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Das besondere Dokument - 2015/1

"Der kleine Prinz" von Konrad Wolf –
ein Schatz wird aus dem Archiv gehoben

Der Film "Der kleine Prinz", in den Jahren 1965/66 unter der Regie von Konrad Wolf, einem der bekanntesten Filmregisseure der DDR, entstanden, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bis heute ist das Filmwerk aus urheberrechtlichen Gründen der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt geblieben.

Der kleine Prinz, Titeleinblendung im Vorspann
Titeleinblendung im Vorspann, Screenshot aus " Der kleine Prinz", FESAD IDNR 016516

Das Szenarium zum Film "Der kleine Prinz" schrieb der bulgarische Drehbuchautor Angel Wagenstein nach der literarischen Vorlage des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry "Le Petit Prince". Der Deutsche Fernsehfunk hätte eine Lizenz beim französischen Verlag Editions Gallimard zur Nutzung dieser originalsprachigen Vorlage erwerben müssen, dies geschah jedoch nie. Das Ergebnis war ein kostenintensiver, künstlerisch anspruchsvoller Film, der aufgrund nicht eingeholter Urheberrechte weder im Fernsehen noch im Kino präsentiert werden konnte. Die einzige Fernsehausstrahlung fand am 21. Mai 1972 um 20 Uhr im Zweiten Programm des DDR-Fernsehens statt. Die Ausstrahlung blieb zwar ohne rechtliche Folgen, doch das Risiko, juristisch belangt zu werden, wurde vom DFF nie wieder eingegangen.

Seit dem 1. Januar 2015 ist die 70-jährige Schutzfrist des Urheberrechts für das Werk von Antoine de Saint-Exupéry abgelaufen, denn dieser starb im Jahr 1944. Der Film kann nunmehr zur Nutzung frei gegeben werden und muss nicht länger sein reines Archivdasein fristen.

Vorgesehen als Eröffnungsfilm des Farbfernsehens

Das im Bundesarchiv und im Deutschen Rundfunkarchiv konsultierte Schriftgut zeigt, dass die Entstehungsgeschichte des Films von einem außergewöhnlichen Ineinandergreifen kultur- und medienpolitischer Entwicklungen gezeichnet ist.

Als die Planungen zu dem Film "Der kleine Prinz" im Jahr 1965 begannen, geschah dies mit der Absicht, ihn als Eröffnungsfilm des Farbfernsehens in der DDR auszustrahlen. Ein konkreter Zeitpunkt für den Start stand zwar noch nicht fest, dass aber auch die DDR die technische Möglichkeit des Farbfernsehens in den kommenden Jahren in die Praxis umsetzen würde, war bereits absehbar.1 Heinz Adameck, der damalige stellvertretende Vorsitzende des Staatlichen Rundfunkkomitees, wandte sich in einem Schreiben vom 11. Juni 1965 persönlich an den Generaldirektor der DEFA Joachim Mückenberger mit dem Vorschlag, "Der kleine Prinz" in Farbe zu drehen, damit er als Eröffnungsbeitrag zu Beginn des Farbfernsehens gesendet werden könne.2 In einer Drehbuchbestätigung findet sich der Eintrag "Kulturpolitische Bedeutung: Erster Farbfilm für den Deutschen Fernsehfunk."3

Der Film entstand zunächst als Auftragsproduktion der DEFA für den Deutschen Fernsehfunk (DFF). Ende September 1965 lieferte Angel Wagenstein die Endfassung des Szenariums.4 Im Herbst desselben Jahres wurden die Verträge zwischen DFF und DEFA aufgesetzt und unterschrieben. Die Stimmung zwischen den Vertragspartnern war euphorisch. Heinz Sachs, Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur beim DFF, spricht in einem Brief an Mückenberger von einem "vorerst einmaligen Experiment für die Vorbereitung eines geplanten Farbfernsehprogramms, das einmalige Ausnahmeregelungen zulässt".5 Er erläutert daraufhin, dass der DFF sich bereit erklärt, höhere Tagesgagen und Honorare als sonst üblich für den Filmstab zu zahlen. Aus den Verträgen geht hervor, dass für die Herstellung des Films insgesamt 1 Mio. Mark der Deutschen Notenbank zur Verfügung gestellt wurden.6 Die Dreharbeiten zum Film konnten beginnen. Der vertraglich vereinbarte Termin zur Filmlieferung an den DFF war der 31. März 1966.7

 

  Videozitat (1'40") aus:
"Der kleine Prinz" von Konrad Wolf,
FESAD IDNR 016516 
 




 


 

Kulturpolitische Wende 1965

Alles sprach für ein Erfolg versprechendes Unternehmen: Herausragende Filmkünstler hatten ausreichend Finanzmittel für die Verfilmung eines außergewöhnlichen literarischen Stoffes mit hochkarätiger Star-Besetzung zur Verfügung. Dass die seinerzeit berühmten Schauspieler Christel Bodenstein und Eberhard Esche die Hauptrollen besetzen sollten, stand frühzeitig fest. Doch der Traum von dem "modernen Märchen"8 für das Farbfernsehen drohte zu platzen, als Heinz Adameck offensichtlich am 29. Dezember 1965 gegenüber der DEFA ankündigte, dass der DFF die noch ausstehenden Zahlungen nicht wie vereinbart in Raten zum Jahresbeginn 1966 fortsetzen werde. Stattdessen würde er die Zahlungen erst nach Begutachtung und Abnahme des fertigen Films durch den DFF anweisen. Dies geht aus einem Brief vom 5. Februar 1966 hervor, den die DEFA-Verantwortlichen Albert Wilkening, Direktor für Produktion und Technik des DEFA-Spielfilmstudios, und Friedrich Staat, der Justitiar, an Heinz Adameck schrieben. Hintergrund für Adamecks plötzlichen Kurswechsel muss die kulturpolitische Wende im Zusammenhang mit dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1965 gewesen sein. Wilkening und Staat insistierten in ihrem Brief vom 5. Februar 1966 darauf, dass Adameck trotz des 11. Plenums des ZK der SED dazu verpflichtet sei, die vertraglich vereinbarten Zahlungsmodalitäten einzuhalten und verwiesen auf das Vertragsgesetz der DDR. Von der einstigen euphorischen Stimmung zwischen den Vertragspartnern DEFA und DFF war nun nichts mehr zu spüren.

Christel Bodenstein in der Rolle des kleinen Prinzen
Christel Bodenstein in der Rolle des kleinen Prinzen, Screenshot aus "Der kleine Prinz", FESAD IDNR 016516

Im Zuge einer umfassenden Kritik der SED-Führung an den Kulturschaffenden der DDR auf dem 11. Plenum des ZK der SED gerieten zahlreiche DEFA-Spielfilmproduktionen unter Beschuss und auch der Deutsche Fernsehfunk wurde für sein Programm angegriffen. Filme wie "Spur der Steine" (DEFA) und "Das Kaninchen bin ich" (DEFA) durften nicht mehr aufgeführt werden, das Fernsehprogramm musste im Sinne der kulturpolitischen Parteiziele überarbeitet werden.

Adameck hatte sich persönlich für die Verfilmung von "Der kleine Prinz" eingesetzt, war aber dann offen vom ZK der SED kritisiert worden. Vermutlich wollte er sich aus der kulturpolitischen Verantwortung für diesen Film zurückziehen.9 Dass er weitere Zahlungen erst nach Abnahme des Films durch den DFF in Aussicht stellte, deutet darauf hin, dass er erneuter Kritik vorzubeugen versuchte.

Aktennotiz, Eingang 25.05.1966, S. 1
DRA FS, HA Programmaus-
tausch und Fernsehen: "Aktennotiz", Eingang 25.05.1966, S. 1

Die im Bundesarchiv und im DRA konsultierten Akten lassen offen, welche Zahlungsmodalitäten letztlich Anwendung fanden. Der Spielfilm konnte aber fertig gestellt werden und wurde laut einer Aktennotiz10 vom 25. Mai 1966 auch ohne Einwände vom DFF abgenommen.

Allerdings war keine Rede mehr von einer Eröffnung des Farbfernsehens mit diesem Film. In der besagten Aktennotiz von 1966 wird zwar noch einmal schriftlich festgehalten, dass sich "die Schöpfer des Films" gegen eine Ausstrahlung in schwarz-weiß verwehren. Daraus folgt aber lediglich die Einschränkung: "Deshalb wird er erst in der DDR nach Eröffnung des Farbfernseh-Programms ausgestrahlt."11 Mit welcher Begründung der Film inzwischen nur noch als Beitrag zum regulären Programm behandelt wurde, ist in den konsultierten Akten nicht überliefert.

 


 
Filmrechte an der literarischen Vorlage

Der Erwerb der Filmrechte an der literarischen Vorlage wurde im Oktober 1965 vertraglich dem Aufgabenbereich des DFF zugewiesen,12 was bei Auftragsproduktionen ab Mitte der 1960er Jahre der gängigen Praxis entsprach. In den schriftlichen Unterlagen finden sich allerdings keinerlei Hinweise, dass der DFF vor oder während der Produktionsphase des Films seiner Pflicht auch nachgegangen wäre.

Dass die Stoffrechte nicht bereits vor Drehstart erworben wurden, ist eine einmalige Ausnahme. Rückblickend lässt sich das nur mit der besonderen Bedeutung des Regisseurs Konrad Wolf in der DDR begründen. Wolf war im Zweiten Weltkrieg Soldat der Roten Armee und nach Abschluss seines Filmstudiums in Moskau Mitglied des Künstlerischen Rates beim DEFA-Studio für Spielfilme. Filmkünstlerisch hatte er seinen Durchbruch 1959 mit dem international preisgekrönten Film "Sterne". Sein Vater Friedrich Wolf bekleidete in den Anfangsjahren der DDR kulturpolitische Ämter und war ein geschätzter Schriftsteller, sein Bruder Markus Wolf war seit den 1950er Jahren Leiter der Hauptabteilung Aufklärung im Ministerium für Staatssicherheit. Dieser Hintergrund machte Konrad Wolf nicht nur zu einer bekannten Persönlichkeit in der DDR, sondern verhalf ihm auch zu einer gewissen kulturpolitischen Machtstellung, die möglicherweise das unübliche Verfahren im DFF bei der Filmproduktion "Der kleine Prinz" erklärt.

Argumentation für Fernsehdienst
DRA FS, HA Weltliteratur: "Argumentation für Fernsehdienst" vom 26.04.1972

Die Frage nach den Stoffrechten taucht erst wieder im Zusammenhang mit der Filmabnahme vom DFF auf. In der Aktennotiz zur Filmabnahme13 ist vermerkt, dass am 18. Mai 1966 beim Leiter der HA Programmaustausch und Film eine Besprechung zu Lizenz-, Rechts- und Exportfragen stattgefunden habe und dass eine Mitarbeiterin der Lizenzabteilung die Stoffrechte klären solle. Es lässt sich zwar nachweisen, dass der DFF in Bezug auf die benötigten Filmrechte aktiv wurde. Aber sowohl die Recherchen als auch die Ergebnisse der Rechteermittlung bleiben in den schriftlichen Unterlagen fragmentarisch. Zu einem Lizenzvertrag zwischen den Rechteinhabern an der literarischen Vorlage und dem DFF ist es nie gekommen.

Abgesehen von der einmaligen Ausstrahlung am 21. Mai 1972 im DDR-Fernsehen, die nicht durch das Urheberrechtsgesetz der DDR abgedeckt war, konnte der Film nie gesendet werden. Das Deutsche Rundfunkarchiv, das seit dem 1. Januar 1992 im Auftrag der ARD das Programmvermögen des DFF verwaltet, musste die anfragenden Nutzer an die Erben von Saint-Exupéry und die Editions Gallimard verweisen. Die Nutzungsvorhaben von Rundfunkanstalten oder aus dem Kultur- und Wissenschaftsbereich wurden jedoch stets abgelehnt. Dadurch konnte auch das DRA keine Nutzungsfreigabe für den Film erteilen.

Ansage vom 12.05.1972
DRA FS, HA Weltliteratur:
"Ansage" vom 12.05.1972

Allein Wim Wenders ist es 1995 aufgrund seines Bekanntheitsgrades – wie der Verlag Gallimard es selbst formuliert hatte – gelungen, die Erlaubnis für eine einmalige Vorführung zu bekommen. Die Vorführung fand im Dezember 1995 im Rahmen einer Sitzung des Vereins Die ersten hundert Jahre Kino in Berlin e.V. statt, dessen Vorsitz Wim Wenders innehatte.

Unklar war bislang, ob in der Vergangenheit auch die Rechte an der Übersetzung ins Deutsche verletzt wurden. Eine Kontaktaufnahme mit dem heute in Bulgarien lebenden Autor des Szenariums Angel Wagenstein hat ergeben, dass er von der originalsprachigen Vorlage "Le Petit Prince" aus gearbeitet hat. Diese Aussage findet sich in den Vertragsakten zum Film bestätigt und ist insofern plausibel, als Wagenstein seine Kindheit in Frankreich verbracht hat und des Französischen mächtig ist.

Mit dem Ablauf der Schutzfrist des Werks von Antoine de Saint-Exupéry zum 1. Januar 2015 ergibt sich eine neue Rechtesituation für den Film. Das Filmwerk von Konrad Wolf und Angel Wagenstein ist zwar urheberrechtlich noch geschützt, die verwendete literarische Vorlage hingegen ist rechtefrei: "Der kleine Prinz" kann damit zur Nutzung frei gegeben werden.

Freigabe-Bestätigung vom 12.04.1972
DRA FS, HA Weltliteratur:
"Freigabe-Bestätigung" vom 12.04.1972

Eine weitere Besonderheit in der Entstehungsgeschichte des Films "Der kleine Prinz" betrifft die nachträgliche Umwandlung der Auftragsproduktion in eine Gemeinschaftsproduktion. Die hier vorliegende Konstellation weicht außerdem von dem sonst üblichen Muster für Spielfilm-Co-Produktionen von DEFA mit DFF ab. In der Regel betrugen dort die Leistungsanteile der Partner je 50 Prozent. Dafür erhielt der DFF exklusiv die inländischen Senderechte (für die Ausstrahlung im eigenen Fernsehprogramm) und die DEFA exklusiv die inländischen Kinorechte (für Kinovorführungen in der DDR). Die Auslandsvermarktung für alle Nutzungsarten war normalerweise bei der Außenhandelsfirma der DEFA-Gruppe angesiedelt, die an den DFF Erlösanteile auszuschütten hatte. Die Vereinbarung für den Film "Der kleine Prinz" weicht jedoch von diesem Schema ab. Die Leistungsanteile liegen hier zu 80 Prozent beim DFF und nur zu 20 Prozent bei der DEFA. Die Vermarktungsrechte für das Ausland hat der DFF - mit Anspruch auf Erlösbeteiligung für die DEFA - erhalten. Vertraglich wurden im Jahr 1966 explizit nur kommerzielle Nutzungen im Ausland geregelt. Daher erfordern nichtgewerbliche Nutzungen des Films das Einverständnis beider Vertragspartner. Diese werden durch das DRA (für den DFF) und die DEFA-Stiftung (für die DEFA) vertreten.

Im Februar 2016 haben das DRA und die DEFA-Stiftung die seinerzeit offen gebliebenen Nutzungsrechte vertraglich ergänzt: Das DRA nimmt nunmehr die Nutzungsrechte für Ausstrahlungen des Films im Rahmen des Programmaustauschs der ARD im Fernsehen wahr. Die DEFA-Stiftung hat die Nutzungsrechte für Vorführungen im Kino oder ähnlichen Veranstaltungsorten erhalten. Eine Ausleihe des Films zu Vorführzwecken erfolgt über den Verleihpartner der DEFA-Stiftung, der Deutschen Kinemathek: defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de / Tel.: +49-30-300 903-634.

 
Filmkünstlerische Umsetzung der literarischen Vorlage

Konrad Wolf und Angel Wagenstein verfolgten mit der Verfilmung von "Der kleine Prinz" die Absicht, ein Märchen für Erwachsene zu schaffen. Die Schauspielleistung der Hauptdarsteller Christel Bodenstein als Kleiner Prinz und Eberhard Esche als Pilot wie auch das unaufgeregte Erzähltempo und die sparsam eingesetzten musikdramatischen Effekte erzeugen tatsächlich eine nachdenkliche Stimmung, die den Text von Saint-Exupéry in den Vordergrund treten lässt. Die Dialoge sind nah an der literarischen Vorlage gehalten und das Szenenbild konzentriert sich jeweils auf die im Text angelegte Situation und Atmosphäre. Abgesehen vom Vorspann, der eine Flugaufnahme und dokumentarische Schwarz-Weiß-Aufnahmen enthält, ist der Film im Studio entstanden. Dass er nach wie vor ein künstlerisch hochwertiges Dokument darstellt, verdankt er nicht zuletzt den zu DDR-Zeiten erfolgreichen Schauspielern Inge Keller (Schlange), Wolfgang Heinz (König) und Fred Düren (Laternenanzünder).

 

(Julia Weber / Uwe Bräuner)

 

Anmerkungen

1 Vgl. Dittmar, Claudia; Vollberg, Susanne (Hg.): Die Überwindung der Langeweile. Zur Programmentwicklung des DDR-Fernsehens 1968-1974. Leipzig 2002, S. 159f.
2 BArch DR117/25909, unpag., Brief von Heinz Adameck (DFF) an Joachim Mückenberger (DEFA) vom 11.06.1965
3 BArch DR117/25909, unpag., Formblatt "Drehbuchbestätigung" vom 31.12.1965 
4 BArch DR117/633, Drehbuch vom 24.09.1965, 116 S.
5 BArch DR117/25909, unpag., Brief von Heinz Sachs (DFF) an Joachim Mückenberger (DEFA) vom 14.10.1965
6 DRA FS: "Vereinbarung" zwischen DEFA und DFF vom 22.09.1966
7 BArch DR117/25909, unpag., Vertrag zwischen DEFA und DFF vom 16.10.1965
8 DRA FS, HA Weltliteratur: "Argumentation für Fernsehdienst" vom 26.04.1972
9 Vgl. Dittmar/Vollberg: a.a.O., S. 230
10 DRA FS, HA Programmaustausch und Fernsehen:"Aktennotiz" Eingangsstempel 25.05.1966 (Datierung 25.04.1966 nicht plausibel, daher Datum Eingangsstempel angegeben).
11 Ebd.
12 BArch DR117/25909, unpag., Vertrag zwischen DEFA und DFF vom 16.10.1965
13 DRA FS, HA Programmaustausch und Fernsehen: "Aktennotiz" Eingangsstempel 25.05.1966

 
 

Stand: 05.02.2015

 

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 23.02.2016
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