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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Theo Adam (01.08.1926)

90. Geburtstag am 1. August 2016



Kurzinformationen

Foto: Theo Adam in der zweiten Sendung 'Theo Adam lädt ein' 1977 in der Deutschen Staatsoper Berlin
Theo Adam in der zweiten Sendung "Theo Adam lädt ein" 1977 in der Deutschen Staatsoper Berlin
Foto: DRA Babelsberg / Bernd Nickel
 

Opernsänger, Komponist, Opernregisseur

  • geboren am geboren am 1. August 1926 in Dresden

 

 

 

 

 

Hörzitat (1'58) aus: Dokument
DRA Babelsberg KONF.1864505

 

"Den Schigolch kann ich noch singen, wenn ich 90 bin" verriet der Opernsänger, Komponist und Regisseur Theo Adam dem Neuen Deutschland 2001 zu seinem 75. Geburtstag. Nun feiert Theo Adam am 1. August seinen 90. Geburtstag und ob er den Greis aus der Alban-Berg-Oper "Lulu" einem privaten Publikum vorführen wird, bleibt leider sein Geheimnis. Seit 2006 und dem letzten Auftritt als Eremit in Webers "Freischütz" in der Dresdner Staatsoper hat er sich ins Privatleben zurückgezogen und gibt keine Interviews mehr.

Die Rolle des Schigolch gehörte zu einer der mehr als 100 Partien, die Theo Adam auf den Bühnen der Welt interpretiert hat. Ob New York, Wien, Paris, Bayreuth, Berlin oder in seiner sächsischen Heimat Dresden – Theo Adam gehörte für viele Jahrzehnte zu den gefragtesten Basspartien der Welt und war neben Peter Schreier einer der international renommierten Opernsänger der DDR. Eine der Paraderollen Adams war die Partie des Wotans in der "Walküre" von Richard Wagner. Im Oktober 1984 anlässlich der Herausgabe einer Schallplattenaufnahme vom "Ring der Nibelungen" durch das DDR-Musiklabel Eterna erklärt Theo Adam in einem Interview mit dem Berliner Rundfunk die Bedeutung dieser Partie für ihn (Hörzitat).

Immer wieder betonte Theo Adam in den zahlreichen Interviews seiner Karriere die besondere Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Dresden, in der er 1926 als Sohn eines Dekorationsmalers geboren wurde. In seinem Elternhaus wurden die Weichen sehr schnell auf eine musikalische Karriere gestellt. Als Mitglied des Dresdner Kreuzchores (1937-1944) kam er nach Kriegsgefangenschaft und einem kurzen Intermezzo als Neulehrer bereits 1949 zur Dresdner Staatsoper. 1975 konnte Adam in der Fernsehsendung "Porträt per Telefon" mit Heinz Florian Oertel auf mehr als 2.400 Vorstellungen in den ersten 25 Jahren seiner Karriere zurückblicken – penibel von seiner Frau Eleonore dokumentiert. Beide hatten sich 1946 als Neulehrer kennengelernt und sie wurde zur ständigen Begleiterin an seiner Seite – "aber nicht in seinem Schatten", wie sie betonte (Sächsische Zeitung 13.10.1990). In gleicher Sendung verriet Adam aber auch ein paar Details aus seinem Seelenleben (Videozitat).

Videozitat (1'08)
aus: Dokument DRA Babelsberg FESAD IDNR 042736

 

 

 

 
 

Heinz Florian Oertel und Theo Adam in der 65. Sendung von "Porträt per Telefon" 1975 im Fernsehstudio Adlershof
 

 

Trotz der zahlreichen internationalen Engagements blieb das Ehepaar mit seinen drei Kindern in Dresden wohnen, auch wenn Adam 1991 in einem Interview verriet, dass seine Frau und er mehrfach überlegt hatten, "ob es noch Sinn hat dazubleiben. Das hing auch mit künstlerischen Fragen zusammen, weil wir hier im eigenen Saft schmorten – jahrzehntelang" (Sächsische Zeitung 01.08.1991). Theo Adam passte mit seiner Attitude und dem bürgerlichen Hintergrund nicht ganz in den Erwartungshorizont der DDR-Führung, konnte aber als Devisenbringer durch die Auftritte im westlichen Ausland weitgehend unbehelligt agieren. Im September 1989 verteidigte er in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung die Politik von Michail Gorbatschow, "der nichts unversucht lässt, der Welt den Frieden zu bewahren, der eigentlich doch allen, wirklich allen, viel Hoffnung macht." (01.09.1989). Bereits wenige Tage nach der friedlichen Revolution gab Theo Adam seinen für das 40-jährige Bühnenjubiläum im gleichen Jahr verliehenen Orden "Stern der Völkerfreundschaft" an die DDR-Staatsführung aufgrund der "jetzt bekannt gewordenen Machenschaften einer korrupten Staatsführung zurück" (Neues Deutschland, 05.12.1989).

Sendeepi "Theo Adam lädt ein"
Sendeepi "Theo Adam lädt ein"
DRA Babelsberg R-22-0219

Einem breiten Publikum wurde Adam durch die Sendung des DDR-Fernsehens "Theo Adam lädt ein" bekannt. Zwei- bis dreimal im Jahr führte Theo Adam von 1977 bis 1989 als Gastgeber internationale Größen der Opern- und Operetten-Szene dem DDR-Publikum vor und war stolz darauf, dass auch in den kleinsten Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns seine klassischen Töne zu hören waren. Dabei war sich Adam sehr bewusst, welche Wirkung und welchen Einfluss er hatte. Als in der Anfangszeit der Sendereihe die Redaktion des DDR-Fernsehens nicht auf seine Vorschläge mit dem entsprechenden Engagement reagierte, konnte Adam – wie in folgendem Brief vom 19.08.1977 aus dem Archiv des DRA ersichtlich – schon mal den sprichwörtlichen Holzhammer herausholen: "Ich möchte daher nochmals darauf hinweisen, dass wir in dieser Sendung unbedingt das eingeschlagene Niveau und die Internationalität behalten müssen und ich darauf bestehe, dass auch die entsprechenden finanziellen Mittel bereit gestellt werden müssen. Ich müsste sonst wirklich von dem Projekt zurücktreten".

Als dann die "Belastung" auch für ihn persönlich in den Folgejahren anstieg, sandte er die Vertragsentwürfe ohne Unterschrift aber mit einer neuen Geldsumme versehen zurück. Und wenn die Redaktion nicht entsprechend reagierte, ließ er beispielsweise 1980 die Produktion einer Folge mit einem Brief an den Vorsitzenden des Staatlichen Komitees für das Fernsehen, Heinz Adameck, gänzlich ausfallen – "er lasse sich die Zensur nicht länger gefallen und habe abgesagt" notierte die Chefredaktion Musik in einer Aktennotiz.

Dennoch gelang es den Redakteuren nach "Monaten der Vorbereitung mit Anfragen, Telefonanten, Terminen, Zusagen, Erkrankungen, Absagen, Umbesetzungen, Programmplänen und -änderungen" insgesamt 20 Folgen der Reihe auf den Sender zu bringen (FF dabei, 1/85).

 
(Jörg Wehling)

 

Tondokumente

  • Das Sängerporträt: Theo Adam
    ESD 22.06.1962 / DRA Babelsberg KONF.1345565 (58'53)

  • Gespräch mit Kammersänger Theo Adam über seine Wotan-Gestaltungen aus Anlass der Herausgabe einer Schallplattenaufnahme vom "Ring der Nibelungen" bei Eterna
    Gespräch mit (O-Ton) Theo Adam über die Rolle des Wothan
    Hörzitat (1'58) über seine gesammelten Bühnenerfahrungen, er sang die Partie des Wotan 13 Jahre in Bayreuth / zur Schwierigkeit der Partie des Wotan .
    ESD 03.10.1984 / DRA Babelsberg KONF.1864505 (6'08)

  • Gewünscht – gespielt – gewonnen: Theo Adam
    Theo Adam erfüllt Hörerwünsche und erzählt aus seiner beruflichen Karriere
    ESD 30.08.1985 / DRA Babelsberg KONF.5569279 (87'10)


Fernsehdokumente

  • Ein Sängerporträt - Theo Adam
    Besuch bei Familie Adam in Dresden mit musikalischen Darbietungen von Theo Adam
    ESD 24.02.1963 / DRA Babelsberg IDNR 076903 (50'00)

  • Porträt per Telefon. Zu Gast: Theo Adam
    In der 65. Folge spricht Heinz Florian Oertel mit dem 48jährigen Kammersänger der Dresdner Staatsoper Theo Adam. Er stellt ihm Zuschauer- und Standardfragen.
    Videozitat
    (1'08): Theo Adam zu seiner eigenen Persönlichkeit

    ESD 20.06.1975 / DRA Babelsberg IDNR 042736 (49'49)

  • Theo Adam lädt ein – Folge 1
    Erste Folge der Sendereihe mit berühmten, internationalen Interpreten aus dem Bereich Oper und Operette (aus dem Palast der Republik)
    ESD 13.02.1977 / DRA Babelsberg IDNR 001860 (92'23)

 

Stand: 28. Juli 2016

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 23.05.2017
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