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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Louise Schroeder (2. April 1887)

125. Geburtstag am 2. April 2012



Kurzinformationen

Foto: Louise Schroeder und Jakob Steffan während der "Rittersturz-Konferenz" in Koblenz 1948

Louise Schroeder und Jakob Steffan während der "Rittersturz-Konferenz" in Koblenz 1948
Quelle: Wikimedia Commons / Bundesarchiv, B 145 Bild-F046121-0040 / Vollrath / CC-BY-SA

   
Politikerin
  • geboren am 2. April 1887 in Altona
  • gestorben am 4. Juni 1957 in West-Berlin

 
 
 
 

Hörzitat (3'14") aus: Dokument
DRA Frankfurt B004893520



Als Tochter eines sozialdemokratischen Bauarbeiters interessierte sich die spätere Berliner Oberbürgermeisterin und Bundestagsabgeordnete bereits früh für sozialpolitische Themen und gehörte als eine der wenigen Frauen zunächst der Weimarer Nationalversammlung und später als Abgeordnete für den Wahlkreis Schleswig-Holstein dem Reichstag (1920-33) an. Von 1923 bis 1925 als Vorsteherin des Altonaer Pflegeamtes, hatte sie wesentlichen Anteil an der Gründung der "Arbeiterwohlfahrt" und blieb bis zur "Machtergreifung" der Nationalsozialisten deren Vorsitzende in Schleswig-Holstein. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sämtlicher öffentlicher und sozialfürsorglicher Ämter beraubt, knüpfte sie nach Kriegsende wieder aktiv an ihr früheres politisches und soziales Engagement an. Sie wurde zunächst in den Vorstand der Berliner Sozialdemokraten und nachfolgend in die Stadtverordnetenversammlung gewählt, bevor sie im Auftrag der Alliierten Kommandantur von Mai 1947 bis Dezember 1948 als Berliner Oberbürgermeisterin amtierte. Louise Schroeder vertrat damit Ernst Reuter, der auf Drängen der russischen Behörden sein Amt als Oberbürgermeister vorerst nicht antreten durfte. Durch ihr beherztes Auftreten gegenüber den alliierten Behörden und während der Zeit der Berlin-Blockade sowie durch ihr leidenschaftliches Eintreten für die Nöte und Sorgen der Bevölkerung erlangte sie in und außerhalb von Berlin große Beliebtheit.


Aufnahmen

  • Ansprache nach der Münchener Ministerpräsidentenkonferenz an die Bevölkerung Berlins
    Louise SCHROEDER (Oberbürgermeisterin von (West-)Berlin): Habe die Konferenz nicht verlassen / Direkte Lösung materieller Schwierigkeiten war nicht zu erwarten gewesen/ Es sei ein neues Band geknüpft worden zwischen den Ministerpräsidenten, die für das Wohl des durch Nationalsozialismus und Krieg zerrissenen deutschen Volkes verantwortlich seien / Bedauere die Abreise der ostdeutschen Teilnehmer noch vor Beginn der Sachdiskussion / Hoffe, daß die erreichte Verständigung sich auf das ganze Volk ausdehnen lasse / Tagungsthemen seien Ernährung, Kriegsgefangene und Entnazifizierung gewesen/ Appelliere an das Verständnis der Besatzungsmächte / Hoffe auf ein Treffen aller deutschen Länderchefs in Berlin / Sei die einzige Frau auf der Konferenz gewesen / Aufruf an die Berlinerinnen zur politischen Arbeit
    AD 07.06.1947 / DRA Frankfurt B004886755; 11'29"

  • Kundgebung der SPD in Berlin (Messehalle am Funkturm) für die Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung am 5. Dezember 1948
    Darin: Louise SCHROEDER (Berliner Oberbürgermeisterin): Die SED nimmt nicht an der Wahl teil / Der sowjetische Stadtkommandant hat gestern den Ostmagistrat anerkannt / Die SED arbeitet mit den Mitteln der persönlichen Verunglimpfung / Die Magistratsangestellten sind den Verlockungen des Ostmagistrats nicht erlegen / "Wer uns den Willen zum Krieg vorwirft - wie der sog. Oberbürgermeister Ebert - spricht bewußt die Unwahrheit" / Bedeutung der Wahlen am kommenden Sonntag / Über die Spaltung Berlins / Bedeutung der Luftbrücke für die Ernährung der (West-)Berliner / Die Welt hat Berlin und Deutschland wieder achten gelernt / Aufruf zur Teilnahme an den Wahlen (Beifall) (D 15'35)
    AD 03.12.1948 / DRA Frankfurt B004886325; 28'20"

  • Kundgebung auf dem Rudolf-Wilde-Platz in (West-)Berlin anläßlich der Aufhebung der Berliner Blockade und der Beschlußfassung über das Grundgesetz
    Ernst REUTER (Oberbürgermeister von (West-)Berlin): Schändliches Verhalten der Sowjetunion nach 1945 / Leistungen der Berliner Frauen während der Blockade / Unterstützung Berlins durch die demokratischen Kräfte in aller Welt / "Schickt alle Grotewohls und Piecks kostenlos ins Paradies" / Ziel ist ein wiedervereinigtes demokratisches Deutschland / "Wir schaffen das neue, das bessere Berlin" (Beifall) (D 11'00) / Konrad ADENAUER (Präsident des Parlamentarischen Rates): Moralische und materielle Unterstützung Berlins durch Westdeutschland / Historische Mission Berlins / Das Grundgesetz gilt noch nicht für Berlin / Verbundenheit mit Berlin, "komme was da kommen mag" (D 2'35) / Carlo SCHMID (Vorsitzender des Hauptausschusses des Parlamentarischen Rates): Dank an die Berliner Mitglieder des Parlamentarischen Rates / Nicht nur Deutschland, vielleicht die ganze westliche Welt bezieht moralische Kalorien aus Berlin / Die Berliner haben Deutschland wieder Achtung im Ausland verschafft / Gegen eine Einigung in Paris, die zu einer Bolschewisierung Berlins oder Ostdeutschlands führt / Für freie Wahlen in der SBZ / "Weg mit der neuen Gestapo, weg mit den neuen KZs" / Berlin hat durch seinen Widerstand die Solidarität der großen Demokratien geschaffen / Es hat bewiesen, daß die Freiheit, die sich verteidigt, stärker ist als die Gewalt, die angreift / "Es lebe die Freiheit, es lebe die Republik Deutschland" (Beifall) (D 13'30) / Jakob KAISER (CDU): Berlin war entscheidend an der Gestaltung des Grundgesetzes beteiligt / Bonn hat das Schicksal Berlins nicht vergessen / Auf die Gebiete jenseits von Oder und Neiße darf nicht verzichtet werden (D 6'30) / Otto SUHR (Stadtverordnetenvorsteher): Einberufung der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlußfassung über das Grundgesetz / Berlin wird bald die Hauptstadt eines vereinigten Deutschlands sein (D 1'45) / Ernst REUTER: Erinnert an die Freiheitskundgebung vom September 1948 / Warnung an die kommende Pariser Außenministerkonferenz: "Niemals darf diese Stadt verkauft werden" / Der Kampf um Berlin geht weiter: 'Wir wollen endlich unsere Stadt aufbauen' / "Wir wollen von unserer eigenen Hände Arbeit leben" / Appell an die Bevölkerung im Osten Berlins: "Lasst Euch keinerlei Unterdrückung mehr gefallen" / Errichtung eines Denkmals für die gefallenen Luftbrücken-Piloten / "Berlin - ein Bollwerk der Freiheit" (D 15'10) /
    Hörzitat (3'14"):Louise SCHROEDER (Berliner Bürgermeisterin): Der Sieg wurde nicht mit Gewalt, sondern durch Tapferkeit, Zusammenhalten und Treue erzielt / Die Frauen Berlins werden sich am Wiederaufbau ihrer Stadt entscheidend beteiligen (D 5'00)
    AD 12.05.1949 / DRA Frankfurt B004893520; 69'02"

  • Stadtverordnetenversammlung von (West-)Berlin. 2. Wahlperiode. 24. Sitzung
    Darin: Louise SCHROEDER (Bürgermeisterin): Bedauere, daß in Berlin nicht gewählt werden darf / Anspruch Berlins, als gleichberechtigter Teil Deutschlands angesehen zu werden / Forderung nach mehr Arbeit für Berlin / Kohlennot / Wohnungsnot / Berlin könne nicht zu lange auf Hilfe warten / Die Hauptstadt-Funktion Berlins müsse realisiert werden / Tag der deutschen Einheit sei nicht in zu weiter Ferne / Forderung nach Freilassung der Kriegsgefangenen / Zum Schreiben der drei Militärgouverneure / Gegen einen neuen deutschen Nationalismus / Die deutsche Einheit würde den Frieden in der Welt fördern (D 24'50)
    AD 14.08.1949 / DRA Frankfurt am Main B004885406; 62'00"

  • Gespräch mit der ehemaligen stellvertretenden Berliner Oberbürgermeisterin Louise Schroeder anläßlich ihres 65. Geburtstages
    Ihr soziales Interesse rührt daher, daß sie jüngstes von acht Kindern eines Arbeiterehepaares in Altona war und viel Not kennenlernte / War zur Zeit des 1. Weltkrieges "Pazifistin reinsten Wassers" und arbeitete in der Armenpflege und der Kriegswohlfahrt / Sozialdemokratin wurde sie schon vor dem Krieg / Als 1918 Frauen das Wahlrecht bekamen, war sie eine der ersten Frauen in der Weimarer Nationalversammlung / Stellte ihre politische Arbeit auf soziale Gesetzgebung ab / Wurde Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt / 1933 bedeutete das Ende ihrer politischen Tätigkeit / Arbeitete in der Nazi-Zeit nur für ihr "täglich Brot"/ War 1938 in Berlin, um politischer Verfolgung in ihrer Heimat zu entgehen / Dort waren die Kriegsfolgen am schwersten zu tragen, seitdem fühlt sie sich der Berliner Bevölkerung "im Innersten verhaftet" / Wurde Stadtverordnete und Bürgermeisterin / Möchte die Kameradschaft der Berliner während dieser Zeit nicht missen / Tritt dafür ein, dass alle Frauen und Männer sich mit Politik befassen: Das sei „das Wesen der Demokratie“ / Konnte nur unverheiratet und ohne dass sie sich um Mann und Kind kümmern musste, politisch arbeiten / Zusammenarbeit mit anderen Menschen habe ihr viel Freude bereitet
    AD 02.04.1952 / DRA Frankfurt B006698695; 12'15 "

 

Siehe auch die DRA-CD:

CD-Cover Frauenstimmen 1908-1997

Erschienen in der Reihe "Stimmen des 20. Jahrhunderts". Eine Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin, des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart und des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam - Babelsberg.

 

Stand: 14. März 2012

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 24.07.2012
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