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Dokument des Monats August 2006

Vom Exerzierplatz zur modernen Sportstätte

August 1951: Eröffnung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks

 

Foto
Erich Honecker 1958 beim Keulenweitwurf auf dem Sportfest "Treffpunkt Olympia"
(aus: DDR-Geschichte, gestern und heute; IDNR 008251)

Anlässlich der "III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten" wurde die im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg in der Nähe der Schönhauser Allee gelegene Sportstätte im August 1951 unter dem Namen "Neuer Sportpark Berlin" eröffnet. Innerhalb weniger Monate wurden auf dem weitläufigen Areal an der Cantianstraße ein Stadion mit 35.000 bis 40.000 Plätzen sowie ein Tennis- und ein Basketballstadion mit jeweils 4.000 Plätzen errichtet.

Der Bau des Sportparks war Teil des Nationalen Aufbauprogramms, das u.a. die Beseitigung gigantischer Mengen von Kriegstrümmern vorsah. "Aufbaubrigaden" der FDJ und tausende mehr oder minder freiwillige Arbeitskräfte beteiligten sich an "Aufbausonntagen" an den umfangreichen Aufräumarbeiten zur Vorbereitung der "III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten". Die mit großem propagandistischem Aufwand geplante Sportveranstaltung stellte für die Regierung der noch jungen DDR ein wichtiges Instrument zur Demonstration ihrer politischen Auffassungen dar. Aufgrund ihrer hohen repräsentativen Wirkung waren diese sportlichen Großereignisse in der DDR stets von großer Bedeutung.

Der Sportpark wurde im Oktober 1952 zum 100. Todestag von "Turnvater" Jahn in "Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark" umbenannt. Er diente ab sofort zur Austragung nationaler und internationaler Wettkämpfe, beispielsweise dem "Olympischen Tag der Leichtathletik". Ab 1960 fand dort jährlich ein Volkssporttag statt. Der Jahnsportpark stand damit auch dem Breitensport zur Verfügung. Hochrangige Funktionäre und Regierungsmitglieder der DDR demonstrierten hier gerne ihre Fitness und Verbundenheit mit der sportlichen Tradition der Arbeiterbewegung.

Bereits vor dem Bau des Sportparks wurde das Gelände von den Anwohnern der näheren Umgebung für Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt. Nach dem Erwerb durch das preußische Kriegsministerium im Jahr 1825 fungierte es jedoch zunächst für viele Jahre als Exerzierplatz des Alexanderregiments. Aufgrund dessen war die Bezeichnung "Exer" im Volksmund für lange Zeit gebräuchlich. Ein markanter Baum gab dem Gelände den offiziellen Namen "Einsame Pappel". Nach Beendigung der militärischen Nutzung um 1890 konnte das Areal für sportliche Aktivitäten genutzt werden. Schnell wurde der Platz ein beliebtes Ziel für die Anwohner, die Austragung von Wettkämpfen in der zu dieser Zeit in Deutschland noch exotischen Sportart Fußball fand dabei besonders großen Anklang. Der ehemalige Exerzierplatz war zudem der erste Trainingsort für den im Juli 1892 gegründeten Fußballverein Hertha BFC. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb der Magistrat der Stadt Berlin einen Teil des Geländes. Die Planung von Sportplätzen erfolgte bereits zu dieser Zeit. Während des 1. und 2. Weltkriegs wurde das Gelände jedoch erneut militärisch genutzt.

Foto
Sportstadion "Einsame Pappel" (aus: "Tägliche Rundschau", Beilage, 02.08.1951)

Nach der Wiedervereinigung erfolgten eine Sanierung der Anlagen sowie die Errichtung eines Mauerparks zum Gedenken an die Berliner Mauer und der Bau der Max-Schmeling-Halle auf einem Teil des Geländes. Diese wurde am 14.12.1997 eröffnet.

(Marcus Schulte)

 

Aufnahmen:

Hörzitat 1 (1'48''): Auszug aus einer Reportage zum Volkssporttag 1963
30.05.1963 / DRA Babelsberg (ANR 2016164005)

Hörzitat 2 (1'44''): Sendereihe "So war’s" 1989: Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
1989 / DRA Babelsberg (ANR 2020810002)

 

Stand: 21.7.2006

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 12.10.2006
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