Direkt zum Inhalt springen. Alternativ zur Kopf-Navigation ist die Sitemap zu empfehlen
Bestände
Nutzung
Online-Dienste
Publikationen
Rundfunkgeschichte
Das DRA
Vor 1945 / BRD
DDR
Digitalisierte Bestände
Weitere Bestände
Tonaufnahmen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Hörfunk
Geräusche
Fernsehen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Schriftgut-Bestand des RIAS
Schriftgut-Bestand des SFB
Service
Findmittel
Benutzungsordnung
Audio/Hörfunk
Fernsehen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Personen/Ereignisse
Hinweisdienste
Themenportal
Bestandsinfos
Register
Datenbanken
Termindienste
Das besondere Dokument
Spezial
Spezial multimedial
Archiv
Schwarzer Kanal
Fernseh-Krimis
Zuschauerforschung
Hörerforschung
ARD-Intern
ARD-Hörspiel-DB
ABC der ARD
Chronik der ARD
weitere Datenbanken
Personen
Ereignisse/Themen
Bücher
CDs
DVDs
Radio-Geschichte
Schriftsteller im Rundfunk
Bildergalerie
Ausstellung
Rundfunk vor 1933
O-Ton in der NS-Zeit
Schallaufzeichnung
Autorenregister:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Suche
Rundfunk bis 1945
Rundfunktechnik
Plakate DDR-FS
Wimpel DDR-FS/HF
Aufgaben und Ziele
Chronik
Standorte
Kooperationspartner
Ausbildung und Jobs
Informationstechnologie
Redaktion ARD-Publikationen
ZSK
1950-1959
1960-1969
1970-1979
1980-1989
1990-1999
2000-2011
Deutscher Bundestag
DHM
Netzwerk Mediatheken
Verlage
Ausbildungsprojekte
Ausbildungsmöglichkeiten
Jobs
AKTUELLESTERMINE
| SUCHE | Links | FAQs | Newsmail | Kontakt | Sitemap | Siteinfo
 

Dokument des Monats Januar 2007

"Eine Berliner Göre aus dem Ruhrgebiet"

Zum 50. Todestag von Claire Waldoff

 

Foto: Portrait Claire Waldoff
Claire Waldoff
Foto: Bundesarchiv / ADN-Zentralbild Berlin

Am 21. Oktober 1884 wurde in Gelsenkirchen als elftes von sechzehn Kindern einer Gastwirtsfamilie Clara Wortmann geboren. Dieses erst einmal unspektakuläre Ereignis hatte aber schon wenige Jahre später bedeutende Auswirkungen auf die Berliner Kabarett-Szene der Jahre seit dem Ersten Weltkrieg: Als Claire Waldoff feierte sie im Berlin der 20er und 30er Jahre große Erfolge mit Ihren Chansons.

Bereits im Jahre 1907 war die junge Schauspielerin nach einigen Auftritten in der Provinz nach Berlin gekommen. Schon bald erhält sie im Kabarett "Roland von Berlin" ein erstes Engagement. In den folgenden Jahren macht sie mit ihrer frechen und unnachahmlichen Art als "Berliner Göre" Furore. Ihre Lieder beschäftigten sich mit dem Berliner "Miljöh", nehmen aber auch in typischer Berliner Art die Obrigkeit aufs Korn.

Die Frankfurter Zeitung schreibt im Jahre 1948 über sie:

Bist ja doch Mutters Beste, du die Berlinerin … Ja, wie Kurt Tucholsky der unvergessliche, sie beschrieben hat, so war Claire Waldoff. Und so wie es in ihrem Zille-Gedächtnis-Chanson heißt: Schnauze vorneweg, doch das Herz am Fleck.

Foto: Claire Waldoff in der Skala, 1938
Claire Waldoff in der Skala, 1938
Foto:Deutsches Historisches Museum, Berlin

Während der NS-Zeit konnte Claire Waldoff immer seltener auftreten, obwohl sie nach einem anfänglichen Berufsverbot in die "Reichskulturkammer" eintrat. Ihre Art der Kunst und das durch sie verkörperte Frauenbild standen im direkten Widerspruch zur NS-Ideologie. Eine neue Strophe zu ihrem Erfolgschanson "Herrmann heeßt er", die sich über Hermann Göring lustig machte, tat ein Übriges.

Nach dem Ende des Krieges trat sie nur noch vereinzelt in Berlin, München und Stuttgart auf und zog sich zunehmend ins Privatleben zurück und schrieb ihre Erinnerungen "Weeste Noch …!". Zur Veröffentlichung ihrer Biographie richtete sie noch einmal ein kurzes Grußwort an ihre Fangemeinde.

Hörzitat 1 (0'53''): Grußwort Claire Waldoffs
zu ihrer 1953 erschienenen Biographie "Weeste
noch ...!"

DRA Wiesbaden (B005392607)

Dieser Originalton liegt neben zahlreichen weiteren Kabarettaufnahmen in den Beständen des Deutschen Rundfunkarchiv.

Claire Waldoff starb am 22. Januar 1957 im Alter von 72 Jahren in Bad Reichenhall.

 

(Georg Vorwerk)

 

Stand: 21.12.2006

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 21.12.2006
DATENSCHUTZ | IMPRESSUM |  nach oben