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100. Todestag von Antonín Dvorák

Gedenktage zum Musikleben: 1. Mai 2004

 

Kurzinformationen

Bild: Portrait von Antonín Dvorák
 

Komponist; Dirigent
 

  • geboren am 8.9.1841 in Nelahozeves / Böhmen
  • gestorben am 1.5. 1904 in Prag


Hörzitat (0'52") aus:
Dokument DRA B009110530


Aufnahmen von Werken Antonín Dvoráks
(50 Seiten, 129 KB)

 

Bild: Antonín Dvorák

Volltext


Neben Leos Janácek gilt es im Jahre 2004 noch eines weiteren bedeutenden tschechischen Nationalkomponisten zu gedenken. Vor 100 Jahren, am 1. Mai 1904, starb Antonín Dvorák im Alter von knapp 63 Jahren in Prag an einer Embolie. Von den tschechischen Komponisten des 19. Jahrhunderts ist Dvorák wohl der populärste. Das mag an seiner reichen thematischen Erfindungsgabe und seiner eingängigen Melodik liegen, die kunstvoll in ein meist traditionelles Formenrepertoire eingebettet ist. Durch die Verwendung von Sujets aus der slawischen Sagen- und Legendenwelt und die geschickte Integration böhmisch-mährischer Folklore-Elemente in seine Kompositionen avancierte Dvorák zu einem der führenden Vertreter der national-tschechischen Kunstmusik.

Dvorák stammte aus eher bescheidenen Verhältnissen. Er wurde am 8. September 1841 als Sohn des Gastwirts und Metzgers Frantisek Dvorák in Nelahozeves (Mühlhausen) / Böhmen geboren. Angeblich sollte Antonín denselben Beruf erlernt haben wie sein Vater, bevor er Berufsmusiker wurde. Ein Gesellenbrief, der ihm eine erfolgreich abgelegte Prüfung im Metzgerhandwerk bescheinigt, erwies sich mittlerweile als Fälschung aus dem 20. Jahrhundert. Dvorák studierte von 1857 bis 1859 an der Prager Orgelschule und spielte als Bratschist in mehreren Orchestern, unter anderem unter der Leitung von Bedrich Smetana. Mit dem Hymnus aus dem Gedicht "Die Erben des Weißen Berges", op. 30, errang Dvorák als Komponist erstmals öffentliche Anerkennung. Im Jahre 1874 bewarb er sich um ein Stipendium, das das Wiener Unterrichtsministerium zur Unterstützung talentierter, aber mitteloser Künstler ins Leben gerufen hat. Auf Vermittlung von Johannes Brahms und Eduard Hanslick wurde ihm dieses Stipendium auch gewährt. Dvoráks steile internationale Karriere begann mit seinen "Klängen aus Mähren", die der Verlag Simrock auf Empfehlung von Johannes Brahms im Jahre 1878 veröffentlichte. Kurz darauf gab Simrock die "Slawischen Tänze", op. 46, bei Dvorák in Auftrag, die in kürzester Zeit die internationalen Konzertsäle eroberten. Bedeutende Musiker wie Hans Richter und Joseph Hellmesberger bestellten Kompositionen bei Dvorák. Auf eine Einladung der Philharmonic Society in London hin unternahm er im Jahre 1884 eine Konzertreise nach England, wo er eigene Werke dirigierte. Acht weitere Englandreisen folgten. 1890 wurde ihm von der Universität zu Cambridge und 1891 von der Prager Karlsuniversität die Ehrendoktorwürde verliehen. Im gleichen Jahr wurde er zum Professor für Komposition am Prager Konservatorium ernannt. 1892 folgte Dvorák der Bitte von Jeanette Thurber und übernahm gegen ein für die damaligen Verhältnisse stolzes Jahresgehalt von $ 15.000 die Position des künstlerischen Direktors und Kompositionsprofessors am New Yorker National Conservatory of Music. Knapp drei Jahre lebte er mit kurzen Unterbrechungen in den Vereinigten Staaten. Hier entstanden seine bekanntesten Werke: die Sinfonie "Aus der Neuen Welt" op. 95, das Cellokonzert op. 104, die Sonatine für Violine und Klavier, op. 100 und das "Amerikanische" Streichquartett, op. 96. Nachdem Jeanette Thurber aufgrund der amerikanischen Wirtschaftskrise Dvorák nicht mehr bezahlen konnte, kehrte er im April 1895 mit seiner Frau nach Böhmen zurück. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte sich Dvorák in erster Linie mit der Komposition von sinfonischen Dichtungen und Opern. Mit seiner im Jahre 1901 uraufgeführten Oper "Rusalka" feierte er seinen größten Bühnenerfolg.

Dvoráks große Beliebtheit beim Konzertpublikum gründet sich aber bis heute weniger auf seine Opern, sondern vor allem auf seine Orchester- und Kammermusik. Die Sinfonie "Aus der Neuen Welt" rangiert in der Beliebtheitsskala zweifelsohne an erster Stelle. Dvorák schrieb sie 1893 in New York und versuchte mit ihr, eine eigenständige national-amerikanische Kunstmusik zu etablieren. "Was herauskam, war natürlich eine sehr schöne, fein gesponnene und tief empfundene Symphonie aus der Alten Welt" (Leonard Bernstein)*. Nichtsdestotrotz erhielt die Sinfonie durch die Einbeziehung pentatonischer Skalen und modaler Harmonik einen gewissen exotischen Reiz. Die Popularität der Sinfonie gründet sich zu einem großen Teil auf den zweiten Satz (Largo) mit seinem lyrischen Englischhorn-Solo:


Antonín Dvorák (1841-1904)
Hörzitat (0'52''): Largo
aus: Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, B 178 "Aus der Neuen Welt"
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Karel Ancerl
Aufnahme des Rundfunks der DDR
Aufnahmedatum: März 1959
DRA-Bestellnummer: B009110530


Aufnahmen von Werken Antonín Dvoráks
Die im Deutschen Rundfunkarchiv vorhandenen Aufnahmen von Werken Antonín Dvoráks (50 Seiten, 129 KB) sind in einer PDF-Datei zusammengestellt. Für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle Zwecke können hiervon Umschnitte im DRA bestellt werden.

 


*Leonard Bernstein: Vier Symphonie-Analysen, Dvorák: Symphonie Nr. 9 in e-Moll, Opus 95 "Aus der Neuen Welt", in: "Von der unendlichen Vielfalt der Musik", Wilhelm Goldmann Verlag / Musikverlag B. Schott's Söhne: 3. Auflage 1979, S. 144

Stand: 1. Mai 2004

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.11.2006
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