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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Golo Mann (27. März 1909)

100. Geburtstag am 27. März 2009



Kurzinformationen

Foto: Golo Mann
Golo Mann als US-Kontrolloffizier beim Rundfunk 1945
Foto: Hessischer Rundfunk
  Historiker, Publizist
  • geboren am 27. März 1909 in München
  • gestorben am 07. April 1994 in Leverkusen

 

 

 

 
 

Hörzitat (1'22") aus: Dokument
DRA Frankfurt B004624141

Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.

 

Golo Mann, Sohn des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Thomas Mann, ist als Historiker mit seinen Werken über die Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (1958) und Wallenstein (1971) bekannt geworden. Golo Mann emigrierte 1933 aus Deutschland und floh 1940 aus dem besetzten Frankreich in die USA, deren Staatsbürgerschaft er 1943 erwarb. Im gleichen Jahr trat er in die Armee ein und arbeitete seit April 1944 in London als Radio-Kommentator für die deutschsprachige Abteilung der American Broadcasting Station in Europe (ABSiE). Zwischenzeitlich beim Sender Luxemburg wirkte Mann seit Herbst 1945 in Bad Nauheim beim Aufbau von Radio Frankfurt mit, bevor er im Frühjahr 1946 die Armee verließ, um sich seinen historischen Studien zu widmen.


Aufnahmen

  • Golo Mann: Ansprache an das deutsche Volk (deutschsprachige Sendung von "ABSiE")
    Seit dem Dreißigjährigen Krieg hat Deutschland kein Weihnachten mehr erlebt wie dieses / Europa geht nicht unter / Es gibt Länder, in denen es heute schon viel mehr nach Aufgang als nach Untergang aussieht / Die Zerstörung Deutschlands aber geht weiter / Warum ist das so gekommen? / Der deutschen Jugend wurde seit dem ersten Weltkrieg eingeredet, die übrige Welt habe sich gegen Deutschland verschworen / Amerika und England haben den Aufstieg Deutschlands zur Weltmacht unter Bismarck nicht zu hindern gesucht / Sie haben diesen Aufstieg begrüßt / Nach dem ersten Weltkrieg erwarb sich Deutschland viele Sympathien im Ausland / Selbst unter Hitler wurde Deutschland anfangs wohlwollend behandelt / Die Welt kannte damals den wahren Charakter des Nationalsozialismus nicht / Die Nazis wollten Dinge, die man in dieser Welt nicht ohne Krieg haben kann /
    Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.
    Hörzitat (1'22): Dieser Krieg ist der Krieg Hitlers / "Die zerstörten deutschen Städte sind das wahre Gesicht der deutschen Führer / Wer die Gewalt und die Lüge zum Gott machte, wer unschuldiges Leben hunderttausendfach in den Lagern Polens vernichten ließ, der musste endlich das Verhängnis auch auf die eigenen Städte niederbringen / Der wahre Charakter der Amerikaner oder Briten ist nicht in den zerstörten deutschen Städten zu finden, sondern in dem, was sie aus ihrem eigenen Lande gemacht haben, ... er zeigt sich selbst in den Plänen, die sie heute für Deutschland machen und die nicht Pläne der Rache sind, sondern Pläne der Ordnung, der Mäßigung" / Solange aber Deutschland seinen Führern gehorcht und weiterkämpft, solange geht auch die Zerstörung weiter / "Im Dreißigjährigen Krieg hat Deutschland sich selber zerstört - so ist es auch heute."
    AD 23.12.1944 / DRA Frankfurt B004624141; 8'40"

  • Golo Mann: Ansprache an das deutsche Volk (deutschsprachige Sendung von "ABSiE")
    "1944 war das entscheidende Jahr" / Als es begann, hielten deutsche Truppen noch große Teile Europas besetzt / Ein einziges Jahr hat das alles verändert / "Es ist ein treuloser, falscher Bau zusammengebrochen, den niemand haben wollte" / Die deutschen Angreifer sind heute auf ihrem eigenen Boden die Verteidiger / Europa kämpft jetzt auf seiner eigenen Seite gegen Deutschland / Deutschland wird im kommenden Jahr am Ende sein, auch wenn die Nazi-Führer das Gegenteil versprechen werden / Dem deutschen Volk wird von betrügerischen Führern seit fast 12 Jahren eine Welt vorgemacht, wie sie nicht ist / Ungarn und Norwegen sind die letzten Beispiele europäischer Nationen, die für ein "neues Europa" missbraucht werden / Die amerikanischen Truppen kamen nach Europa, weil Hitler den Krieg an Amerika erklärt hat / Seit amerikanische Truppen in Europa stehen, wird der Krieg für sie immer mehr zu einem persönlichen Kampf gegen den Nationalsozialismus / "Je länger dieser längst entschiedene Krieg noch dauert, desto mehr muss er sich vergiften, und Mäßigung und Klugheit werden zum Schluss einen sehr schweren Stand haben gegen die Gewalt des aufgesammelten Leides, der gestauten Wut" / Der einzelne von persönlicher Schuld freie Deutsche kann für sich selbst noch Hoffnungen haben: Auf ein Leben in Frieden, auf Tagesarbeit / Deutschland als politische und militärische Macht kann für die nahe Zukunft gar nichts erhoffen / Die Geschichte, die mit Kaiser Wilhelm begann, endet mit Hitler / Für ein neues Deutschland, das seine Grenzen kennt und die Grenzen anderer Völker achtet, wird einmal wieder Platz sein, sofern die Deutschen es ernsthaft wollen.
    AD 30.12.1944 / DRA Frankfurt B004624143; 8'45"

  • Weitere Rundfunkkommentare von Golo Mann:
    AD 02.12.1944 / DRA Frankfurt B004624121; 8'15"
    AD 10.01.1945 / DRA Frankfurt B004624073; 8'00"
    AD 27.01.1945 / DRA Frankfurt B004624145; 9'01"
    AD 18.02.1945 / DRA Frankfurt B004624075; 9'00"
    AD 10.03.1945 / DRA Frankfurt B004624077; 8'45"

  • Gespräch mit Golo Mann
    Über seine Tätigkeit bei ABSIE (American Broadcasting Station in Europe), London 1944-1945
    Interviewer: Conrad Pütter und Ernst Loewy
    AD 11.05.1978 / DRA Frankfurt B006439225; 81'46"


S.a. Rückkehr in die Fremde? Remigranten und Rundfunk in Deutschland 1945-1955. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung

Literatur: Conrad Pütter, Ernst Loewy (Mitarb.): Rundfunk gegen das "Dritte Reich". Deutschsprachige Rundfunkaktivitäten im Exil 1933-1945. Ein Handbuch, München 1986

Stand: 23. Februar 2009

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 14.06.2011
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