200. Geburtstag von Adolphe Charles Adam
Gedenktage zum Musikleben: 24. Juli 2003
Kurzinformationen
Volltext
Bekannt ist Adolphe Adam vor allem als C des Balletts "Giselle",
das zu den beliebtesten Repertoirestücken klassischer Balletttruppen gehört.
Insgesamt schrieb er 14 Ballette und eine Vielzahl von Opern im Stil der Opera
buffa.
Die Voraussetzungen für eine musikalische Laufbahn wurden durch Adams Vater
gelegt, der am Pariser Conservatoire lehrte und dessen Professur er später
übernahm. Zu seinen Lehrern zählten Anton Reicha und Adrien Boildieu. Letzterer
nahm ihn in seine Kompositionsklasse auf und förderte sein Talent. Bevor er
sein erstes Bühnenwerk schrieb, wurde er vor allem durch Transkriptionen beliebter
Opernmelodien sowie freies Phantasieren auf der Orgel und dem Klavier bekannt.
Aufgrund von Streitigkeiten mit dem Direktor der Opéra comique eröffnete Adam
1847 ein eigenes Theater, das allerdings den Revolutionswirren zum Opfer fiel
und bereits ein Jahr später geschlossen werden musste.
Bemerkenswert ist eines seiner frühen Werke - die
Hörzitat
(1'23''): Bravourvariationen für Singstimme, Flöte und Orchester
über Mozarts "Ah, vous dirai-je, Maman
- die im Deutschen Rundfunkarchiv in einer historischen Einspielung von
1937 aus dem Leipziger Gewandhaus vorliegt.
Es singt Lea Piltti (1904-1982), die als Sopranistin besonders in den
1940er Jahren an der Wiener Staatsoper gefeiert wurde.
Begleitet wird sie vom Sinfonieorchester Leipzig und dem Flötisten
Kurt Günther unter der Leitung von Curt Kretzschmar.
DRA 1931496
Diese und andere in den Beständen des Deutschen Rundfunkarchivs befindlichen
Aufnahmen von Adolphe
Adam sind in einer PDF-Datei (10 Seiten, 37 KB) zusammengestellt,
und können für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle
Zwecke im DRA bestellt werden.
Stand: 24. Juli 2003