Dokument des Monats Mai 1998
Wracks vor Warnemünde - eine Unterwasser-Reportage vom 14. Mai
1948
Bild: Helmtaucher mit Luftpumpe |
Hörzitat (1'22):
Unterwasser-Reportage vom 14. Mai 1948
Wer das Wort Unterwasserreportage hört, denkt heute meist an die faszinierenden
Bilder von Fischschwärmen und Korallenbänken, wie sie aus den Tiefen der Südsee
auf unsere Bildschirme in den Wohnzimmern kommen.
Wie war das aber, als es noch kein Fernsehen gab ? Im Schallarchiv am Standort
Berlin des Deutschen Rundfunkarchivs ist eine Unterwasserreportage
überliefert, wie sie für den Hörfunk des Jahres 1948 vor Warnemünde
produziert wurde. Wie der Aufnahme-Ort nahelegt, geht es dabei allerdings
auch nicht um Korallenriffe oder exotische Meerestiere, sondern wenige Jahre
nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges um die Bergung von Schiffswracks
vor einer Hafeneinfahrt. Die Schiffahrtswege mußten freigemacht werden,
um den Warentransport, der so nötig war für den Wiederaufbau, wieder möglich
und sicherer zu machen. Der Rundfunkreporter Werner Klein steigt mit den Tauchern
in die Tiefe, um die Arbeit unter Wasser zu schildern und die Zuhörer teilhaben
zu lassen. Es ist ein "Hörbild" der Zeit, ganz ohne Romantik oder Exotik,
in dem aber doch die Atmosphäre auf dem Bergungsschiff und beim Tauchen spürbar
wird.
Hören Sie selbst !
Stand: Mai 1998