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Dokument des Monats Oktober 2007

"Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen"

Die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in der DDR

"Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen" - unter diesen Leitgedanken wurde 1951 der 3. Kongress der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft gestellt. Die Losung hat sich dem DDR-Bürger eingeprägt, sie war Motto für die praktizierte und ebenso für die nicht praktizierte deutsch-sowjetische Freundschaft bis zum Ende der DDR.

Aufnahmemarke DSF 1967, Mitgliedsbuch Deutsch-Sowjetische Freundschaft
"Aufnahmemarke" DSF 1967
Mitgliedsbuch Deutsch-Sowjetische Freundschaft

Am 30. Juni 1947 wurde die Gesellschaft zum Studium der Kultur der Sowjetunion gegründet. Intention und Anlass waren, nationalsozialistisches Gedankengut im deutschen Volk zu überwinden und die Freundschaft zu dem Land zu entwickeln, das maßgeblich an der Befreiung vom Naziregime beteiligt war. Es wurden zunächst vor allem Mittel der Kultur und Kunst genutzt, um Informationen über den ersten sozialistischen Staat zu verbreiten.
Am 2. Juli 1949 beschloss der 2. Kongress die Umbenennung der Organisation in "Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft".
Fortan entwickelte sie sich unter dem Kürzel "DSF"
zu einer politischen Massenorganisation, die ca. 6 Millionen Mitglieder hatte, wobei viele davon dieser Gesellschaft nur pflichtgemäß und passiv angehörten.
Dass die von der Regierung verordnete Freundschaft mit dem "Großen Bruder" Sowjetunion – oft nur bei offiziellen Anlässen und mit peinlichen eingeübten Ritualen gepflegt – nicht von Dauer sein konnte, zeigte sich unmittelbar nach der politischen Wende 1989, als Millionen Mitglieder die Gesellschaft für DSF verließen.

DSF bedeutete jedoch nicht ausschließlich erzwungener Beitritt in eine ungeliebte Organisation. Einrichtungen, Ereignisse und Veranstaltungen boten Möglichkeiten, die Sowjetunion und ihre Bewohner kennen zu lernen. Das fing zum Teil schon in den Schulen mit Freundschaftstreffen bei in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräften an. Zur Vertiefung des Russischunterrichts entstanden Brieffreundschaften, die mitunter ein Leben lang hielten. Jährlich reisende Freundschaftszüge in die Sowjetunion und im Gegenzug in die DDR verschafften FDJlern und Komsomolzen die Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen.

Einladungskarte zur Teilnahme am Freundschaftszug 1969 in die UdSSR
"Freundschaftszug 1969"
Einladungskarte zur Teilnahme am "Freundschaftszug" in die UdSSR

Das Zentrale Haus der DSF in Berlin-Mitte (heute Palais am Festungsgraben) veranstaltete seit 1947 ein vielfältiges Kunst- und Kulturprogramm. Die dortige originale "Tadshikische Teestube" war ein beliebter Treffpunkt. Wie in Berlin gab es in fast jeder Bezirkshauptstadt ein solches deutsch-sowjetisches Kulturhaus. "Tage des sowjetischen Buches" und "Tage des sowjetischen Films" brachten dem interessierten Bürger Literatur und Kino der UdSSR nahe.

 

 

Hörzitate:


Hörzitat 1 (1'35''): "Tagesschau", Leipzig 12.09.1951
12.09.1951, DRA Babelsberg ANR 2025523104


Hörzitat 2 (0'52''): Hans Mark, ehemaliger Generalsekretär der Gesellschaft
für DSF (Ausschnitt)
Aus: 35. Jahrestag der DSF, Radio DDR II
03.07.1982, DRA Babelsberg ANR 2021885X00

 

(Angela Mehner)

 

Stand: 24.09.2007

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 24.09.2007
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