Dokument des Monats Mai 2001
Preußen in Weimar. Tondokumente 1918 - 1933
Der Preußenadler
Zu der am 6. Mai 2001 im Berliner Schloß Charlottenburg beginnenden
Ausstellung
"Preußen 1701. Eine europäische Geschichte" wird das
Deutsche Rundfunkarchiv in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum
Berlin eine CD mit 21 Aufnahmen herausbringen:
"Preußen in Weimar. Tondokumente 1918 - 1933"
(aus der Reihe "Stimmen des 20. Jahrhunderts", Nr. 24)
Als Take 1 ist Hans von Schwerin-Löwitz, Präsident des preußischen
Abgeordnetenhauses, zu hören, in einer Aufnahme vom 8. März 1918,
gegen Ende des Ersten Weltkrieges also:
Hörzitat (1'01''): Hans von Schwerin-Löwitz
am 8.3.1918
Die 21 Tondokumente vom März 1918 bis zum Mai 1933 geben wesentliche
Momente der Geschichte Preußens während der Weimarer Republik und
darüber hinaus wieder: Von Erklärungen des preußischen Ministerpräsidenten
Otto Braun und seines Innenministers Carl Severing (beide SPD) über die
Rheinlandbefreiungsfeier in Koblenz und der Feier in Berlin zum zehnten Jahrestag
der Volksabstimmung in Ost- und Westpreußen (beide 1930) reichen die
Tonaufnahmen bis zum "Preußenschlag" vom 20. Juli 1932, d.h.
der Absetzung der Regierung Braun / Severing und der Reportage vom "Tag
von Potsdam", 21.März 1933.
Die CD endet mit der Regierungserklärung von Ministerpräsident
Hermann Göring (NSDAP) im Mai 1933. In seiner Rede vor dem preußischen
Landtag betonte er die "Gleichschaltung Preußens mit dem Reich",
also das faktische Ende der politischen Selbständigkeit Preußens
- 14 Jahre vor dem juristischen Ende durch ein Gesetz des Alliierten Kontrollrates
vom Februar 1947.
Stand: Mai 2001
Hinweis