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50. Jahrestag

Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche zur Revolution von 1848 am 18. Mai 1948

Gedenktage zu Politik, Kultur und Gesellschaft: 18. Mai 1998

 

Kurzinformationen

Foto: Frankfurter Paulskirche  

Hörzitat (2'07'') aus:
Dokument DRA Ffm 57 U 48 Bd.1-2



 

 

 



Bild: Frankfurter Paulskirche
Foto: Hessischer Rundfunk, Frankfurt


Aufnahmen

  • Einweihung der wiederaufgebauten Frankfurter Paulskirche und Festveranstaltung anläßlich des 100. Jahrestages der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt
    Reportage vor der Paulskirche / Aufzählung der Gäste / Vertreter der Kirchen und der Universitäten sowie der Militärregierung / Schilderung des Ablaufs der Revolution von 1848 / Heute wie damals ist die Paulskirche ein Symbol (32'00")
    Konzert von Harald Genzmer "Frankfurter Konzert von 1948", Uraufführung (14'45")
    Walter Kolb, Frankfurter Oberbürgermeister: Gibt einen Rückblick auf die Zusammenkunft der Nationalversammlung 1848 / Das Zitat von Ernst Moritz Arndt "Wir sind geschlagen, nicht besiegt - in solcher Schlacht erliegt man nicht" hat sich als gültig erwiesen / Ziel der Politiker der Gegenwart muß die Vollendung des Werkes der Nationalversammlung sein / Der Wiederaufbau ist der Beweis für unseren "Friedenswillen und unsere gewandelte und geläuterte demokratische Gesinnung" / Paulskirche ist würdige Stätte für Feierstunden, die das deutsche Volk in seiner tiefen Not benötigt / Willkommensgruß an Fritz von Unruh und Würdigung seines Werkes / Von der Paulskirche soll ein Friedensbekenntnis an die ganze Welt ausgehen / Die späte Erkenntnis von Victor von Unruh ("Auf tatsächliche Umgestaltung in Staat und Gesellschaft kommt es an") hat heute dieselbe Bedeutung wie vor hundert Jahren (17'10")
    Festrede von Fritz von Unruh:
    Hörzitat (2'07''):
    Bedeutung der Paulskirchenversammlung von 1848, über die damalige historische Situation / Damals war der Schwerpunkt der "Wille zur Freiheit", wo ist heute der Schwerpunkt der Geschichte?
     / Über Karl Marx und seine materialistische Geschichtsauffassung / Bedeutung der Befreiungskriege gegen Napoleon / Kampf gegen die feudale Gesellschaftsordnung / Angestrebt war die Schaffung einer deutschen Republik nach amerikanischem Vorbild / Über die negative Rolle Bismarcks / Der eiserne Kanzler witterte hinter dem Paulskirchengeist bereits damals das Anrücken der Massen, des 4. Standes, der gegen die Diktatur fürstlicher Tyrannen die Diktatur des Proletariats erklärte / Über die Rheinische Zeitung und die Anfänge des Kommunismus / Er erhielt seine Erziehung in dieser "monarchristlichen Soldatenherrschaft" nach der Reichsgründung / Über seine Kadettenzeit, Beginn der langsamen Trennung von seiner Klasse, seinem Glauben und seiner militärischen Erziehung / Meldet sich im August 1914 freiwillig in den "frisch-fröhlichen Krieg" / Bald folgt dem kollektiven Taumel Ernüchterung / Massengräber als Resultat der Philosophie Hegels und Clausewitz / Damals kam es zu einer neuen Beziehung vom Ich zum Du / Was hat mehr Gewicht, der Staat oder der Einzelne? /
    Empörung der Verdun-Kämpfer gegen den Krieg, ihr Schwur "Nie wieder" / Wieder wollten wir eine deutsche Republik schaffen, die auf den einzelnen Menschen sich gründet / Aber der Massenmensch war stärker, und zwar von rechts und von links / Unsere Warnung nach dem Rathenau-Mord war vergebens, Rassenangst und Dolchstoßlegende waren stärker, freiwillig hob die Masse den Arm / Wir Widerständler mußten ins Exil oder in die Lager / Warum hatten unsere Worte keine Wirkung? / Im Exil kamen uns Zweifel, ob unser Weg der richtige war / Über die Internierung in Frankreich zu Kriegsbeginn, seine Flucht nach Amerika, erlebte dort das Kriegsende und hoffte auf Gerechtigkeit / Über Gnadenerweise in der deutschen Geschichte: Grünewald, Gutenberg, Goethe, Schiller, J.S. Bach usw. / "Doch, wir waren einmal in der Gnade" / Was erwartet die Stadt Frankfurt von mir, der seit 16 Jahren zum ersten Mal als Ausgebürgerter deutschen Boden betritt? /
    Zitiert einen Leipziger Studenten, der ihm geschrieben habe: 'Man zerfleische wieder einander, zuerst in Gedanken, dann in Taten' (Unterbrechung durch einen Schwächeanfall Fritz von Unruh) Über das Schreiben, des Leipziger Studenten, der gewillt ist, sein Leben zu änderen / Einzelheiten über die Vernichtung der Juden in Dubno / Der Stabsoffizier erklärte dazu: 'Ich konnte nicht helfen' / Jeder war frei, sich zu entscheiden, für Recht oder Unrecht / Ein Mord im Nachbarhaus ist keine Entschuldigung für einen eigenen Mord / Weist auf Hölderlins waffenlose Germania hin / Widersteht denjenigen, die sagen: Für Euren Wahlzettel erlassen wir Euch alle Eure Schuld - hinweg mit Ihnen! / Gegen das Rudel der Mitläufer - hinweg mit Ihnen! / Hinweg mit denen, die sagen, niemand war schuldig, alle handelten unter Zwang / Sein heutiger Paulskirchentraum: Bildung einer ersten Zelle der Versöhnung, der Einigung und der Kraft / Aus dem Abgrund unserer Not wieder in die Gnade finden / Den Fluch der unendlichen Verstrickung zerreißen (68'00")
    18.5.1948 / DRA Ffm 57 U 48 Bd.1-2; 157'30"
Stand: 18. Mai 1998

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.11.2006
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