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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag des Dirigenten Kurt Sanderling (19.09.1912)

100. Geburtstag am 19. September 2012



Kurzinformationen

Foto: Kurt Sanderling während einer Probe mit dem Berliner Sinfonie-Orchester

Kurt Sanderling während einer Probe mit dem Berliner Sinfonie-Orchester am 17. November 1971
Foto: BArch, Bild 183-1990-0518-028/Vera Katscherowski (verehel. Stark)

  Dirigent
  • geboren am 19. September 1912 in Arys
  • gestorben am 18. September 2011 in Berlin

 

Hörzitat 1 (1'46") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001351481


Hörzitat 2 (2'19") aus: Dokument
DRA Babelsberg K003184592



Kurt Sanderling gehört zu den großen Dirigenten des legendären Dirigentenjahrganges 1912. Als junger jüdischer Musiker emigrierte er 1936 in die Sowjetunion. Mit 29 Jahren wurde er neben Jewgeni Mrawinski Dirigent eines der bedeutendsten Orchester der Sowjetunion, der Leningrader Philharmonie.

Die Erfahrungen und Kontakte zu herausragenden sowjetischen Komponisten und Musikern haben Spuren hinterlassen. Seine authentischen Schostakowitsch-Interpretationen als langjähriger Chefdirigent des Berliner Sinfonie-Orchesters (1960-77) oder als Gastdirigent der besten Orchester der Welt setzten Maßstäbe. Erinnert sei an die Uraufführung der Originalfassung des Zyklus "Aus jüdischer Volkspoesie" am 23. September 1963 durch das Berliner Sinfonie-Orchester oder die deutsche Erstaufführung der Oper "Boris Godunow" in der Instrumentation von Dmitri Schostakowitsch an der Deutschen Staatsoper Berlin.
Mit seinem Namen verbinden sich auch unvergessene Aufführungen der klassischen, romantischen, spätromantischen und der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Sein letztes Konzert gab Kurt Sanderling am 19. Mai 2002 im Berliner Konzerthaus noch einmal mit seinem Berliner Sinfonie-Orchester.

 

Aufnahmen

  • Zu Gast bei Prominenten. Kurt Sanderling
    Dietrich Brennecke im Gespräch mit (O-Ton) Kurt Sanderling über die Komplexität der Konzertvorbereitung, der Zusammenstellung eines Konzertplanes / über Bedürfnisse und Ansprüche es Berliner Konzertpublikums, die Interessen des Orchesters bei der Programmgestaltung und über die Fähigkeit der Improvisation / über die Zusammenarbeit mit den Orchestermusikern, Probenarbeit und zur Frage "Kann ein Orchester ohne Dirigenten spielen?" / über seine Vorliebe zur 2. Sinfonie von Sergej Rachmaninow (Gespräch im Wechsel mit Musik, Archivaufnahmen mit Kurt Sanderling) //
    SD 03.12.1962 / DRA Babelsberg K001093230, 48'00"

  • Die Interpretenwerkstatt. Kurt Sanderling
    Dieter Boeck im Gespräch mit (O-Ton) Kurt Sanderling über Interpretation und Werktreue am Beispiel der Rundfunkprobe der Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" von Peter Tschaikowsky
    SD 21.02.1964 / DRA Babelsberg K001351345, 11'50"

  • Orchesterprobe mit dem Berliner Sinfonie-Orchester
    (Mit Unterbrechungen und Erläuterungen des Dirigenten)
    Peter Tschaikowsky: Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia"
    SD 21.02.1964 / DRA Babelsberg K001351346, 56'15"

  • Die Interpretenwerkstatt. Kurt Sanderling
    Dieter Boeck im Gespräch mit (O-Ton) Kurt Sanderling über die Authentizität von Aufführungen und über die Verwendung von gedanklichen Bildern bei der Erarbeitung eines Werkes am Beispiel der Probenarbeit zum 3. Satz der 10. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch
    SD 04.10.1968 / DRA Babelsberg K001351480, 11'00"

  • Orchesterprobe mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig
    Hörzitat 1 (01'46"): (Mit Unterbrechungen und Erläuterungen des Dirigenten)
    Dmitri Schostakowitsch: 3. Satz. Allegretto aus der Sinfonie Nr. 10 e-Moll, op. 93
    SD 04.10.1968 / DRA Babelsberg K001351481, 22'30"

  • Die Leningrader Philharmonie - Porträt eines Orchesters
    Hermann Börner im Gespräch mit dem ehemaligen Dirigenten der Leningrader Philharmonie (O-Ton) Kurt Sanderling:
    über seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Orchester, die für ihn "Liebe auf den ersten Blick" war / über die schicksalhafte Bedeutung des 12. Januar in seiner Karriere / über die besondere Musiziercharakteristik und die Verdienste des Orchesters um bedeutsame Uraufführungen / die Leningrader Philharmoniker als Pflegestätte der westlichen Musikkultur des 19. und 20. Jahrhunderts / über die rege Gastspieltätigkeit ausländischer Dirigenten und die Vielfalt des Repertoires / zum außergewöhnlichen Kunst- und Musikverständnis des Leningrader Publikums und der wachsenden Bedeutung des Moskauer Musiklebens //
    SD 27.12.1971 / DRA Babelsberg K001266571, 13'00"

  • Der Sinfoniker Dmitri Schostakowitsch
    Klaus Richter im Gespräch mit dem Dirigenten (O-Ton) Kurt Sanderling zur überragenden Bedeutung des Sinfonikers Schostakowitsch:
    1. Sinfonie als Bekenntnis / Gattung Sinfonie hatte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts totgelaufen / Diplom und Triumph seiner 1. Sinfonie "... war ein Paukenschlag" / Sinfonie als das Wesentliche seines schöpferischen Musikertums / 10. Sinfonie nimmt besondere Stellung ein / 2. und 3. Sinfonie erreichte nicht die künstlerische Durchschlagskraft und Spontanität / 4. Sinfonie knüpft an Erfolg der 1. Sinfonie an / 5. Sinfonie als Prototyp der Sinfonik des 20. Jahrhunderts. zentrales Thema ist der Antagonismus zwischen Individuum und Gesellschaft ("Die Gesellschaft und Ich oder Ich und die Gesellschaft") / distanziert sich zum Vorwurf, Schostakowitsch schreibe "Parteitagssinfonik"/ wendet sich gegen diejenigen, die in dieser Sinfonie eine "große plakative Ergebenheitsadresse nicht ehrlicher Art" gesehen haben / Versuch der Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Themen / sieht Schostakowitsch als dialektischen Musiker und nicht als "Plakatmusiker" / Sinfonik als Antithese / 10. Sinfonie als "Tauwettersinfonie" //
    SD 16.08.1975 / DRA Babelsberg K002211117, 32'56"

  • Interpreten im Profil. Kurt Sanderling
    Hans-Heinrich Raab im Gespräch mit langjährigen Chefdirigenten des Berliner Sinfonie-Orchesters (O-Ton) Kurt Sanderling:
    über seine Eindrücke zur Wiedereröffnung des Schauspielhauses Berlin und der Wiederbegegnung mit seinem "alten" Orchester / über seinen beruflichen Werdegang und den Stellenwert der praktischen Musikausübung / Anekdote über die "Parsifal"-Aufführung an der Städtischen Oper Berlin mit dem Chordirektor Hermann Lüdecke / über Vorbilder, den überragenden Eindruck von Otto Klemperer mit seiner imposanten Sachlichkeit und über Wilhelm Furtwängler, an dem er das "Philosophieren am Pult" besonders schätzt / seine Leningrader Jahre, "... Leningrad ist die schönste Stadt der Welt ..., wenn die Sonne scheint" und die Begegnung mit Dmitri Schostakowitsch / Bedeutung der sowjetischen Komponisten und der für ihn unbekannten russischen Musikkultur / die Leningrader Philharmonie hat ihn am meisten geprägt / bedeutende Gastdirigenten prägten Leningrad als kulturelles Zentrum / über das besonders begeisterungsfähige Publikum in der Sowjetunion, sein Abschiedskonzert in Leningrad und über das unterschiedliche Publikum in deutschen Städten /
    Hörzitat 2 (02'19"): über die "Modernität von Haydn, die unserem heutigen Lebensgefühl entspricht" / über die "Pariser Sinfonien" und Haydns Experimentierfreudigkeit / über Arnold Schönberg und die 2. Wiener Schule / zur Entstehungsgeschichte der vollendeten Fassung der 10. Sinfonie von Gustav Mahler und den Verdiensten von Deryck Cooke / über Vor- und Nachteile eines "Jet-set-Dirigenten" / sieht sich nicht als Perfektionist, bevorzugt Konzertaufführungen bevor eine Schallplatte produziert wird / führt ein künstlerisches Leben mit Wandlungen, Entwicklungen und Irrtümern / über die Vieldeutigkeit der Musik und zählebige Missverständnisse in der Interpretation / über die beglückende Begegnung mit dem Dirigenten Hermann Abendroth (Gespräch und Musik im Wechsel) //
    SD 25.12.1984 / DRA Babelsberg K003184592, 117'30"

  • Begegnungen im Musikclub des Schauspielhauses Berlin
    Dieter Boeck im Gespräch mit dem Dirigenten (O-Ton) Kurt Sanderling:
    vermeidet Routine beim Standardrepertoire / über Eigenarten seiner Probentätigkeit, in der er eine bildhafte Sprache bevorzugt und mit Assoziationen aus der Gefühlswelt arbeitet / versucht eine Vision des Werkes zu vermitteln / Auseinandersetzung mit einer Zeitungskritik, die anlässlich seines ersten Konzertes mit der Leningrader Philharmonie in Berlin im Mai 1956 erschien / über Noten- und Werktreue, am Beispiel seiner Interpretation der 2. Sinfonie von Beethoven und der 9. Sinfonie "Aus der neuen Welt" von Dvorák / über die Evakuierung der Leningrader Philharmonie nach Nowosibirsk, seine Zusammenarbeit mit Jewgeni Mrawinski und den Umgang mit Kritik / über seine bewusste Entscheidung, mit Eintritt in das offizielle Rentenalter als Chefdirigent des Berliner Sinfonie-Orchesters zurückzutreten / über seine Begegnungen mit Dmitri Schostakowitsch und seine Art, Anweisungen und Kritik zu äußern / sein zwiespältiges Verhältnis zur zeitgenössischen Musik / über die Gefahren der künstlerischen Torheiten im Alter und seinen Rat an junge Dirigenten (Gespräch und Musik im Wechsel) //
    SD 22.04.1985 / DRA Babelsberg K003184413, 59'00"

  • Ad libitum. Konzertreport
    Ulrich Beck im Gespräch mit (O-Ton) Kurt Sanderling über seine Gastspieltätigkeit:
    Rückblick auf die Spielzeit 1988-89 / seine eigenen Grenzen und die Zufriedenheit mit den Konzerten / über sein erstes Auslandsgastspiel 1946 mit der Leningrader Philharmonie nach Finnland und seine Begegnung mit Jean Sibelius / seine Empfindungen und Eindrücke während seiner ersten Konzerttournee nach Berlin im Mai 1956 / Hintergründe für die späte Gastspielreise seines Berliner Sinfonie-Orchesters in die Sowjetunion im Jahr 1976 / sieht Gastspielrepertoire als ärmer und enger an im Unterschied zur Bandbreite des Repertoires, das er als Chefdirigent mit seinem Orchester spielen kann / die Auseinandersetzung mit den Klassikern bereitet ihm zeitlebens Freude und stellt eine Herausforderung dar / zu den unterschiedlichen Arbeitsanforderungen an ein Gastorchester und das eigene Orchester / über die Rolle des Dirigenten und seinen Rechten gegenüber den Musikern / hat Abneigung gegenüber der Wortwahl "man hat ein Stück drauf" / erzählt Missgeschicke und Anekdoten / sieht es nicht als sein Recht und seine Aufgabe an, über andere Künstler zu urteilen (Gespräch und Musik im Wechsel) //
    SD 06.08.1989 / DRA Babelsberg K003184370, 84'40"

 

Stand: 29. August 2012

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 29.10.2012
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