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"Wo ist denn der Tommy geblieben?" (Deutsches Abwurfflugblatt,
1940): Deutete an, dass die britischen Soldaten sich mit französischen
Frauen amüsieren, während deren Männer an der Front kämpfen. Foto: Deutsches
Historisches Museum, Berlin

Adolf Raskin (1900-1940): war ab 1939 unter Goebbels' Aufsicht für
die gegen Frankreich und England gerichteten Geheimsender zuständig
Foto: Deutsches Rundfunkarchiv, Frankfurt am Main
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Am 16. Dezember 1939 nahm ein neuer Sender in französischer Sprache
sein Programm auf: Radio Humanité behauptete, ein kommunistischer,
in Frankreich mobil operierender Sender zu sein und rief zum Widerstand
gegen den "imperialistischen Krieg" auf. In Wirklichkeit handelte
es sich um einen von Goebbels ins Leben gerufenen Geheimsender, der
über mehrere deutsche Reichssender ausstrahlte. Sein Ziel war es,
während des "Sitzkrieges" die Kriegsmoral der Franzosen
zu schwächen und später, als der Westfeldzug folgte, Angst
und Schrecken unter der französischen Bevölkerung zu verbreiten
und deren Massenflucht zu intensivieren.
Am 16. Dezember 1939 nahm ein neuer Sender in französischer Sprache
sein Programm auf: Radio Humanité behauptete, ein kommunistischer,
in Frankreich mobil operierender Sender zu sein und rief zum Widerstand
gegen den "imperialistischen Krieg" auf. In Wirklichkeit handelte
es sich um einen von Goebbels ins Leben gerufenen Geheimsender, der
über mehrere deutsche Reichssender ausstrahlte. Sein Ziel war es,
während des "Sitzkrieges" die Kriegsmoral der Franzosen
zu schwächen und später, als der Westfeldzug folgte, Angst
und Schrecken unter der französischen Bevölkerung zu verbreiten
und deren Massenflucht zu intensivieren.
Triumphierend schrieb Goebbels in seinem Tagebuch am 10. Februar 1940:
"Die Franzosen suchen krampfhaft unseren Geheimsender". Auch
in Deutschland scheint er aber für echt gehalten worden zu sein,
da wie zu vermuten ist, ein Mitschnitt zu Abhörzwecken angefertigt
wurde. Dieser auf den 14. Januar 1940 datierte Mitschnitt, der seit
kurzem im Schallarchiv des Deutschen Rundfunkarchivs am Standort Frankfurt
am Main aufbewahrt wird, ist die einzige überlieferte Tonaufnahme
von Radio Humanité und liefert wertvolle Hinweise darüber,
wie im Zweiten Weltkrieg die NS-Rundfunkpropaganda gegen das Ausland
klang.
Hörzitate von Radio Humanité (14. Januar 1940):
Hörzitat
1: Aufruf zum Widerstand gegen den internationalen Kapitalismus,
zum Bruch mit dem Verbündeten Großbritannien und zur Beendigung
des Krieges (frz). (RealAudio-Ausschnitt: 1'17")
Hörzitat
2: Absage mit Wellenangabe und Hinweis darauf, dass der
Sender dank der finanziellen Unterstützung zahlreicher französischen
Arbeiter gegründet wurde (frz) . (RealAudio-Ausschnitt: 1'32")
Der nach dem Waffenstillstand nutzlos gewordene Sender wurde am 25.
Juni 1940 eingestellt.
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