Direkt zum Inhalt springen. Alternativ zur Kopf-Navigation ist die Sitemap zu empfehlen
Bestände
Nutzung
Online-Dienste
Publikationen
Rundfunkgeschichte
Das DRA
Vor 1945 / BRD
DDR
Digitalisierte Bestände
Weitere Bestände
Tonaufnahmen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Hörfunk
Geräusche
Fernsehen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Schriftgut-Bestand des RIAS
Schriftgut-Bestand des SFB
Service
Findmittel
Benutzungsordnung
Audio/Hörfunk
Fernsehen
Bildarchiv
Schriftgut
Printmedien
Personen/Ereignisse
Hinweisdienste
Themenportal
Bestandsinfos
Register
Datenbanken
Termindienste
Das besondere Dokument
Spezial
Spezial multimedial
Archiv
Schwarzer Kanal
Fernseh-Krimis
Zuschauerforschung
Hörerforschung
ARD-Intern
ARD-Hörspiel-DB
ABC der ARD
Chronik der ARD
weitere Datenbanken
Personen
Ereignisse/Themen
Bücher
CDs
DVDs
Radio-Geschichte
Schriftsteller im Rundfunk
Bildergalerie
Ausstellung
Rundfunk vor 1933
O-Ton in der NS-Zeit
Schallaufzeichnung
Autorenregister:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Suche
Rundfunk bis 1945
Rundfunktechnik
Plakate DDR-FS
Wimpel DDR-FS/HF
Aufgaben und Ziele
Chronik
Standorte
Kooperationspartner
Ausbildung und Jobs
Informationstechnologie
Redaktion ARD-Publikationen
ZSK
1950-1959
1960-1969
1970-1979
1980-1989
1990-1999
2000-2011
Deutscher Bundestag
DHM
Netzwerk Mediatheken
Verlage
Ausbildungsprojekte
Ausbildungsmöglichkeiten
Jobs
AKTUELLESTERMINE
| SUCHE | Links | FAQs | Newsmail | Kontakt | Sitemap | Siteinfo
 

Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Jakob Kaiser (08.02.1888)

125. Geburtstag am 8. Februar 2013



Kurzinformationen

Foto: Portrait von Jakob Kaiser 1950

Jakob Kaiser 1950
Foto: Bundesarchiv, B 145
Bild-P001516 / CC-BY-SA

 
Gewerkschafter, Widerstandskämpfer, CDU-Politiker in Ost und West, Bundesminister
  • geboren am 08. Februar 1888 in Hammelburg
  • gestorben am 07. Mai 1961 in Berlin

 
 
 
 

Hörzitat 1 (0'49") aus: Dokument
DRA Frankfurt K000723480


Hörzitat 2 (0'55") aus: Dokument
DRA Frankfurt K000732747



Jakob Kaisers politischer Lebensweg beginnt in der Weimarer Republik in der katholischen Zentrumspartei und bei den Christlichen Gewerkschaften. Noch im März 1933 für das Zentrum in den Reichstag gewählt, schließt er sich 1934 dem gewerkschaftlichen Widerstand gegen das NS-Regime an und verbringt 1938 mehrere Monate in Gestapo-Haft. 1941 kommt er in Kontakt mit dem militärischen Widerstand. Nach dem gescheiterten Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 kann er sich bis Kriegsende verstecken, während seine Familie in Sippenhaft genommen wird.
Nach dem Krieg ist Jakob Kaiser unter den Gründern der CDU in der sowjetischen Besatzungszone. Er gilt als linker Kontrahent Konrad Adenauers und arbeitet gegen die sich abzeichnende Spaltung Deutschlands. Im Dezember 1947 wird er von der sowjetischen Militäradministration als Vorsitzender der Ost-CDU abgesetzt und siedelt nach West-Berlin über. Kaiser gehört 1948/49 dem Parlamentarischen Rat an. 1949-1957 ist er Mitglied des Bundestages und Minister für gesamtdeutsche Fragen. 1954 gehört er zu den Mitbegründern des "Kuratoriums Unteilbares Deutschland". In der CDU ist Kaiser 1949-1958 Vorsitzender der Sozialausschüsse, 1950-1958 außerdem stellvertretender Vorsitzender der CDU. Nach seinem Ausscheiden wird er ihr Ehrenvorsitzender.
Tonaufnahmen von Jakob Kaiser sind erhalten sowohl aus seiner Zeit als Vorsitzender der Ost-CDU wie auch aus der Zeit als Deutschland-Politiker in Westdeutschland.

 


Aufnahmen

  • Erste Delegiertenkonferenz des FDGB von Groß-Berlin im Admiralspalast
    Darin: Referat von Jakob Kaiser über die Einheit der deutschen Gewerkschaftsbewegung (29'00)
    AD 02.-03.02.1946 / DRA Babelsberg K001815370; (542'00)

  • I. Parteitag der CDU in Berlin
    Darin: Referat von Jakob Kaiser zum Thema "Deutschland und die Union" (72'00)
    AD 16.-17.06.1946 / DRA Babelsberg K001863892; (923'00)

  • Kundgebung der Unabhängigen Gewerkschafts-Opposition in Berlin, Kliems Festsäle
    Jakob Kaiser (CDU): Zur Gewerkschaftssituation in Berlin / War immer ein Vorkämpfer der Gewerkschaftseinheit / Die Wahlen auf der Stadtkonferenz (des FDGB am 23. Mai) werden keinen Bestand haben / "Wir haben eine deutsche Bewegung zu sein" / Die neue Ordnung in Deutschland darf weder kommunistisch noch liberalistisch sein / Die Gewerkschaften dürfen nicht Hilfstruppen für den Sieg des Kommunismus sein (8'00)
    Otto Suhr (SPD): Rechtsfragen sind zu Machtfragen geworden / Bei bleibender Geschlossenheit wird der Kampf um die Berliner Gewerkschaftseinheit siegreich fortgesetzt werden können / Die Beschlüsse und die Wahlen, die auf der Stadtkonferenz zustande kamen, sind rechtsungültig / Für die Bestellung eines Verwesers (4'15)
    AD 26.05.1948 / DRA Frankfurt K000723260; 13'45

  • Ansprache von Jakob Kaiser auf einer CDU-Kundgebung in Berlin-Tempelhof
    Der Sitz der provisorischen Regierung Westdeutschlands muss in der Nähe der Zonengrenze liegen / Berlin muss besser heute als morgen wieder unbestrittene Hauptstadt Deutschlands werden / "Berlin ist der Probefall. Berlin ist heute zum Prüfstein für den Friedenswillen der Welt geworden" /
    Hörzitat 1 (0'49"): Die sowjetische Politik ist ein Hohn auf die Friedenssehnsucht Deutschlands und der Welt / "Die Methoden ihrer Politik sind ein Hohn auf die Ideen, die im Kampf gegen Hitler so laut verkündet worden waren: auf Frieden, auf Freiheit und auf Menschenwürde" / Die Sowjetunion will Berlin beherrschen, Deutschland und Europa / Für eine Verständigung mit der Sowjetunion, aber gegen eine Bolschewisierung Deutschlands / Der Kommunismus wäre in Deutschland längst kein Problem mehr, wenn nicht die Sowjetunion hinter ihm stände
    AD 17.10.1948 / DRA Frankfurt K000723480; 5'12

  • Jakob Kaiser zu den Aufgaben des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen
    Pflege der deutschen Zusammengehörigkeit / "Die Schatten der deutschen Bevölkerung, die heute noch außerhalb des Bundesgebietes leben muss, sind in Bonn stets gegenwärtig" / Berücksichtigung gesamtdeutscher Interessen muss weiterhin gewährleistet sein / Amt ein "ständiger Mahner für das deutsche Volk" / Anerkennung Berlins als 12. Bundesland / Einheit Deutschlands dient dem Frieden / Überparteilichkeit der Deutschlandpolitik notwendig / Ziel: Die deutsche Wiedervereinigung
    AD 29.09.1949 / DRA Frankfurt K000726734; 7'15

  • Jakob Kaiser auf der CDU-Tagung in Heidelberg
    Fähigkeit und Wille zum Handeln für eine Regierung wesentlich / Verantwortung für den Streit um den Ort der Bundeshauptstadt liegt bei allen Parteien / Fortschritte auf dem Gebiet der Außenpolitik / Anwendung aller demokratischen Mittel zur Wiederherstellung der Einheit Deutschlands / "Deutscher Kernstaat" aus den drei Westzonen gebildet / "Angelpunkt unserer Politik" ist die Verwirklichung demokratischer Prinzipien / "Freiheit und echter sozialer Fortschritt" Kennzeichen der BRD / "Ost- und Mitteldeutschland trotz aller gewaltsamen Trennung wieder näher an das westliche Deutschland herangerückt" / Situation in der Sowjetzone "Werk einer fremden Macht" / Diskreditierung der Unionspolitik gegenüber der Ostzone durch die SPD / Ablehnung der Propaganda / Vorwurf der Kapitulation an die SPD der Ostzone bei ihrer Zwangsverschmelzung mit der KPD zur SED / "Unser Volk will keine nationale Propaganda aus Parteiprestige" / Große Bedeutung der christlich-demokratischen Idee in der Sowjetzone / Zurückweisung der Behauptung Schumachers über die nachteilige Wirkung durch einen Regierungssitz im "katholischen Westen" auf den protestantischen Osten / "Allerdings werden die Träger der christlichen Ideenwelt in der Bundesrepublik hier im Kernstaat, ihre Verbundenheit mit dem schwer leidenden Teil Deutschlands vernehmlich sprechen lassen müssen" / Ein "Rumpfdeutschland" ist nur Teillösung auch in Bezug auf Europa, aber notwendig / Attraktivität des Kernstaats für Ostdeutschland steigt mit seiner wachsenden Anerkennung im Ausland und Selbständigkeit: "umso augenscheinlicher ist seine Gestaltung und seine Geltung als gesamtdeutsche Stellvertretung" / Keine Anerkennung der Ostzone weder durch politische noch durch wirtschaftliche Abkommen / Feier des 32. Jahrestages der bolschewistischen Revolution / Teilnehmer des Deutschlandkongresses des Nauheimer Kreises nicht genügend profiliert / "Mit den Russen kann man überhaupt nur Politik machen, wenn man nicht nur 'ja', sondern auch die Fähigkeit und die Kraft hat, 'nein' zu sagen" / Entwicklung wäre anders verlaufen, wenn man "einiger, geschlossener und entschlossener zusammengestanden hätte" / Harte Erfahrungen der Bevölkerung in der Sowjetzone mit der Diktatur / Amerika Anwalt eines neuen Europas / Reaktion der SPD-Fraktion auf die Pariser Verhandlungen "verderblich für die Interessen unseres Volkes" / Bedeutung des sozialen Fortschritts / Zwangswirtschaft mit Kontingentierung der Produktion und bürokratische Reglementierung der Arbeitskraft "Requisiten des Hitlersystems" / Verwirklichung einer "echten Wirtschaftsdemokratie" durch Mitbestimmung und Mitbeteiligung der Arbeitnehmerschaft / "Freiheit und Sicherheit sind uns Richtbilder für die Prägung einer sozialwirtschaftlichen Form" / Weltanschauliche Verbundenheit unter allen Christlich-Demokraten / Bekenntnis zur politischen Gemeinsamkeit der Konfessionen in der Sowjetzone auf die politische, soziale Tat der Christdemokraten im deutschen Kernstaat / "Wiedervereinigung garantiert erst die wirkliche Freiheit unseres Volkes"
    AD 12.11.1949 / DRA Frankfurt K000723638; 72'10

  • Kommentar von DDR-Staatssekretär Wilhelm Bachen zum "Exilparteitag" der CDU in Westberlin
    Wilhelm Bachen zum sogenannten "Exilparteitag der CDU der Ostzone" / verlogene Darstellung, da DDR-CDU existiert und kurz vorher eigenen Parteitag abgehalten hat / zur Abberufung von Jakob Kaiser als CDU-Vorsitzender und Wahl von Otto Nuschke im Jahr 1948 / zum Verhalten von Ernst Lemmer / zu Delegierten des "Exilparteitages", ihre Funktionen in der DDR und ihre Übersiedlung in die BRD, wie z.B. Georg Grosse, Dr. Gilissen (ph), Josef Rambo, Gerhard Rohner, Ferdinand Friedensburg / Parteitag als Kampfmittel der Kriegshetzer gegen die DDR
    AD 23.09.1950 / DRA Babelsberg K001902220; 11'50

  • Bericht vom Parteitag der Exil-CDU im Berliner Titania-Palast
    Reporter: Motto des Parteitages: "Einheit in Freiheit" (0'30) / Jakob Kaiser (Vorsitzender der Exil-CDU): Grüße an "Sachsen, Mecklenburg, Thüringen ... Königsberg, Breslau, Stettin" / "Eines Tages wird der Stacheldraht wie Spuk verschwinden" (3'35) / N. N.: Verliest eine Erklärung der Exil-CDU / Ost-CDU hat kein Recht, für die CDU zu sprechen / Hat wesentlich christliche Grundsätze preisgegeben / "Würdelose Befehlsempfänger des Sowjetimperialismus" (3'00) / Prof. Gerhard Möbus: Ausschnitt aus einem Referat über Presse und Rundfunk in der Sowjetzone / Presse "unter dem Würgegriff der Gewaltherrschaft" / Kulturelle Sterilität / Bei der Bevölkerung wird der Ostzonen-Rundfunk nicht als deutscher Sender eingeschätzt, sondern als "Radio Moskau in deutscher Sprache" / Zur Rolle des Films (3'15) / Johann Baptist Gradl (Mitglied des Vorstandes der Exil-CDU): Die Bevölkerung der Sowjetzone fragt: "Wann wird die kommunistische Gewalt von uns genommen?" / Das Ausschöpfen aller Möglichkeiten führt zum Aushöhlen der Gewaltherrschaft (3'40)
    AD 24.09.1950 / DRA Frankfurt K000722902; 15'00

  • Rundfunkansprache von Jakob Kaiser zu der sowjetischen Note vom 10. März 1952
    Die sowjetischen Vorschläge belegen, dass die Wiedervereinigung keine rein deutsche Angelegenheit sei / Deutschland muss bei Friedensverhandlungen gleichberechtigter Partner sein, "also kein Diktatfrieden, sondern ein Verhandlungsfrieden" / Vier Stufen führen zu einem Friedensvertrag, u.a. freie Wahlen und Bildung einer gesamtdeutschen Regierung /
    Hörzitat 2 (0'55"): Fraglich, ob Wendepunkt in Ost-West-Beziehungen. "Im Aufbau Deutschlands und in der Stärkung der freien Welt darf nicht nachgelassen werden" / "Es darf keine Möglichkeit versäumt werden, Deutschland zur Einheit in Freiheit und zum endgültigen Frieden zu führen"
    AD 12.03.1952 / DRA Frankfurt K000732747; 6'30

 
 

Ausschnitte aus Reden von Jakob Kaiser befinden sich auch auf den folgenden
DRA-CDs:

CD-Cover 1848 - geteiltes Erbe
Tonaufnahmen aus dem Jahre 1948 (Berlin, Frankfurt - Main) über die deutsche Revolution des Jahres 1848

 

CD-Cover "Nach bestem Wissen und Gewissen"
Die Beratungen zum Grundgesetz im Parlamentarischen Rat 1948/49
 

 

CD-Cover Ein geteiltes Land und seine Hauptstädte

 

 

Stand: 29. Januar 2013

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 29.01.2013
DATENSCHUTZ | IMPRESSUM |  nach oben