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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag des Schriftstellers Stefan Heym (10.04.1913)

100. Geburtstag am 10. April 2013



Kurzinformationen

Foto: Stefan Heym spricht auf dem Alexanderplatz in Berlin, 4.11.1989

Stefan Heym spricht auf dem Alexanderplatz in Berlin, 4.11.1989
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1104-039 / Link, Hubert / CC-BY-SA

  Schriftsteller
  • geboren am 10. April 1913 in Chemnitz
  • gestorben am 16. Dezember 2001 in Israel

 
 

Hörzitat 1 (1'34") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001864576


Hörzitat 2 (2'55") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001895130


Hörzitat 3 (0'39") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001888456



Stefan Heym wird am 10. April 1913 unter dem Namen Helmut Flieg als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 flieht Stefan Heym nach Prag und siedelt 1935 in die USA über. In Amerika beginnt Heym seine schriftstellerische Karriere und landet mit seinem ersten Roman "Hostages" einen Überraschungserfolg. Durch seinen Eintritt in die US-Armee erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft, verlässt jedoch im Zuge der McCarthy-Ära die USA. Als überzeugter Sozialist siedelt er 1952 in die DDR, nach Ost-Berlin, um. Hier etabliert sich Heym als – auch von staatlicher Seite – anerkannter Schriftsteller, der sich dennoch kritisch und mahnend mit dem Sozialismus in der DDR auseinandersetzt. Es kommt zu Konflikten mit der Staatsführung, etwa um seinen Roman "5 Tage im Juni" über den Volkskaufstand am 17. Juni 1953. Auch die Unterzeichnung der Petition gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann 1976 sorgt für Probleme mit dem DDR-Regime. In der DDR wird Heym schließlich mit einem Veröffentlichungsverbot belegt – einige seiner Werke, etwa "Collin" oder "Schwarzenberg", erscheinen nur im Westen. In der Bundesrepublik wird er zu einem der meistgelesenen DDR-Autoren.

Heym engagiert sich in der DDR in der Bürgerbewegung und spricht am 4. November 1989 auf der Demonstration auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz, wo er als "Nestor" der Bewegung vorgestellt wird. In dieser Rede und als Mitinitiator des Aufrufs "Für unser Land" spricht er sich für einen besseren Sozialismus als Alternative zur Bundesrepublik aus. In der Folgezeit wird Heym vom Fortgang der Revolution und der Konsumwut seiner Landsleute zunehmend abgestoßen und sein vernehmlich geäußertes Missfallen darüber bringt ihm bei seinen Lesern deutliche Kritik ein. Kurzzeitig übt der parteilose Heym ein Amt als Bundestagsabgeordneter aus, verabschiedete sich aber 1995 vom politischen Parkett.
Stefan Heym veröffentlicht seinen letzten Roman im Jahr 2000 – es ist der bereits 1965 abgeschlossenen Roman "Die Architekten", der seinerzeit in der DDR nicht hatte erscheinen dürfen.

 


Aufnahmen

  • Protestdemonstration für die Verwirklichung der Verfassungsartikel 27 und 28 über das Recht auf Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit auf dem Berliner Alexanderplatz
    Auf dem Alexanderplatz reden vor den Demonstranten unter anderem Politiker wie Manfred Gerlach, Günter Schabowski, Markus Wolf, Gregor Gysi, Lothar Bisky und die Schauspieler Steffie Spira, Ulrich Mühe und Jan Josef Liefers sowie Schriftsteller wie Christoph Hein, Christa Wolf, Heiner Müller und Stefan Heym /
    Hörzitat 1 (1'34"): Stefan Heym erinnert an den Vorbeimarsch vor vier Wochen an der Tribüne der DDR-Regierung / heute hier versammelt für einen Sozialismus, der seinen Namen wert ist / es hat sich soviel Unmut und Unwilligkeit im Leben der Menschen angesammelt, sie erklärten "wir sind das Volk" /Sprachlosigkeit wurde überwunden, aufrechter Gang wird erlernt / jetzt muss gelernt werden zu regieren, alle müssen an der Macht teilhaben / Kontrolle der Bürger über die Machthabenden notwendig / Sozialismus nicht denkbar ohne Demokratie / Demokratie heißt "Herrschaft des Volkes"
    AD 04.11.1989 / DRA Babelsberg K001864576; 179'39"

  • Gespräch mit Stefan Heym anlässlich seiner Buchpremiere "Fünf Tage im Juni"
    Stefan Heym über seine Gedanken zur Umwandlung in der DDR / über den Beitrag seines Buches an der Entwicklung in der DDR / über die harte Arbeit an seinem Buch / zweite Fassung enthält Zeugenaussagen und Dokumente über den 17. Juni 1953 / über seine Hoffnung, dass demokratische Forderungen durchgesetzt werden / zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der DDR und die Gefahr durch die Verführung durch Westberlin und Westdeutschland / Quatsch, an die Moral der Menschen zu appellieren / nach ökonomischen Möglichkeiten suchen, die DDR zu erhalten
    SD 23.11.1989 / DRA Babelsberg K002001809; 6'45"

  • Stefan Heym verliest den Aufruf "Für unser Land"
    Hörzitat 2 (2'55"): Stefan Heym verliest einen Appell zur Bewahrung der Eigenständigkeit der DDR
    SD 28.11.1989 / DRA Babelsberg K001895130; 2'55"

  • Gespräch mit Stefan Heym über Wolf Biermanns Äußerungen in der letzten Zeit
    Stefan Heym über seine Freundschaft mit Robert Havemann, bei dem er Wolf Biermann kennengelernt hatte / über die Reaktion von Stephan Hermlin und Stefan Heym auf die Ausbürgerung Biermanns / bezeichnet Biermann als "goldhaarigen Knaben der westdeutschen Literaturschickeria", der sich anmaßt, Urteile und Zensuren über Kollegen aus dem Osten zu geben / kritisiert Biermanns Pauschalurteile über die Menschen in der ehemaligen DDR /
    Hörzitat 3 (0'39"): es ging 1978 nicht um Biermann, sondern um das Prinzip / das Verhalten der Schriftsteller 1978 war ein Schritt auf dem Weg zum selbständigen Denken, war der Anfang zur "Revolution" 1989
    SD 16.11.1991 / DRA Babelsberg K001888456; 6'20"

  • Konstituierende Sitzung des 13. Deutschen Bundestages im Berliner Reichstag
    Redner Stefan Heym: Begrüßung / Benennt die Schriftführer / Hat die Hoffnung, dass die heutige Demokratie doch solider begründet sein möchte als die der Weimarer Republik / Die heutige Krise trifft die gesamte Industriegesellschaft / Fragen der Güterproduktion, der Konsumtion und der Verteilung / Die Menschheit kann nur in Solidarität überleben, das erfordert zuerst Solidarität im eigenen Land / Die Vergangenheitsbewältigung sollte eine Sache des ganzen deutschen Volkes sein / Recht der DDR-Bürger auf die Errungenschaften und Leistungen ihres Lebens / Der Arbeitsplatz war ein Anrecht für Mann und Frau, der Ellenbogen war nicht der wichtigste Körperteil / Die Menschen erwarten von uns, dass wir Mittel finden, die Arbeitslosigkeit zu überwinden, bezahlbahre Wohnungen zu schaffen, die Sicherheit in unseren Städten zu garantieren / Dies kann nicht Angelegenheit einer Partei allein sein / Plädoyer für eine Koalition der Vernunft, die eine Koalition der Vernünftigen voraussetzt
    AD 10.11.1994 / DRA Frankfurt K00633699; 23'13"

 

Stand: 21. März 2013

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 21.03.2013
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