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Das aktuelle Ereignis

Saargebiet votiert für die Rückgliederung an Deutschland (13.1.1935)

75. Jahrestag am 13. Januar 2010



Kurzinformationen

Foto: Saar-Abordnung des Reichsverbunds Deutscher Rundfunkteilnehmer auf der Berliner Funkausstellung 1934
Saar-Abordnung des Reichsverbunds Deutscher Rundfunkteilnehmer auf der Berliner Funkausstellung 1934
Foto: Deutsches Rundfunkarchiv / Emil Michaelis
 

Hörzitat (1'56") aus: Dokument
DRA Frankfurt B004891678

Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.


Nach dem Ersten Weltkrieg wird das Saargebiet vom Deutschen Reich abgetrennt und gemäß Versailler Vertrag von 1920 für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt. Die Rückgliederung gehört sowohl für die Weimarer Republik als auch für die Parteien des Saargebiets bis 1933 zur Staatsräson. Mit Beginn des NS-Regimes versuchen linke Parteien und Teile des katholischen Zentrums, unterstützt durch Emigranten aus dem Reich, auf die vorläufige Erhaltung des Status Quo hinzuarbeiten, um das Saargebiet aus dem Machtbereich der Nationalsozialisten herauszuhalten. Die bürgerlichen und rechts-konservativen Parteien gründen ihrerseits unter Führung der Nationalsozialisten die Deutsche Front, die eine Mehrheit für die Rückgliederung hinter sich weiß.
Nachdem der Völkerbundrat am 1.6.1934 den Termin für die Volksabstimmung auf den 13.1.1935 festgelegt hat, wird die Propaganda von beiden Seiten nochmals verstärkt. Am Wahltag stimmen 90,8 Prozent der Wähler für die Rückkehr des Saargebiets zum Deutschen Reich, 8,9 Prozent für die Beibehaltung des Status Quo und 0,4 Prozent für den Anschluss an Frankreich. Der Völkerbundrat beschließt daraufhin die Rückgliederung zum 1.3.1935.

 


Aufnahmen

  • Saarkundgebung am Niederwalddenkmal bei Rüdesheim
    Adolf Hitler: Rückkehr des Saargebiets in das Reich ist Recht der Gegenwart.
    AD 27.08.1933 / DRA Frankfurt B004883998; 31'29"

  • Saarkundgebung der "Deutschen Front" in Zweibrücken, Pfalz
    Paul Laven: Reportage / Wir befinden uns auf historischem deutschen Kulturboden / Deutsches Grenzland, das seit tausend Jahren die Wacht hält / Heute friedlicher Kampf um die Wiedervereinigung altdeutschen Landes mit dem großen Deutschen Reich / Verlauf der Kundgebung (D 6'30) / Josef Bürckel (Gauleiter der NSDAP, Gau Rheinpfalz): "Dr. Goebbels, Sie stehen hier auf einem Boden, der durch einen tausendjährigen Kampf um das Deutschtum geweiht ist" / Ein Volk kämpft heute gegen völkische Vergewaltigung / Appell an Frankreich, den Weg zur Verständigung freizugeben / Für uns gibt es nur eines: "Unser Deutschland" (D 2'40) / Joseph Goebbels: Deutschland gibt heute nicht mehr das Beispiel innerer Zerrissenheit, Deutschland ist wieder eine Nation geworden / "Die Parteien des Klassenkampfes und des Landesverrates sind zu Boden geworfen" / "Ihr macht das Wort wahr: Deutsch ist die Saar - immerdar" / Deutschland ist heute nicht mehr Objekt der internationalen Weltpolitik / Anspruch auf Selbstvertretung der deutschen Politik / Kritik an den Befürwortern des Status quo / Emigranten sind "die landesverräterischen Büttel unserer Feinde" / Stellt großzügige Lösung für die Probleme des Saarlandes in Aussicht / Ungerechtfertigter Vorwurf des Terrors / Kein Angriff auf die Kirche geplant / "Der Staat überlässt die Übersetzung christlicher Gesinnung ins praktische Leben nicht nur den Kirchen, sondern er selbst betreibt diese Übersetzung" / Wiederaufbau des Saarlandes / Das ewige Deutschland hat sich mit Euch verbunden (D 63'35) / Saarmädchen: "... Beten wir Kinder für die baldige Rückkehr unserer Heimat zum deutschen Vaterland ..." (übergibt eine Schale Saar-Erde an Goebbels) (D 1'10) /
    Hier sollte ein MP3-Player als Flash-Objekt erscheinen.
    Hörzitat (1'56''): Jakob Pirro (Landesleiter der Deutschen Front im Saargebiet): Proklamation an Völkerbund und Frankreich / Einmütiges Bekenntnis zu Deutschland / "Dieses Land bleibt deutsch" (D 5'05)
    AD 06.05.1934 / DRA Frankfurt B004891678; 82'21"

  • Aufruf der Reichsregierung zur Volksabstimmung im Saarland
    Die Saarabstimmung ist auf den 13. Januar 1935 festgesetzt / Eintragungen in die Stimmliste müssen bis 31. August 1934 beantragt werden / Wahlberechtigt ist, wer das 20. Lebensjahr vollendet hat und am 28.6.1919 im Saargebiet gewohnt hat / Über das Wahlverfahren / Es ist "Pflicht jedes Volksgenossen, der durch seine Stimme an der Befreiung des Saargebiets mithelfen kann, sich umgehend zu melden" / "Tut Eure Pflicht, helft der Saar!"
    AD 01.06.1934 / DRA Frankfurt B004889264; 2'17"
  • Ansprache von Adolf Hitler auf der Saar-Treue-Kundgebung auf der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz
    "Das Saarproblem ist die große Streitfrage zwischen Frankreich und uns" / Die Fehde zwischen Deutschland und Frankreich soll beendet werden.
    AD 26.08.1934 / DRA Frankfurt B004889355; 15'41"
  • Die Saar als Friedensbrücke
    Die Haltung Deutschlands zur Saarfrage wird dadurch bestimmt, dass das Saargebiet niemals der deutschen Souveränität, sondern nur zeitweilig der deutschen Verwaltung entzogen war / Rein deutsche Bevölkerung / Kompromissbereite deutsche Haltung / "Linie des friedlichen Ausgleichs" / Auch Frankreich hat erkannt, dass der 13. Januar ein "überwältigendes Bekenntnis zu Deutschland" bringen wird / Diese Haltung kam auch bei den Verhandlungen in Rom zum Ausdruck / Deutsche Amnestie gegenüber den Saarländern, ausgenommen sind dabei die Emigranten / Wirtschaftliche Regelungen für die Rückgliederung der Saar / Wiedergutmachung eines jahrelangen Unrechts
    Redner: Dr. Kunkel (Regierungsrat beim Saarbevollmächtigten des Reichskanzlers)
    AD 10.12.1934 / DRA Frankfurt B004887784; 7'00"
  • Saarkundgebung in Kaiserslautern in Anwesenheit der in- und ausländischen Presse
    Josef Bürckel (Gauleiter der NSDAP, Gau Rheinpfalz und Saar): Polemik gegen Kommunisten und gegen Emigranten, die mit Gott für den Status quo eintreten / Christus kann nicht von den Landesverrätern reklamiert werden / Stellung des Christentums im neuen Deutschland / Zur Aufforderung des Straßburger Senders, für den Status quo einzutreten / Hetze und Lüge des Straßburger Senders gegen Deutschland / Zur Behauptung, dass er sofort nach der Rückgliederung der Saar ein Konzentrationslager errichten werde: In meinem Gau gibt es kein Konzentrationslager / "Hetzer gehören in ein Konzentrationslager" / Es wird an der Saar keinen Kulturkampf geben / Arbeiter sind keine Landesverräter / Arbeiter heute als Träger der Ehre / Am 13. Januar wird der Verrat als Besiegter am Boden liegen / "Am historischen 13. Januar wird das tapfere Saarvolk der Weltgeschichte den Triumph des deutschen Charakters präsentieren (Beifall). Das Saarvolk marschiert. Die Grenzpfähle stürzen. Deutschland reißt das Tor auf. Sein Führer schlägt ein. Es lebe der Friede" (Anfang fehlt) (D 31'40) / Deutschlandlied / "Deutsch ist die Saar" (D 1'30) / Ernst Dürrfeld (Kreisleiter der NSDAP in Kaiserslautern) (D 0'30)
    AD 09.01.1935 / DRA Frankfurt B004891996; 34'11"
  • Reportagen von der Saarabstimmung in Saarbrücken, St. Wendel und Saarlouis
    Reporter Paul Laven: Saarbrücken morgens / Großstadt, eine Synthese zwischen Industriewerken, Wirtschaft und Handel und der landschaftlichen Schönheit (D 2'50) / Reporter Karl Köstlin: Gespräch mit einer Auslandsdeutschen aus China, die der Wahlverpflichtung in ihrer Heimatstadt nachkam (D 3'50) / Reporter Bernhard Ernst: Einsatz eines "Schleppdienstes" zum Transport kranker Wahlberechtigter / Stockungen bei der Stimmabgabe, die etwa 1 1/2 Minuten dauert / Plakat mit dem Text "Maulhalten" / Die Abstimmung findet in St. Wendel zentral statt (D 4'35) / Paul Laven: Wahl ist in Saarbrücken beendet; die Spannung ist gewichen / "Verkündigung des Resultates nur noch eine späte Bestätigung und ein bürokratischer Vollzug" (D 3'15) / Karl Köstlin: Gespräch mit einem Passanten über den Transport der Urnen / Nur Ortspolizei und Landjäger anwesend, keine ausländische Polizei (D 2'50) / Karl Köstlin: Gespräch mit einem Amerikaner (Mr. Ketteler), der seine deutsche Frau zur Wahl begleitete / Ordnungsgemäßer und ruhiger Ablauf der Wahl / Widerspruch zur Berichterstattung im Ausland (D 2'15) / Walter Reuschle (Gaukulturwart der NSDAP, Sendeleiter des Reichssenders Stuttgart): Ruhe und Disziplin wurden bei der Wahl trotz Anspannung gewahrt / Anerkennung durch ausländische Pressesprecher (D 2'15) / Peter A. Horn: Gespräch mit Hannes Jakob über die Vorgänge bei der Erschießung seines Bruders / Verurteilung zum Tode wegen Mordversuch an einer französischen Jägerpatrouille / Unkooperative Haltung der französischen Behörden seinen Angehörigen gegenüber (D 7'10)
    AD 13.01.1935 / DRA Frankfurt B004892005; 28'54"
  • Zur Abstimmung im Saarland am 13. Januar 1935
    (Saarbrücken, Wartburgsaal) Alan Rhode (Präsident der Abstimmungskommission): Zur Abstimmung und zur Überwachung der Abstimmung (D 1'35) / Stellvertretender Generalsekretär Dennemann: Gibt das Ergebnis bekannt, getrennt nach Bürgermeistereien und in der Reihenfolge: für Status quo; für Frankreich; für Deutschland / Saarbrücken-Stadt: 10 413; 286; 73 761 / Duttweiler, Friedrichsthal usw. (D 9'50) / Fanfare (D 1'20) / "Deutsch ist die Saar" (gesungen) (D 1'35) / Ansage (dt/schwed/dän) (D 1'45) / Josef Bürckel (Bevollmächtigter für das Saargebiet): "Mein Führer! Wir stehen alle im Banne des welthistorischen Augenblicks, da ein Volk seine eigene Sprache spricht" / 528 000 Deutsche haben abgestimmt, davon haben sich 90,5 % zu ihrem Vaterland bekannt / Ein tausendjähriger Kampf ist beendet, der Rhein ist Deutschlands Strom und nicht Deutschlands Grenze / "Dieses Volk hat seine deutsche Prüfung bestanden, es blieb stark! / Die Menschen von der Saar, "ihr Glaube ist Deutschland, ihre Treue ist Deutschland!" (D 5'00) / Adolf Hitler (vom Obersalzberg aus): "Deutsche! Ein 15jähriges Unrecht geht seinem Ende entgegen" / Freude über die Rückkehr unserer Volksgenossen / Treue, Opfergeduld und Beharrlichkeit der Deutschen an der Saar / Weder Gewalt noch Verführung hat Euch wankend gemacht im Bekenntnis zu Deutschland / "So spreche ich Euch in Namen aller Deutschen den Dank der Nation aus" (Schluss fehlt) (D 3'35)
    AD 15.01.1934 / DRA Frankfurt B004887805; 25'18"

 

Stand: 22. Dezember 2009

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 30.05.2011
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