridore an die West-Berliner Bevölkerung und an die Truppen
der West-Alliierten. |
Sprecher der West-Berliner war der spätere Oberbürgermeister
Ernst Reuter, der am 9. September 1948 auf einer großen
Kundgebung auf dem Platz der Republik (vor dem Reichstag) an die Völker
der Welt appelliert:
Hörzitat 1
(1'40''): Ernst Reuter am 9. September 1948
Wegen der häufigen Stromsperren mußten sich die Berliner etwas einfallen
lassen, um ihren Beruf ausüben zu können. Hier eine Reportage von einem
Zahnarzt vom Sommer 1948:
Hörzitat 2 (2'02''): Reportage
eines Zahnarztes vom Sommer 1948
Der amerikanische Militärgouverneur Lucius D. Clay, auf amerikanischer
Seite einer der Initiatoren der Luftbrücke, erklärt auf einer Sondersitzung
der Berliner Stadtverordnetenversammlung zum Ende der Blockade am 12. Mai
1949:
Hörzitat 3 (2'02''): Lucius D. Clay
am 12. Mai 1949
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Ein ankommendes Flugzeug wird auf dem Berliner Flughafen
Tempelhof erwartungsvoll begrüßt.
Foto: Deutsches Historisches Museum, Berlin
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Fünfzig Jahre später - am 14. Mai 1998 - erläutert der amerikanische Präsident
Bill Clinton bei einer Feier auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof
die politische Bedeutung der Luftbrücke:
Hörzitat 4 (1'30''): Bill Clinton
am 14. Mai 1998
Stand: Juli 1998