Dokument des Monats Januar 2002
"Der ganzen Welt ein glückliches und gutes neues Jahr"
Ringsendung des Weltrundfunkvereins vom 3. Januar 1937

Union
Internationale de Radiophonie
Der Weltrundfunkverein war 1925 von europäischen Rundfunkorganisationen
als privater Zusammenschluss mit Sitz in Genf gegründet worden, um auf internationaler
Ebene die Rundfunkfrequenzen zu ordnen. Diese Ordnung überwachte eine vom
Weltrundfunkverein eingesetzte Wellenkontrollstelle in Brüssel. Der Verein,
zu dem im Laufe der 30er Jahre auch außereuropäische Mitglieder stießen, befasste
sich neben technischen auch mit juristischen und Programmfragen wie dem internationalen
Programmaustausch und Gemeinschaftssendungen. An der ersten Weltringsendung
"Jugend singt über die Grenze" beteiligten sich am 27. Oktober 1935 weltweit
Rundfunkstationen in 31 Ländern mit jeweils dreieinhalbminütigen Gesangsdarbietungen;
die Ringsendung "Der ganzen Welt ein glückliches und gutes neues Jahr" vom
3. Januar 1937 wurde von 23 Ländern übertragen, die in der jeweiligen Landessprache
einen Neujahrsgruß und ein landestypisches Musikstück anboten. Federführend
für dieses Programm war die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft in Berlin. Diese
Sendung des Deutschlandsenders wurde auch von allen Reichssendern in der Zeit
von 18.00-18.30 Uhr übernommen. Sie besteht aus 7 Schellackplatten (Matrizen-Nr.
33988-33994), die sich - bis auf eine (=33990) - seit kurzem im Deutschen
Rundfunkarchiv Frankfurt am Main befinden.
Hörzitat
(2'21''): "Der ganzen Welt ein glückliches und gutes
neues Jahr"
Ringsendung 3.1.1937
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Pressetext zur Ringsendung
Detailansicht
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Aus der Zeitschrift Programmzeitschrift
"Der Deutsche Rundfunk", 1937, 15. Jg, Heft 1 |
Diese historische Tonaufnahme wird neben andern ca. 1300 Aufnahmen im DRA-Katalog
"Tondokumente zur Kultur- und Zeitgeschichte 1936-1938" enthalten sein; der
Katalog ist von Walter Roller zusammengestellt und erscheint Anfang 2002 im
Verlag für Berlin-Brandenburg.
Stand: Januar 2002