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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Wilhelm Marx (15.01.1863)

150. Geburtstag am 15. Januar 2013



Kurzinformationen

Foto: Reichskanzler Wilhelm Marx mit Kabinettskollegen, Abgeordneten und
          Rundfunkvertretern bei seiner Rundfunk-Ansprache zu Weihnachten 1923

Reichskanzler Wilhelm Marx (links) mit Kabinettskollegen, Abgeordneten und Rundfunkvertretern bei seiner Rundfunk-Ansprache zu Weihnachten 1923
Foto: Bundesarchiv, Bild 102-00230 / CC-BY-SA

  Jurist, Zentrumspolitiker, Reichskanzler der Weimarer Republik
  • geboren am 15. Januar 1863 in Köln
  • gestorben am 05. August 1946 in Bonn

 

Hörzitat (1'19") aus: Dokument
DRA Frankfurt K000671213



Wilhelm Marx ist schon im Kaiserreich in der katholisch-politischen Zentrumsbewegung aktiv. Seit 1899 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses wird er 1910 auch Mitglied des Reichstages. Nach der Revolution 1918 wirkt er 1919/20 in der Weimarer Nationalversammlung mit und gehört ab 1920 wieder dem Reichstag an. Auf Grund seiner Fähigkeiten zum Ausgleich wird er 1922 Vorsitzender seiner Zentrumspartei und am 23. November 1923 erstmals Reichskanzler. In seinen beiden Amtszeiten 1923-1925 und 1926-1928 leitet er drei bürgerliche Minderheitskabinette und ein viertes unter Einschluss der rechts-konservativen DNVP. Im konfliktbeladenen politischen Geschehen der Weimarer Republik trägt Marx viel zur Stabilisierung der Verhältnisse bei und hat mit gut drei Jahren als Kanzler die längste Amtszeit. 1925 unterliegt er allerdings Hindenburg bei der Wahl zum Reichspräsidenten, weil ihn das katholische Lager nicht vollständig unterstützt. 1932 scheidet Marx aus der Politik aus.

Die aktive politische Zeit von Wilhelm Marx liegt im Wesentlichen vor Beginn der Aufzeichnung von Rundfunksendungen ab 1929. Es sind nur zwei Originaltonaufnahmen überliefert: Erstens eine Regierungserklärung zur Londoner Konferenz über den Dawes-Plan vom 23. August 1924. Marx nimmt darin Bezug auf zwei zentrale Konfliktthemen der Weimarer Zeit, die Reparationszahlungen und die Besetzung des Rheinlands in Folge des Ersten Weltkriegs und der Versailler Verträge. Die Erklärung wurde mehr als zwei Jahre nach der eigentlichen Rede in Auszügen für die Sammlung Wilhelm Doegen nachgesprochen.
Die zweite Aufnahme ist ein später Debattenbeitrag zur angestrebten Wiederwahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten in der Sitzung des Deutschen Reichstags am 26.02.1932, der von der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft mitgeschnitten wurde, aber nicht zur Rundfunk-Übertragung vorgesehen war. Trotz der spärlichen Überlieferung ist Wilhelm Marx mit der Rundfunkgeschichte eng verbunden als der Reichskanzler, der kurz nach der Einführung des Rundfunks in Deutschland und kurz auch nach seinem eigenen Amtsantritt 1923 als erster Reichskanzler eine Weihnachtsansprache im Rundfunk gehalten hat.

 

Aufnahmen

  • Regierungserklärung im Deutschen Reichstag über die Londoner Reparationskonferenz (Auszüge)
    (Ursprünglich vorgetragen in der Sitzung des Deutschen Reichstags, 2. Wahlperiode, 22. Sitzung vom 23.08.1924)
    "Meine Damen und Herren! Die Reichsregierung tritt vor Sie hin, um Ihnen das Ergebnis der Londoner Konferenz vorzulegen und Ihre Zustimmung zu den Londoner Beschlüssen sowie zu den zu ihrer Durchführung erforderlichen Gesetzen zu erlangen. Die in London gefassten Beschlüsse bestimmen, in welcher Weise das Gutachten der Sachverständigen seine Durchführung finden soll. Das Gutachten der Sachverständigen hat die Reichsregierung in ihrer an die Reparationskommission gerichteten Erklärung als geeignete Grundlage für die Lösung der Reparationsfrage angenommen und die Mehrheit dieses Hauses hat diese Erklärung gebilligt" / Das Dawes-Gutachten wurde als Grundlage zur Lösung des Reparationsproblems anerkannt.
    Hörzitat (1'19"): Unser Ziel war es vor allem, deutsches Land von der Besetzung fremder Truppen zu befreien / Die Räumung der vertragswidrigen besetzten Gebiete innerhalb einer kurzen Frist ist uns nicht gelungen / Hat die Zusage erhalten, dass nach der Unterzeichnung des Londoner Paktes die Zone Dortmund-Hörde-Lünen geräumt wird / Zusagen über weitere Räumungen im Ruhrgebiet durch die französische, belgische und englische Regierung / Auf dem Reichstag liegt eine ungeheure Verantwortung / Die Hoffnungen des besetzten Gebietes dürfen nicht betrogen werden
    AD 12.12.1926 / DRA Frankfurt K000671213; 6'37"

  • Deutscher Reichstag, 5. Wahlperiode, 60. Sitzung vom 26.02.1932
    Paul Löbe (Reichstagspräsident) (D 0'10) / Georg Gottheiner (DNVP): Protest gegen die Übertragung der Reichstagsrede von Reichskanzler Brüning durch den Rundfunk / Vereinbarung im Ältestenrat des Reichstags, keine Reichstagsdebatten durch den Rundfunk übertragen zu lassen / Missbrauch des Rundfunks durch die Reichsregierung zur parteipolitischen Beeinflussung der Bevölkerung (D 2'50) / Paul Löbe: Die Reden im Reichstag werden seit geraumer Zeit auf Schallplatten für Archivierungszwecke, nicht für Rundfunkübertragungen aufgenommen / Im Einzelfall, so auch bei der Rede Brünings, habe er die Genehmigung zu einer Rundfunkübertragung erteilt (D 2'15)
    Alfred Rosenberg (NSDAP): Protest gegen Äußerungen Brünings über die Balten (D 3'15) / Wilhelm Marx (Zentrum): Einstellung des Zentrums zu Reichspräsident von Hindenburg aus Anlass der kommenden Reichspräsidentenwahlen (D 4'30) / Hermann Dietrich (Reichsfinanzminister): Zur Frage der Bankensanierung durch die Reichsregierung / Einsparungsmaßnahmen der Regierung / Größtes Problem: Versorgung der Arbeitslosen / Zurückweisung des Vorwurfs der Wechselreiterei (D 21'15) / Thomas Esser (Vizepräsident des Reichstags) (D 0'20) / Wilhelm Koenen (KPD): Befürwortung des Misstrauensantrags gegen Reichstagspräsident Löbe (D 6'25) / Tumulte / Gesang der Internationale (D 1'50) / Ernst Torgler (KPD): Zur Abstimmungsprozedur (D 0'40) / Thomas Esser: Zur Abstimmungsprozedur (D 0'10) / Wilhelm Frick (NSDAP): Zur Abstimmungsprozedur (D 0'20) / Gregor Strasser (NSDAP): Begründet den Auszug der NSDAP aus dem Reichstag: "Wir lehnen es ab, uns an diesem Affentheater zu beteiligen" (D 1'10) / Tumulte, Sprechchöre durch die Kommunisten: "Tributknechte" (D 1'30) / Johann Leicht (BVP) (D 0'35) / Ernst Torgler: Über den Auszug der NSDAP / "Herrn Thyssens Beifall vor dem Düsseldorfer Industrieclub ist Hitler tausendmal wichtiger als das Schicksal der Werktätigen" / Die NSDAP drückt sich vor Abstimmungen (D 2'20) / Wilhelm Sollmann (SPD) (D 1'50) / Thomas Esser: Abstimmungsprozedur (D 0'40) / Adam Stegerwald (Reichsarbeitsminister): Regelung der Entschädigung für die Hinterbliebenen und Geretteten des Unglücks auf der Karsten-Zentrums-Grube in Schlesien (D 3'00) / Anton Jadasch (KPD): Vorwurf der unzureichenden Entschädigungsregelung durch die Reichsregierung (D 1'20)
    AD 26.02.1932 / DRA Frankfurt K000671362; 57'33"

 

Ausschnitte aus beiden Aufnahmen befinden sich auch auf der DRA-CD:

CD-Cover Die Reichskanzler der Weimarer Republik in Originaltonaufnahmen

 


Protokolle der Reichstagssitzungen s.u.
http://www.reichstagsprotokolle.de/index.html

 

Stand: 19. Dezember 2012

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 22.01.2013
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