150. Todestag von Frédéric Chopin
Gedenktage zum Musikleben: 17. Oktober 1999
Kurzinformationen
Volltext
In der Person Chopins vereinigen sich nicht wenige jener stereotypen Zuordnungen,
die bis heute das Bild des romantischen Dichter-Musikers in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts prägen. Früh unheilbar erkrankt, läßt Chopin in seinen
Kompositionen europäisch-romantische ebenso wie polnisch-nationale Züge einfließen
und verbindet delikate harmonische und rhythmische Finessen mit strikter kompositorischer
Kontrolle. Zugleich Komponist, Interpret und Lehrer, konnte er in Paris, der
europäischen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, bedeutende Persönlichkeiten
wie Berlioz, Liszt, Heine und Balzac zu seinen Freunden zählen. Nicht nur
die enge Bindung an das Klavier als Instrument der intimen Sprache der Seele
und subtiler Emotionen rückt Chopins Musik weg von den Komponisten der Klassik.
Als Folge dieser Spezialisierung und der sensitiven, schwärmerischen Qualität
mag man die Beliebtheit Chopinscher Musik in den Salons und bei den künstlerischen
Bemühungen "höherer Töchter" sehen, die dem Werk seine besondere Farbe verliehen
hat.
Die Bestände des DRA, die bis in die Anfänge der Schallaufzeichnung
zurückreichen, lassen die Facetten und Wandlungen greifbar werden,
die die Chopin-Interpretation so unüberhörbar an den Zeitgeist
und das Subjekt bindet. Aus dem gleichen Jahr 1942 stammen zwei von der
Reichsrundfunk-Gesellschaft produzierte Aufnahmen des Des-Dur-Nocturnes
op. 27/2, interpretiert von
Hörzitat 1
(1'56" aus: DRA Ffm 1941718/R16; 5'50" ) Else Herold und
Hörzitat 2 (1'43"
aus: DRA Ffm 1941714/R09; 5'28'') Hubert Giesen
Diese und alle weiteren im Deutschen Rundfunkarchiv vorhandenen
Aufnahmen von Werken
Frédéric Chopins sind in einer PDF-Datei (27 Seiten,
199 KB) zusammengestellt. Für journalistische, wissenschaftliche
und kulturelle Zwecke können hiervon Umschnitte im DRA bestellt werden.
Stand: 17. Oktober 1999