50. Todestag von Hermann Abendroth
Gedenktage zum Musikleben: 29. Mai 2006
Kurzinformationen

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Dirigent
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geboren am
19. Januar 1883 in Frankfurt am Main
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gestorben am
29. Mai 1956 in Jena
Hörzitat
(2'31'') aus:
Dokument DRA ME799
Aufnahmen
mit Hermann Abendroth
(22 Seiten, 167 KB)
Bild: Hermann Abendroth Foto: Deutsches Rundfunkarchiv
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Volltext
Hermann Abendroth wurde am 19. Januar 1883 in Frankfurt
am Main geboren.
Bereits als Siebzehnjähriger nahm er ein Musikstudium auf: Er studierte
1900-1903 in München bei Ludwig Thuille, Felix Mottl und bei der
Klavierpädagogin Anna Hirzel-Langenhan. Daneben dirigierte er neben
einem Laien-Orchester auch den Münchner Orchesterverein. 1905 übernahm
er die Leitung des Vereins der Musikfreunde in Lübeck und arbeitete
von 1907 an als 1. Kapellmeister des dortigen Stadttheaters. In den Folgejahren
(1911 bis 1914) war Abendroth als Städtischer Musikdirektor in Essen
tätig, später, von 1915-1933, wurde Abendroth Leiter des Gürzenich-Orchesters
in Köln und übernahm die Direktion des Kölner Konservatoriums.
Sein Name war in jener Zeit eng mit dem rheinischen Musikleben verknüpft,
1922 etwa war er Direktor des Niederrheinischen Musikfestes. 1934 trat
er die Nachfolge von Bruno Walter an und wurde Gewandhauskapellmeister
in Leipzig, außerdem lehrte er am Leipziger Landeskonservatorium.
Nach dem Zweiten Weltkrieg löste die Stadt Leipzig sein Dienstverhältnis,
da der Dirigent Mitglied der NSDAP gewesen war.
Er ging nach Weimar, wo er 1946 Chefdirigent der Staatskapelle wurde.
Daneben dirigierte er ab 1949 das Rundfunksinfonieorchester Leipzig,
und ab dem Jahre 1953 war er auch für das Rundfunksinfonieorchester
Berlin tätig. 1949 erhielt der Musiker den Nationalpreis der DDR.
Hermann Abendroth verstarb am 29. Mai 1956 in Jena.
Als Interpret klassischer und romantischer Symphonik – besonders
der Werke L. v. Beethovens, F. Schuberts, J. Brahms' und A. Bruckners – besaß Abendroth
internationalen Ruf, zahlreiche Gastdirigate und auch seine Funktion
als Dirigent der Bayreuther Festspiele legen davon Zeugnis ab.
Hörzitat
(2'31''):Hermann Abendroth mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester
Leipzig in einer Rundfunkproduktion vom 17.03.1952: Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90,
1. Satz Allegro con brio (Ausschnitt)
Aufnahmen mit Hermann Abendroth
Die im Deutschen Rundfunkarchiv vorhandenen Aufnahmen mit Hermann Abendroth
(22 Seiten, 167 KB) sind in einer PDF-Datei zusammengestellt.
Für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle Zwecke können
hiervon Umschnitte im DRA bestellt werden.
Mit Abendroth entstanden ab den zwanziger Jahren zahlreiche Schallplattenaufnahmen. Vom Deutschen Rundfunkarchiv,
das über eine Vielzahl von Rundfunkproduktionen und Konzertmitschnitte verfügt, wurden folgende Mitschnitte
in Kooperation mit Music & Arts, Berkeley veröffentlicht:
Außerdem wurde vom DRA zu Hermann Abendroth ein Dokument des Monats (Mai 2006) zusammengestellt.
Stand: 29. November 2005