Bild: Thomas Alva Edison am Morgen nach 72 stündiger Arbeit
in West Orange, New Jersey, 16.6.1888, die zur entscheidenden Verbesserung
des Phonographen führte.
Foto: U.S. Department of the Interior, National Park Service, Edison
National Historic Site
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Die Erfindung der Tonaufzeichnung wird auf den 6.12.1877
datiert, als Edison das Kinderlied Mary had a little lamb
in den Phonographen sprach, da die Aufzeichnung aber auf einer Zinnfolie
erfolgte, ist diese - wie alle anderen aus jener Zeit - wegen der Zersetzung
des Zinns nicht mehr erhalten.
Erst durch weitere Verbesserungen des Phonographen und vor allem durch
die Verwendung von Wachswalzen konnte Edison im Juni 1888 erste Tonaufzeichnungen
machen, die auch heute noch zu hören sind. Bei diesen ersten erhaltenen
Aufzeichnungen handelt es sich um "gesprochene Briefe", die
zwischen Edison in West Orange (N.J., USA) und seiner Londoner Agentur
gewechselt wurden. Auch wurden schon sehr früh Stimmporträts
berühmter Persönlichkeiten veranlasst. Die ersten zum Verkauf
bestimmten Edison-Walzen (mit Musik) wurden 1889 veröffentlicht.
Das Deutsche Rundfunkarchiv verfügt über insgesamt 11 Aufnahmen
(Tonkopien) aus der zweiten Hälfte des Jahres 1888, neben den "gesprochenen
Briefen" auch kurze Stimmporträts von William Gladstone und
Robert Browning, zwei mit Musik (Versuchsaufnahmen), die in England
aufgenommen wurden, sowie eine Aufnahme mit der Stimme von Edison selbst.
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