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Das aktuelle Ereignis

Bundesrepublik und DDR werden UNO-Vollmitglieder (18.09.1973)

40. Jahrestag am 18. September 2013



Kurzinformationen

Foto: Peter Florin (links) überreicht am 20.09.1973 in New York Kurt Waldheim das Beglaubigungsschreiben

Peter Florin (links), Ständiger Vertreter der Deutschen Demokratischen Republik bei den Vereinten Nationen, überreicht am 20.09.1973 in New York dem UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim das Beglaubigungsschreiben
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-M0921-014 / Fotograf: Joachim Spremberg / Lizenz CC-BY-SA 3.0

 

Hörzitat 1 (0'32") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001932082

Hörzitat 2 (1'13") aus: Dokument
DRA Frankfurt K001202753

Hörzitat 3 (1'43") aus: Dokument
DRA Frankfurt K001202753


Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik traten am 18. September 1973 den Vereinten Nationen bei. Die Aufnahme der beiden deutschen Staaten in der jährlichen Herbstsitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen markiert eine Zäsur im Zeitalter des Kalten Krieges und einen tiefen Einschnitt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bedingt durch den Deutschlandkonflikt und die breite internationale Akzeptanz der Hallstein-Doktrin in den ersten Dekaden der Nachkriegszeit blieb ihnen die Mitgliedschaft in der Weltorganisation bis dahin verwehrt. Erst die Ost- und Entspannungspolitik der sozialliberalen Regierungskoalition der Bundesrepublik ermöglichte die deutsche Doppelmitgliedschaft. Diese entsprach einerseits den seit der Staatsgründung anhaltenden Bemühungen der DDR um internationale Anerkennung und hob andererseits den durch die Bundesrepublik vertretenen internationalen Alleinvertretungsanspruch für das deutsche Volk auf. Mit ihrer Aufnahme wurden beide deutschen Staaten als vollwertige und gleichberechtigte Mitglieder der Vereinten Nationen einander gleichgestellt, mithin übernahmen sie die völkerrechtlichen Verpflichtungen, die die Charta der Vereinten Nationen vorschreibt. Nicht zuletzt schien mit der deutschen Doppelmitgliedschaft die Erwartung der internationalen Völkergemeinschaft verbunden, dass im Zentrum Europas nun Verhältnisse geschaffen seien, die zur Überwindung des Kalten Krieges beitragen und fortan eine friedliche Koexistenz der politischen Lager ermöglichen würden.

 

Fernsehdokumente

  • Aktuelle Kamera – DDR-Delegation vor dem Flug zur 28. UNO-Vollversammlung
    Stellungnahme des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, Otto Winzer, vor dem Flug der DDR-Delegation zur 28. UNO-Vollversammlung.
    SD 15.09.1973 / DRA Babelsberg IDNR 093782; 5'10

  • Aktuelle Kamera – Interview mit Harry Wünsche über Voraussetzungen, die die Aufnahme der DDR in die UNO ermöglichen
    Interview mit dem Präsidenten der Gesellschaft für Völkerrecht in der DDR, Harry Wünsche, über die politisch-rechtlichen Voraussetzungen der Mitgliedschaft der DDR in den Vereinten Nationen.
    SD 18.09.1973 / DRA Babelsberg IDNR 094339; 3'25

  • Aktuelle Kamera – Empfang in der Vertretung der DDR bei der UNO in New York zum Jahrestag der Gründung der DDR
    Festlicher Empfang der Delegation der DDR in der Vertretung der DDR in der UNO in New York anlässlich der Aufnahme der DDR in die Vereinten Nationen und zum 24. Nationalfeiertag der DDR.
    SD 04.10.1973 / DRA Babelsberg IDNR 304456; 0'36

Tondokumente

  • Originalreportage der Eröffnung der XXVIII. Vollversammlung der UNO durch Stanislaw Trepczynski
    Reporter meldet sich aus dem Kuppelsaal der Vereinten Nationen, beschreibt den Saal und zählt einige vertretene Außenminister auf sowie einzelne DDR-Vertreter / Stanislaw Trepczynski (Präsident der XXVII UNO-Vollversammlung) eröffnet die XXVIII. Vollversammlung / Stanislaw Trepczynski (engl, darüber dt Übersetzung): seit 27 Jahren waren Beobachter aus beiden deutschen Staaten in der UNO anwesend, jetzt werden DDR und BRD volle UNO-Mitglieder Reporter: Horst Käubler.
    AD 18.09.1987 / DRA Babelsberg K001932081; 12'14

  • Originalreportage von der Aufnahme der DDR in die UNO
    Hörzitat 1 (00'31): Reporter meldet sich aus dem Kuppelsaal der Vereinten Nationen und berichtet von der Aufnahme der DDR und der BRD in die UNO / beschreibt die Einnahme der Plätze durch die Vertreter der neuen Mitgliedsstaaten / kurzer Rückblick bis zur Aufnahme der DDR in die UNO als souveräner und gleichberechtigter Staat / Leopoldo Benites (engl, darüber dt. Übersetzung) begrüßt die neuen Mitglieder / Jakow Malik (engl, darüber dt Übersetzung): über die Bedeutung der Aufnahme der DDR in die UNO und die friedliebende Außenpolitik der DDR / begrüßt auch die Aufnahme der BRD in die UNO)
    Reporter: Horst Käubler
    AD 18.09.1973 / DRA Babelsberg K001932082; 12'17

  • Originalreportage von der Begrüßung der neu in die UNO aufgenommenen Mitgliedsstaaten durch UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim vor dem UNO-Gebäude
    Reporter über die anwesenden Vertreter der Regierungsdelegationen der DDR, BRD und den Bahamas / Kurt Waldheim (engl): begrüßt die Vertreter der neu aufgenommenen Mitgliedsstaaten / Reporter schildert das Hissen der Flaggen der neuen Mitgliedsstaaten Reporter: Horst Käubler
    AD 19.09.1973 / DRA Babelsberg K001932083; 6'28

  • Vereinte Nationen. Vollversammlung. XXVIII. Session
    Ansprachen anlässlich der Aufnahme der beiden deutschen Staaten in die Vereinten Nationen. /
    Hörzitat 2 (01'10) Walter Scheel (Außenminister der BRD): Zur Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die Vereinten Nationen /
    Hörzitat 3 (01'43) Otto Winzer (Außenminister der DDR): Zur Aufnahme der Deutschen Demokratischen Republik in die Vereinten Nationen

    AD 19.09.1973 / DRA Frankfurt K001202753; 27'52

  • Peter Florin in einem Interview zur Aufnahme der DDR in die UNO
    Peter Florin (Ständiger Vertreter der DDR bei den Vereinten Nationen): "Ich muss sagen, es war ein sehr erhebendes Gefühl, mitzuerleben, wie hier in der Vollversammlung der Vereinten Nationen 131 Staaten für die Mitgliedschaft der Deutschen Demokratischen Republik stimmten. Für mich war es nicht nur interessant, sondern ein beglückendes Gefühl, da ich Zeiten erlebt habe, wo zum Beispiel 1959 die Deutsche Demokratische Republik noch nicht gleichberechtigt am Tisch der Außenminister sitzen durfte und der Außenminister der BRD sogar es ablehnte, den Konferenzsaal zu besuchen. Aber jetzt haben sich die Zeiten geändert, und natürlich war es sehr beglückend zu hören, wie so viele Vertreter der verschiedenen Staaten die Aufnahme der Deutschen Demokratischen Republik als ein großes geschichtliches Ereignis schilderten und die Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik als eine sozialistische Politik würdigten." / Über seine künftige Tätigkeit als Botschafter der DDR bei der UNO / "Als Botschafter der Deutschen Demokratischen Republik bei den Vereinten Nationen werde ich natürlich mich darauf zu konzentrieren haben, im Sinne der Charta der Vereinten Nationen zu wirken, so wie das ja den Grundsätzen unserer sozialistischen Außenpolitik entspricht. Wir sind hier Mitglied der sozialistischen Staatengemeinschaft und werden auch in dem Zusammenhang die Politik der sozialistischen Gemeinschaft vertreten. Dabei gehen wir davon aus, dass die Vereinten Nationen in erster Linie berufen sind, als größte Staatenorganisation sich für Frieden und Sicherheit einzusetzen. Dem Anliegen werden wir unsere größte Aufmerksamkeit widmen. Aber darüber hinaus bestehen ja viele Verpflichtungen in den Beziehungen zwischen den Staaten, die Einhaltung der Prinzipien der friedlichen Koexistenz, des Kampfes gegen Rassismus, der Unterstützung der Entwicklungsländer und mit vielen anderen Problemen, Umweltfragen, und so weiter, so dass der Problemkomplex, mit dem sich der Vertreter der Deutschen Demokratischen Republik bei den Vereinten Nationen zu beschäftigen hat, außerordentlich groß sein wird."
    AD 21.09.1973 / DRA Babelsberg K003725582; 2'57

  • Ausschnitt aus einem Interview mit dem sowjetischen Außenminister Gromyko zur Aufnahme der DDR in die UNO
    Andrei Gromyko (russ, darüber dt Übersetzung): "Wir haben diesen Moment mit Erregung erwartet und als dieser Beschluss auf der Vollversammlung gefasst wurde und sich auch der Sicherheitsrat mit der Aufnahme einverstanden erklärte, haben wir nach unserer Meinung die einzig richtige Schlussfolgerung gezogen und zwar in der Richtung, dass das eine historische Entscheidung gewesen ist." / "Die Entscheidung hat eine gewaltige Bedeutung in erster Linie für die Festigung der internationalen Position der Deutschen Demokratischen Republik und zweitens für den Frieden in Europa und für den Weltfrieden überhaupt. Denn es ist gut, die ganze Welt weiß jetzt, dass die Deutsche Demokratische Republik ein friedliebender, souveräner, unabhängiger Staat ist, der unverbrüchlich verbunden ist mit der sozialistischen Gemeinschaft insgesamt. Und er ist Teil dieser Gemeinschaft, so dass wir von ganzem Herzen die Aufnahme der DDR begrüßen und ich bringe hier das Gefühl unseres ganzen Volkes zum Ausdruck, […] zu diesem neuen großen Sieg."
    AD 21.09.1973 / DRA Babelsberg K003725579; 3'19

 

Stand: 05. September 2013

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 28.10.2013
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