Direkt zum Inhalt springen. Alternativ zur Kopf-Navigation ist die Sitemap zu empfehlen
Bestände
Nutzung
Online-Dienste
Publikationen
Rundfunkgeschichte
Das DRA
Vor 1945 / BRD
DDR
Digitalisierte Bestände
Weitere Bestände
Tonaufnahmen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Hörfunk
Geräusche
Fernsehen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Schriftgut-Bestand des RIAS
Schriftgut-Bestand des SFB
Service
Findmittel
Benutzungsordnung
Audio/Hörfunk
Fernsehen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Personen/Ereignisse
Hinweisdienste
Themenportal
Bestandsinfos
Register
Datenbanken
Termindienste
Das besondere Dokument
Spezial
Spezial multimedial
Archiv
Schwarzer Kanal
Fernseh-Krimis
Zuschauerforschung
Hörerforschung
ARD-Intern
ARD-Hörspiel-DB
ABC der ARD
Chronik der ARD
weitere Datenbanken
Personen
Ereignisse/Themen
Bücher
CDs
DVDs
Radio-Geschichte
Schriftsteller im Rundfunk
Bildergalerie
Ausstellung
Rundfunk vor 1933
O-Ton in der NS-Zeit
Schallaufzeichnung
Autorenregister:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Suche
Rundfunk bis 1945
Rundfunktechnik
Plakate DDR-FS
Wimpel DDR-FS/HF
Aufgaben und Ziele
Chronik
Standorte
Kooperationspartner
Ausbildung und Jobs
Informationstechnologie
Redaktion ARD-Publikationen
ZSK
1950-1959
1960-1969
1970-1979
1980-1989
1990-1999
2000-2011
Deutscher Bundestag
DHM
Netzwerk Mediatheken
Verlage
Ausbildungsprojekte
Ausbildungsmöglichkeiten
Jobs
AKTUELLESTERMINE
| SUCHE | Links | FAQs | Newsmail | Kontakt | Sitemap | Siteinfo
 

Das aktuelle Ereignis

Unterzeichnung des Warschauer Vertrags (7.12.1970)

40. Jahrestag am 7. Dezember 2010



Kurzinformationen

Foto: Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes, 7. Dezember 1970
Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes, 7. Dezember 1970
Foto: bpk / Hanns Hubmann
 

Hörzitat 1 (1'52") aus: Dokument
DRA Frankfurt B006581793

Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.

Hörzitat 2 (1'27") aus: Dokument
DRA Frankfurt B006581793

Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.


Unter den Ostverträgen, die die Bundesrepublik im Rahmen der Entspannungspolitik der sozial-liberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt mit seinen östlichen Nachbarn abschloss, nimmt der Warschauer Vertrag einen besonderen Platz ein. Während der Vertrag die Unverletzlichkeit der Grenzen feststellt, und die Länder sich zum Gewaltverzicht bekennen, bezeugt Willy Brandt durch seinen Kniefall am Mahnmal für die Opfer des Aufstands im Warschauer Ghetto 1943 nicht nur die besondere Verantwortung der Deutschen für die Folgen des Krieges, sondern auch die Bitte um Vergebung und die Bereitschaft zur Versöhnung. Für seine Politik und seine, in Deutschland damals umstrittene Geste erhält Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.


Aufnahmen

  • Ausschnitte aus der Rundfunkansprache von Bundeskanzler Brandt über den Vertrag der Bundesrepublik mit der Volksrepublik Polen
    "Meine Damen und Herren, liebe Landsleute! Der Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen ist ein beide Völker bewegendes Dokument. Er soll ein dunkles Kapitel der europäischen Geschichte abschließen. Er soll ein neues Kapitel einleiten. Die Zeit ist gekommen, für den Schlussstrich und für den Neubeginn. Über dreißig Jahre sind vergangen, seit der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Angriff begann. Das polnische Volk hat Unsagbares erleiden müssen. Der Krieg und seine Folgen haben beiden Völkern, auch uns Deutschen, unendlich viel Opfer abverlangt. Jetzt geht es um die friedliche Zukunft zwischen den beiden Ländern und Völkern ... Trotzdem muss ich gerade in dieser Stunde die heimatvertriebenen Landsleute bitten, nicht in Bitterkeit zu verharren, sondern den Blick in die Zukunft zu richten. Es bedeutet sehr viel, wenn viele Familien nun die Aussicht haben, ihre Angehörigen nach vielen Jahren der Trennung bei sich aufnehmen zu können. Und dass es möglich sein soll, die Stätten der Geburt und die Gräber der Vorfahren in der alten Heimat wieder zu besuchen. Ich bin für den Vertrag mit der Volksrepublik Polen, weil er das Fundament für eine friedliche Zukunft schafft. Er gibt uns die Möglichkeit der Verständigung und der Zusammenarbeit. Dem polnischen Volk gibt der Vertrag die Gewissheit, dass es in gesicherten Grenzen leben kann. Und dass, was an uns liegt, in Europa überhaupt das Prinzip des Gewaltverzichts gelten soll. Die Geschichte allein kann erweisen, ob dies, wie wir hoffen, der Beginn der eigentlichen Aussöhnung sein wird, so wie wir sie im Westen, gegenüber unseren französischen Nachbarn, glücklicherweise auch haben ... / Auch für die Westgrenze Polens gilt: es gibt weder Entspannung noch gesicherten Frieden in Europa, wenn wir nicht ausgehen von der Lage, wie sie ist. Wie sie nun schon 25 Jahre ist, unbeschadet im übrigen der Rechte der vier Mächte für Deutschland ... / Unserem Volk wird nicht heute, aus heiterem Himmel, ein Opfer abverlangt. Dies hat längst gebracht werden müssen, als Ergebnis der Verbrechen Hitlers. Meine Regierung spricht aus, was die meisten bei uns in den letzten Jahren schon gedacht haben. Und wir können nur hoffen, dass dies ein befreiender Schritt sein wird, hin zu einem besseren Europa. Einem Europa, in dem die Grenzen nicht mehr trennen werden."
    AD 20.11.1970 / DRA Frankfurt B006581721; 3'45"

  • Rundfunkansprache von Bundeskanzler Willy Brandt anläßlich der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages in Warschau
    "Der Vertrag von Warschau soll einen Schlussstrich setzen unter Leiden und Opfer einer bösen Vergangenheit" /
    Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.
    Hörzitat 1 (1'52"): Unter Bezug auf die Westgrenze Polens: "Der Vertrag gibt nicht preis, was nicht längst verspielt worden ist" / Verspielt nicht von uns, sondern vom verbrecherischen Regime des Nationalsozialismus / Dieser Vertrag bedeutet nicht, dass wir Unrecht anerkennen oder Gewalttaten rechtfertigen /
    Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.
    Hörzitat 2 (1'27"): Namen wie Auschwitz werden unsere beiden Völker noch lange begleiten / Dieser Vertrag mit Polen ersetzt keinen Friedensvertrag, er berührt nicht die Verantwortung der Vier Mächte für Deutschland als Ganzes / Für die Herstellung eines gesicherten Friedens im Rahmen der europäischen Solidarität
    AD 07.12.1970 / DRA Frankfurt B006581793; 8'19"

 

Stand: 25. November 2010

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 12.05.2011
DATENSCHUTZ | IMPRESSUM |  nach oben