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Dokument des Monats April 2004

Tondokument von Cläre M. Jung


Großansicht: Jugendfoto von Cläre Jung
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  Hörzitat 1 (2'58''): Cläre Jung über ihre geistige und politische Entwicklung in ihrer Jugend

Die Publizistin und Schriftstellerin Cläre Jung (1892-1981) gehört zu den Autorinnen des vergangenen Jahrhunderts, die heute zu Unrecht vergessen oder nur noch Spezialisten bekannt sind. Ihr Name taucht meist nur im Zusammenhang mit ihrem Mann auf, dem expressionistischen und anarchistischen Schriftsteller Franz Jung (1888-1963). Sie selbst hat jedoch ein eigenständiges künstlerisches Werk aufzuweisen , das zum Teil noch nicht veröffentlicht ist. Ihre künstlerische Entwicklung begann sie vor dem ersten Weltkrieg als "Kameradin" und "Muse" des Berliner Kreises expressionistischer Dichter um die von Franz Pfemfert herausgegebene Zeitschrift "Aktion".

   
Großansicht der Zeitung: Die Technik des Glücks
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  Mit Franz Jung verbrachte sie nach dem Krieg mehrere Jahre in der jungen Sowjetunion, wo das Paar Aufbauhilfe in Betrieben, Kinderheimen und Schulen leistete. Später gaben sie in Deutschland Feuilletondienste heraus, in denen politische, ökonomische und Kulturnachrichten verbreitet wurden. Diese Tätigkeit sicherte Cläre Jung das Überleben auch in der NS-Zeit.

 

Hörzitat 2 (1'41''): Cläre Jung über die NS-Zeit

   
Großansicht einer Seite aus: Der Rundfunk, H. 38/1946
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Aus: Der Rundfunk, H. 38/1946

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Cläre Jung Mitarbeiterin im Berliner Rundfunk in der sowjetischen Besatzungszone. Nach den langen Jahren des isolierten und zurückgezogenen Arbeitens ging sie in dieser Tätigkeit voll auf, wurde zur Initiatorin neuer Sendereihen und der Spendenaktion "Rettet die Kinder".

 

Hörzitat 3 (3'00''): Cläre Jung über ihre Tätigkeit beim SBZ/DDR-Rundfunk 1945-1952

 

   
Großansicht eines Sendemanuskripts
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  Im DRA Babelsberg befinden sich einige Sendemanuskripte von Cläre Jung aus dem Jahre 1945, weitere Nachweise ihrer Rundfunkarbeiten sind in ihrem im Märkischen Museum Berlin lagernden Nachlaß vorhanden. Die hier vorstellten Originaltöne stammen aus einer Sendung des DDR-Rundfunks mit Cläre Jung vom November 1967, sie sind vermutlich die einzigen, die in einer deutschen Rundfunkanstalt überliefert sind.

 

Literatur:

  • Cläre Jung: Paradiesvögel. Erinnerungen, Nautilus-Verlag Hamburg 1988
  • Cläre M. Jung: Aus der Tiefe rufe ich. Texte aus sieben Jahrzehnten (Reihe Spurensuche. Vergessene Autorinnen wiederentdeckt, Bd. 4) Trafo-Verlag Berlin 2004
Stand: April 2004

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.11.2006  | IMPRESSUM | nach oben