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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Gerhart Hauptmann (15.11.1862)

150. Geburtstag am 15. November 2012



Kurzinformationen

Foto: Gerhart Hauptmann anlässlich eines "Mikrophonbesuchs" 1942

Gerhart Hauptmann anlässlich eines "Mikrophonbesuchs" des Rundfunks am 11.06.1942. Diesem Besuch konnten bisher keine bekannten Tonaufnahmen zugeordnet werden.
Foto: Valentin Kubina / RRG

  Schriftsteller, Dramatiker
  • geboren am 15. November 1862 in
    Ober Salzbrunn / Schlesien
  • gestorben am 06. Juni März 1946 in
    Agnetendorf / Schlesien

 

Hörzitat (2'11") aus: Dokument
DRA Frankfurt K000625175



Gerhart Hauptmann wurde durch seine Dramen "Vor Sonnenaufgang" (1889), "Die Weber" (1892) und "Der Biberpelz" (1893) bekannt und zu einem Hauptvertreter des Naturalismus in Deutschland. 1912 erhielt er anlässlich seines 50. Geburtstags den Nobelpreis für Literatur zugesprochen (100. Jahrestag in diesem Jahr).
Während Hauptmann durch seine sozialkritische Haltung Distanz zum Kaiserreich einnahm, entwickelte er sich während der Weimarer Republik zum Repräsentanten der Deutschen Literatur im In- und Ausland. Zum Nationalsozialismus blieb der alternde Dichter auf Distanz, die für die Zeitgenossen jedoch nur schwer wahrzunehmen war.

Die folgende Aufstellung umfasst alle im DRA verfügbaren Originaltonaufnahmen mit Gerhart Hauptmann, neben Rundfunkproduktionen auch einige Schallplattenaufnahmen, in denen er eigene Werke vorträgt. Ort, Zeit und Umstände der Aufnahmen sind nicht in allen Fällen bekannt.
Mit Ausnahme des Rundfunkvortrags vom 13.11.1937 wurden alle Aufnahmen 1999 vom Hörverlag in Zusammenarbeit mit dem DRA unter dem Titel "Gerhart Hauptmann. Der Biberpelz, Reden" kommentiert auf Audio-CD veröffentlicht.

 

Aufnahmen

  • Über die Zukunft der deutschen Literatur und des deutschen Volkes
    Gerhart Hauptmann: "Man kann an die Zukunft der deutschen Literatur nicht denken, ohne an Deutschlands Zukunft zu denken. Und an diese wird man mit Sorge denken. Unser Vaterland steht im Zeichen einer Umbildung, deren rapides Tempo an den Ablauf eines Fiebers erinnert, und wir wissen nicht, welches Ende die gefährliche Krise, zu der es hindrängt, nehmen wird. Wenn man in der Geschichte liest, so macht es allerdings den Eindruck, als ob Krisen im Völkerleben nicht die Ausnahmen, sondern die Regel seien. Oft genug scheint es, wenn äußere Krisen die inneren, innere Krisen immer wieder die äußeren ablösen, durchaus als Wunder, dass der Staat nicht zugrundegeht. Im Falle Roms ist er sogar trotzdem zu weltumspannender Herrschaft gelangt. Einen solchen Weg freilich suchen wir nicht, denn dieser Weg ist ein Kreuzträgerweg. Welchen anderen jedoch suchen wir? Weg hin, Weg her, das höchste Ziel winkt jedenfalls auf dem Wege der Humanität und auf diesem sind ganz allein die Künste des Friedens wägbarer.
    Wenn man über die Blätter des Buches der Geschichte von oben nach unten eine Mittelinie zieht und auf die geteilten Flächen links das Böse, rechts das Gute rubriziert, so werden - unter anderem - links die Kriege, rechts - unter anderem - Werke der Kunst, Erfindungen und Entdeckungen einzuzeichnen sein. Dem blutigen, dem unfruchtbaren Einerlei der linken Rubrik wird die unendliche Vielfalt ein Füllhorn des Segens der rechten Rubrik gegenüberstehen. Diese rechte Rubrik, in der alle höchste Kraft der Menschheit beschlossen ist, fasse ich in ihrer Ganzheit als das Gebiet der Humanität. Wer diese Rubrik wahrhaft zu lesen vermag und die übermenschliche Begnadung des Menschengeschlechtes erkennt, die sie predigt, der wird sich allerdings auch gestehen, dass er ihrer noch nicht einmal inne, geschweige würdig geworden ist.
    So ist es mit dem Dummstolz auf jene Erfindungen, die den Triumph des letzten Jahrhunderts bedeuten, nicht getan. Solche Göttergeschenke verpflichten. Diese ungeheuren, übermenschlichen Mittel können uns nur zu einem göttlichen Zwecke verliehen sein. Die Menschheit muss weiter, weiter empor, und wir Deutschen müssen weiter empor und voran gehen. Wir haben Lehrer, wir haben Führer in Gegenwart und Vergangenheit, deren Amt erst beginnen muss. Mit den lebendigen Toten in Reih' und Glied sehe ich den wahren Ruhmesweg der künftigen deutschen Literatur, die schreiten wird mit dem höchsten Ziel im Auge. Hoffen wir, hoffen wir also auf sie und dass sie über den Fortschritt fortschreite. Und zu diesem Behuf erstehe endlich uns allen, was der Dichter Novalis ersehnt: 'eine neue, göttliche Weltinspiration'!" (Autophon-Aufnahme Wilhelm Doegen)
    AD 16.11.1922 / DRA Frankfurt K000729049; 4'10"

  • Festakt zum vierzigjährigen Bestehen der Berliner Volksbühne
    Rede von Gerhart Hauptmann
    Hörzitat (2'11"): Volksbühne steht in der Tradition von Goethe, Schiller und Lessing / Theater ist ein unumgängliches Kulturelement im deutschsprachigen Raum / Zitiert aus Richard Wagners Schrift "Die Kunst und die Revolution" / Das Kunstwerk der Zukunft muss den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalität umfassen / Das deutsche Theater ist ohne ein höchstes Begehren nicht zu denken (4'10") (Rundfunkaufnahme)
    AD 21.09.1930 / DRA Frankfurt K000625175; (13'04")

  • Über Deutschland
    Rundfunkansprache von Gerhart Hauptmann
    Der geistige Reichtum des Volkes entstammt der jahrtausendelangen schöpferischen Not, der Kraft und Ausdauer, sein Geschick zu ertragen / Schilderung der deutschen Stämme durch Tacitus, der ihre Tüchtigkeit und ihren Freiheitssinn lobt / "Es besteht ein Druck, unter dem wir atmen. Wie Dämonen in Drachengestalt kriechen Parteigespenster ... herum, als ob sie einander verschlingen wollen"
    "Die Herzen empor! Was wir erleben, ist nicht Neues" / Es hat ärgere Zeiten in Deutschland gegeben, und wir haben sie überstanden / Über die Unerschrockenen unserer Zeit wie Lindbergh, Eckener u.a.; zu diesen ungebrochenen und starken Naturen lasst uns aufblicken, sie sind geeignet, uns aufzurichten und uns zu beschämen / "Wir lehnen es ab, uns den allgemeinen Depressionen wehrlos auszuliefern" / "Wir lassen uns von dem Gedanken nicht abbringen, dass ein erhabener hoher und höchster Sinn im Menschenleiden verborgen ist" / Über Beethovens 9. Sinfonie / Wer Beethoven kennt, diesen Deutschen, wird sich schon deshalb glücklich preisen, ein Kind deutschen Geistes zu sein (Rundfunkaufnahme)
    AD 25.06.1931 / DRA Frankfurt K000665329; 20'12"

  • Erklärung an Bord der "Europa"
    Statement von Gerhart Hauptmann
    "Ich stehe im Dienst einer geistigen Mission an die Vereinigten Staaten von Nordamerika, eingeladen vom Präsidenten Butler der Columbia Universität in New York, willkommen geheißen an der Harvard-Universität in Boston, Cambridge sowie in Baltimore und Washington. Ich werde dort von Johann Wolfgang Goethe reden, dessen Werk ein Weltvermächtnis ist. Freilich auch ein Geschenk Deutschlands an die Welt. Für dieses Deutschland und seine unverlierbare geistige Schöpfungskraft werde ich Zeugnis ablegen. Hiermit sage ich an Bord der "Europa", einem Weltwunder, meinem Vaterland Lebe wohl und auf Wiedersehen. Deutschland ist jung, wenn es sich für jung erklärt und wenn es seine berechtigten Hoffnungen über seine Befürchtungen stellt. Ich glaube an Deutschlands ewige Jugend." (Rundfunkaufnahme)
    AD 19.02.1932 / DRA Frankfurt K000734779; 0'58"

  • Vortrag an der New Yorker Columbia Universität zum 100. Todesjahr von Johann Wolfgang von Goethe (Ausschnitt)
    Der Vortrag enthält u.a. einige Rezitationen aus dem "Faust", vor allem den Dialog Faust - Geist: "Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein! ... Du gleichst dem Geist, den Du begreifst, nicht mir!" (Rundfunkaufnahme)
    AD 01.03.1932 / DRA Frankfurt K000717574; 13'01"

  • Ansprache anlässlich der Eröffnung einer Gerhart Hauptmann-Ausstellung in Breslau (Ausschnitt)
    Gerhart Hauptmann: Erinnert an eine Festwoche, die 1922 für ihn veranstaltet wurde, anwesend war auch Reichspräsident Friedrich Ebert / Bekenntnis zu seiner geistigen Geburtsstadt Breslau (Privataufnahme)
    AD 03.09.1932 / DRA Frankfurt K000720780; 2'46"

  • Das Abenteuer meiner Jugend
    Gerhart Hauptmann liest aus seiner 1937 erschienenen Biografie (Schallplattenaufnahme?)
    AD 1937 (?) / DRA Frankfurt K001104037; 4'13"

  • Über seine Komödie "Der Biberpelz"
    "Der Biberpelz" ist ein Kind der märkischen Erde / Alle Gestalten des "Biberpelz" habe ich in Erkner kennengelernt / Über die "Mutter Wolffen", eine zugewanderte Schlesierin / Der Berliner Witz war an der Komödie beteiligt (wahrscheinlich Rundfunkaufnahme)
    AD 11.1937 / DRA Frankfurt K000002273; 1'40"

  • Über den Wert der deutschen Sprache und ihre verbindende Kraft
    Anlässlich seines 75. Geburtstages spricht Gerhart Hauptmann im Deutschen Kurzwellensender zu den Auslandsdeutschen
    Die deutsche Sprache als "Seele" soll von den Auslandsdeutschen bewahrt und gepflegt werden, da sie das National- und Freiheitsgefühl des deutschen Volkes von den Bauernkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg über das Zweite und Dritte Reich gefördert hat. Hauptmann zitiert aus seinem "Florian Geyer", der im Anschluss an die Ansprache gesendet wird: "Deutschland ist ein gut' Land, ist aller Länder Krone" (Rundfunkaufnahme)
    AD 13.11.1937 / DRA Frankfurt K000697387; 10'05"

  • Gruß an die Front
    Gerhart Hauptmann: "Liebe Freunde und Lebenskameraden im Felde. Ich denke Eurer wie ich es oft tue, auch heut'. Heut' hat man mich aufgefordert, zu euch zu sprechen. Dieser Aufforderung bedarf es sonst nicht, denn ich unterhalte mich, wo ich gehe und stehe mit euch. Das liegt daran, dass ich weiß und dass wir wissen, was ihr für uns alle tut. Ich sitze auf dem Arbeitssessel wie immer und bin doch bei euch im Geist und ihr habt es nicht schwer, euch vorzustellen, wie ich in der Heimat lebe. Ihr wisst, ich bin Schriftsteller oder sagen wir in einem wunderlichen Beruf von meiner Jugend an. Man nennt ihn Dichterberuf. Es ist ein Beruf, aber die anderen müssen einen so nennen, man soll sich nicht selbst Dichter nennen, und das tue ich auch nicht. Ich bin nahezu achtzig Jahr, habe begreiflicherweise in diesen acht Jahrzehnten viel erlebt und das Band, das laufende Band meines Lebens ist tausendfach beschrieben. Ich habe im Geiste, so wie jetzt, oft gesprochen, und zwar, da ich diktiere, sehr viel diktiere, in die Feder meiner Sekretäre oder Sekretärinnen. Ich habe da sozusagen unsichtbare dichterische Gestalten sichtbar gemacht. Und deshalb wird es mir auch jetzt nicht schwer, mir euch alle sichtbar zu machen in Liebe und Bewunderung. Denkt auch manchmal meiner und dabei daran, dass wir alle Kämpfer sind. Ich bin Schlesier und ich rede nicht nur zu Schlesiern. Schlesisch ist die Wurzel, der ganze Baum aber ist deutsch. Und so sage ich: Es lebe unser unsterbliches Deutschland." (Rundfunkaufnahme)
    AD 30.05.1942 / DRA Frankfurt K000685328; 3'38"

  • Du weißt nicht, was Du gewesen bist
    Gerhart Hauptmann liest sein Gedicht von 1912 (Schallplattenaufnahme)
    AD nicht bekannt / DRA Frankfurt K001104036; 1'44"

  • In meinem Garten ein wandelnder Baum
    Gerhart Hauptmann liest sein Gedicht von 1935 (Schallplattenaufnahme)
    AD nicht bekannt (1942?) / DRA Frankfurt K001104038; 1'03"


 

Stand: 29. Oktober 2012

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 30.10.2012
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