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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Otto Dix (02.12.1891)

125. Geburtstag am 2. Dezember 2016



Kurzinformationen

Foto: Porträt von Emil Stumpp: Bildnis des Künstlers Otto Dix, 1927

Emil Stumpp: Bildnis des Künstlers Otto Dix, 1927
Foto: Deutsches Historisches Museum, Berlin

  Maler, Zeichner
  • geboren am 02. Dezember 1891 in Gera
  • gestorben am 25. Juli 1969 in Singen am Hohentwiel

 
 
 
 

Hörzitat 1 (1'51") aus: Dokument
DRA Frankfurt K0NF.3425189


Hörzitat 2 (1'17") aus: Dokument
DRA Babelsberg KONF.1878968


"Ich muss etwas erleben. Ich muss selber dabei sein", dieses Wort bezeichnet einen wesentlichen Zug von Otto Dix, der zu den bedeutendsten Malern und Zeichnern des 20. Jahrhunderts zählt. In Gera geboren und aufgewachsen besaß er bereits in frühem Alter eine außerordentliche künstlerische Begabung, die gleich von seinem Zeichenlehrer erkannt wurde. Dix absolvierte aber zunächst, in den Jahren 1906 bis 1909, eine Lehre als Dekorationsmaler in seiner Geburtsstadt, bevor er dann von 1910 bis 1914 die Kunstgewerbeschule in Dresden besuchte.

Wesentlichen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatte sein Kriegsdienst in der deutschen Armee, zu dem er sich freiwillig gemeldet hatte. Traumatisiert aus dem Heer entlassen, nutzte er seine Kunst als einen Weg zur Heilung; das unmittelbare Kriegserleben spiegelte sich in vielen seiner Bilder wider, die nach 1918 entstanden
(Hörzitat 1).
Das direkte Miterleben und Mitempfinden spielten wohl auch bei anderen Werken eine Rolle, prangern sie doch soziale und politische Missstände der Weimarer Republik an und verdeutlichen die entwürdigenden Lebensumstände vieler Menschen. In seinen Bildern zeigte der Maler mit Realismus und Offenheit die Schattenseiten der Gesellschaft: Kriminalität, Hunger, Prostitution und Elend.
In den Jahren 1922 bis 1925 studierte Dix bei Heinrich Nauen und Wilhelm Herberholz an der Kunstakademie Düsseldorf. Danach wohnte er einige Jahre in Berlin, bis er 1927 nach Dresden zog und dort einen Lehrstuhl an der Hochschule für Bildende Künste erhielt.
Die sehr kritischen Kriegsdarstellungen Dix', die er in der Weimarer Zeit schuf, standen in erheblichem Widerspruch zu den kulturpolitischen Vorstellungen der Nationalsozialisten. Bereits im Frühjahr 1933 wurde der Maler aus seinem Lehramt entlassen. Ein Großteil seiner Werke wurde als "entartet" gebrandmarkt, etwa 260 davon aus den öffentlichen Museen entfernt, verkauft und auch verbrannt. Bereits im Herbst 1933 verließ Dix mit seiner Familie Sachsen und fand Unterkunft auf Schloss Randegg bei Singen, 1936 bezog er das neu gebaute, eigene Haus in Hemmenhofen am Bodensee. Künstlerisch bedeuteten die 1930er und 1940er Jahre eine Zeit, die mit dem Begriff "innere Emigration" umschrieben wird und in der Dix zahlreiche Landschaftsbilder in akribisch ausgeführter Lasurtechnik schuf. Noch im letzten Kriegsjahr wurde der Maler zum Volkssturm einberufen, wurde dann aber von französischen Streitkräften gefangengenommen. 1946 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft in Colmar-Logelbach entlassen.
Dix kehrte nach Hemmenhofen zurück und versuchte wieder, die Eindrücke des Krieges künstlerisch zu verarbeiten, "loszuwerden" (Hörzitat 2). Beruflich konnte Dix in dieser Zeit nur schwer Fuß fassen. Für die marxistische Kunstideologie der DDR ließ sich der kritische Dix nicht vereinnahmen und gegenständliche Kunst genoss in der BRD der Nachkriegszeit kein hohes Ansehen. Erst durch das Aufkommen des "Neuen Realismus" wurde diese Haltung modifiziert. Spät, 1956, wurde Dix zum korrespondierenden Mitglied der Deutschen Akademie der Künste in Berlin ernannt, eine Auszeichnung, auf die eine Reihe von Ausstellungen folgte.

Otto Dix bekommt Ernennungsurkunde überreicht
Otto Nagel (li) überreicht Otto Dix die Ernennungsurkunde zum Korrespondierenden Mitglied der Deutschen Akademie der Künste
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-45912-0002, via Wikimedia Commons
 

Anerkennung und Ehrung für sein künstlerisches Schaffen wurden dem Künstler im letzten Lebensjahrzehnt zuteil. Um nur einige Auszeichnungen zu nennen: 1959 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz und den Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf, 1964 wurde er Ehrenmitglied della arti del disgeno in Florenz und war an der Ausstellung "20th Century Master Drawings" in New York, Minneapolis und Cambridge (Mass.) beteiligt, 1968 wurde er Ehrenmitglied der Kunstakademie Karlsruhe.

Otto Dix verstarb am 25. Juni 1969 an den Folgen eines Schlaganfalls.
 

(Andreas Rühl)

 


Tondokumente

  • Rede über Kunst, Religion und Krieg
    Hörzitat 1 (1'51): Otto Dix über das Leben auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs
    AD 1963 / DRA Frankfurt KONF.3425189 (27’56)

  • Bericht von der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Gera an den Maler Otto Dix
    (O-Ton) Otto Dix bedankt sich für die Ehre
    ESD 27.11.1966c / DRA Babelsberg KONF.2048139 (4’45)

  • Gespräch mit (O-Ton) Otto Dix über seine Maltechniken, den Inhalt seiner Werke und das Anliegen seiner Antikriegsbilder
    Hörzitat 2 (1'17): Über das Verarbeiten von Erlebnissen durch seine Kunst
    ESD 09.01.1967 / DRA Babelsberg KONF.1878968 (15’47)
  • Ausstellung in Gera zum 100. Geburtstag von Otto Dix
    (O-Ton) Ulrike Rüdiger über Otto Dix und seine Beziehung zu Gera
    ESD 02.12.1991 / DRA Babelsberg KONF.1840589 (4’09)

  • Otto Dix zum 100. Geburtstag
    Gespräche über den Maler mit (O-Ton) Ulrike Rüdiger (Leiterin des Otto-Dix-Museums in Halle), Wulf Herzogenrath (Berliner Neue Nationalgalerie) und Ursus Dix (Sohn von Otto Dix)
    ESD 02.12.1991 / DRA Babelsberg K0NF.1764615 (44’26)


Fernsehdokument

  • Otto Dix – Variationen zu einem Thema
    Besuch in Hemmenhofen anlässlich seines 75. Geburtstags. Er erzählt über sein Leben und seine besondere Verbundenheit mit der Stadt Dresden.
    ESD 01.12.1966 / DRA Babelsberg IDNR 026699 (66’07)

 

Stand: 29. November 2016

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 23.05.2017
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