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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag des Schriftstellers Erwin Strittmatter (14.08.1912)

100. Geburtstag am 14. August 2012



Kurzinformationen

Foto: Portrait von Erwin Strittmatter

Schriftsteller Erwin Strittmatter, 1980er Jahre
Foto: Barbara Köppe

 
Schriftsteller
  • geboren am 14. August 1912 in Spremberg
  • gestorben am 31. Januar 1994 in Schulzenhof

 
 
 
 
 
 
 

Hörzitat 1 (2'16") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001908607


Hörzitat 2 (2'16") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001966074



Erwin Strittmatter wurde in Spremberg als Sohn eines Bäckers mit einem kleinen Krämerladen geboren und zählt zu den bekanntesten Schriftstellern der DDR. Seine Kindheit verlebte Strittmatter in dem kleinen Dorf Bohsdorf nahe Spremberg in der Niederlausitz. Die Erlebnisse dieser Zeit spiegeln sich in der Romantrilogie "Der Laden" wieder, mit der er der deutsch-sorbischen Kultur ein Denkmal setzte.

Über viele berufliche Umwege kam er zum Beruf des Schriftstellers. Er war als Bäcker, Kellner, Hilfsarbeiter, Tierpfleger und nach dem Zweiten Weltkrieg u.a. als Zeitungsredakteur in Senftenberg bei der "Märkischen Volksstimme" tätig.

1954 zog er mit seiner Frau, der Lyrikerin Eva Strittmatter, nach Schulzenhof bei Dollgow, wo er bis zu seinem Tode Pferde züchtete und schrieb.

Strittmatter war ein unbequemer Dichter, um seine Bücher "Tinko", "Ole Bienkopp" oder "Der Wundertäter" gab es zu ihrer Zeit heftigen kulturpolitischen Streit.
Er gehörte zu den Autorinnen und Autoren der DDR, die mit ihren kritischen und ermutigenden Botschaften eine große Zahl von Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten erreichten.

Mit seinen Kurzprosabänden wie "Schulzenhofer Kramkalender", Ein Dienstag im September“ und den "Nachtigall-Geschichten" hat Strittmatter ein Stück DDR-Literaturgeschichte geschrieben.

Strittmatter geriet in die Kritik, als bekannt wurde, dass er ab 1941 in einer Einheit der Ordnungspolizei, unterstellt der Waffen-SS, gedient hatte. Diese Zugehörigkeit sowie seine Mitarbeit als Informant für die Staatssicherheit hat Strittmatter zeit seines Lebens verschwiegen. Das haben ihm viele seiner Leser übel genommen.

Anfang 2012 hat z.B. die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Spremberg, deren Ehrenbürger Strittmatter seit 1988 war, beschlossen, dass es anlässlich seines 100. Geburtstages  keine offizielle Ehrung geben soll.

Erwin Strittmatter starb am 31. Januar 1994 auf seinem geliebten Schulzenhof bei Dollgow.


Tondokumente in Auswahl

  • Erwin Strittmatter liest aus seinem Buch "Tinko"
    SD 03.06.1954 / DRA Babelsberg K003064827; 16'17"

  • Trauerfeier für Bertolt Brecht im Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm
    Erwin Strittmatter spricht das Gedicht "Anmut sparet nicht noch Mühe" von Bertolt Brecht / Gedenkrede von Strittmatter: Brecht wusste, wie man der Wahrheit ein schlichtes Wortgewand webt, wie man verwirrende gesellschaftliche Vorgänge erklärt, wie man die einfachen Forderungen der Arbeiter in die Kunst erhebt / Brechts Freundschaft war Arbeit, humorvolle Güte, beißender Spott / Brechts Mahnung, die "Weisheit des Volkes" zu studieren //
    SD 18.08.1956 / DRA Babelsberg K001995272; 4'00"

  • Erwin Strittmatter liest aus seinem Buch "Pony Pedro"
    SD 26.12.1959 / DRA Babelsberg K003064845; 28'05"

  • Jugendstunde: Erwin Strittmatter und sein Schaffen
    Erwin Strittmatter liest aus seinem Buch "Pony Pedro" / Strittmatter beantwortet Fragen von Kindern / zum Anliegen seines Buches / erklärt einen Versuch mit seinem Pferd, beruhend auf dem Urtrieb des Pferdes / zur Ausbildung seiner Pferde / zum Anliegen seines Buches, Natur zu beschreiben und Aufzuklären / erklärt, warum ein Schriftsteller ein Buch schreibt / über Gründe für die Wahl seines Berufes, über seinen ersten Roman "Der Ochsenkutscher" / über die Entstehung seines Kinderbuches "Tinko", über das Problem der Kinderarbeit auf dem Dorf / über seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht / über seine Scheu, sein Stück "Katzgraben" Brecht zu zeigen / über die Schwierigkeit, Theaterstücke zu schreiben / zum Problem, für das fertige Buch den Titel zu finden / über den Inhalt seiner Geschichten, die er selbst erlebt hat / Zitat: "Erzeugen eines Buches muss geistige Schmerzen bereiten" //
    SD 23.03.1961 / DRA Babelsberg K001966655; 29'28"

  • Erwin Strittmatter liest aus seinem noch unveröffentlichten Roman "Ole Bienkopp"
    SD 25.12.1961 / DRA Babelsberg K002001672; 28'00"

  • Werkstattgespräch mit Erwin Strittmatter
    Zum Thema "Schriftsteller an die Basis", zu Gründen für seinen Umzug nach Dollgow / zur vorgefassten Meinung der Journalisten über ihn nach der Bitterfelder Konferenz / zur "Vulgarisierung" des Bitterfelder Weges / zur Poetisierung des Arbeitsplatzes / zu Orten und Figuren in seinem Roman "Ole Bienkopp" / zum Finden des Themas, des Helden oder des Konflikts für einen Roman /
    Hörzitat 1 (2'16"): zum Motiv für "Ole Bienkopp" / zu Erfahrungen aus zuvor geschriebenen Romanen / zu stilistischen Möglichkeiten / zu Texten, die er vor seinem ersten Roman "Ochsenkutscher" geschrieben hat / zur Gefahr der verfrühten Veröffentlichung mancher Schriftsteller / zum Kontakt mit seinen Lesern / zur Betrachtung des Gesamtwerkes / zu Neuschöpfungen von Wörtern / zur landschaftlichen Verwurzelung der Romanhelden / zu gegenwärtigen Arbeiten, z.B. die Arbeit an einem Kalenderbuch //
    SD 17.03.1964 / DRA Babelsberg K001908607; 38'56"

  • Bitterfeld - 5 Jahre danach
    Schriftsteller äußern sich zur bevor stehenden Zweiten Bitterfelder Konferenz

    Erwin Strittmatter über die vorgefasste Meinung von Reportern über seine Art des Bitterfelder Weges / zur Vulgarisierung des Bitterfelder Weges / zur Notwendigkeit der Poetisierung //
    SD 12.04.1964 / DRA Babelsberg K001988150; 3'15"

  • Erwin Strittmatter liest aus "Der neue Mensch", "Pony Pedro" und "Der Wundertäter"
    Lesung und Gespräch des Autors mit Berliner Schülern
    Lesung der Erzählung "Der neue Mensch" / Lesung aus der 1959 erschienenen Erzählung "Pony Pedro" / Gespräche zwischen Erwin Strittmatter und Berliner Schülern über seine schriftstellerische Arbeit / Lesung aus dem Roman "Der Wundertäter", (dazwischen wird die Biographie Erwin Strittmatters vorgestellt) //
    SD 21.08.1964 / DRA Babelsberg K001966613; 25'22"

  • Erwin Strittmatter liest aus dem Erzählband "Ein Dienstag im September" die Erzählungen "Kraftstrom" und "Der Soldat und die Lehrerin"
    SD 25.04.1970 / DRA Babelsberg K001879659; 74'38"

  • Erwin Strittmatter liest aus seinem Roman "Der Wundertäter", II. Teil
    SD 12.08.1972 / DRA Babelsberg K001958030; 7'50"

  • Erwin Strittmatter "Der Laden", Teil II
    Hörzitat 2 (2'16"): Autorenlesung und Gespräch mit Arno Mohr über Strittmatter
    SD 15.08.1986 / DRA Babelsberg K001966074; 58'50"

  • Erwin Strittmatter "Der Ochsenkutscher"
    Lesung / Einführung von Uwe Kant / Fortsetzung der Lesung aus dem Roman "Der Ochsenkutscher" //
    SD 04.10.1989 / DRA Babelsberg K001716132; 14'28"

 

Stand: 6. Juli 2012

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 06.07.2012
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