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Friedrich Werner Graf von der Schulenburg

125. Geburtstag

Gedenktage zu Politik, Kultur und Gesellschaft: 20. November 2000

 

Kurzinformationen

Foto: Portrait von Friedrich Werner Graf von der Schulenburg
 

Diplomat; Botschafter u.a. in Moskau (1934-1941); Widerstandskämpfer (20. Juli 1944)

  • geboren am 20. November 1875 in Kemberg / Kreis Wittenberg
  • gestorben am 10. November 1944 in Berlin / Plötzensee (hingerichtet)

 

Hörzitat (1'46'') aus:
Dokument DRA Ffm 2894949/20


Bild: Friedrich Werner Graf von der Schulenburg


Aufnahmen

  • Volksgerichtshofprozess nach dem 20. Juli 1944. Verhör von Friedrich Werner Graf von der Schulenburg durch Roland Freisler
    Seit 1941: Mitarbeit im Russland-Gremium /
    Hörzitat (1'46''): Mitglied in der NSDAP seit 1934 / Eine Regierung Goerdeler wäre nie eine nationalsozialistische Regierung, selbst wenn jemand der Regierung angehörte, der auch Mitglied der NSDAP ist / Es ist das Wesen des Führerstaates, dass alle Machtbefugnisse - die militärische, die staatliche und die der Partei - sich in einer Hand befinden / "Es ist für mich nicht vorstellbar, dass der Führer auf das Reichskanzleramt verzichtet"
    10.11.1944 / DRA Ffm 2894949/20; 3'50"
  • Volksgerichtshofprozess: Verhör und Urteilsverkündung von Friedrich Werner Graf von der Schulenburg (nach dem 20. Juli 1944)
    Roland Freisler: Es macht einen sehr schlechten Eindruck, ... dass Sie das aufrechterhalten, nämlich, wie Sie den damaligen Obersten Tresckow kennen gelernt haben wollen, angeblich auf der Straße. Es ist kaum möglich anzunehmen, einen Obersten auf der Straße zu treffen, und mit ihm ein Gespräch zu beginnen, ob es wohl möglich sei, als Unterhändler mit Moskau durch die Front geschleust zu werden. ... Bei den Vorwürfen gegen Sie baue ich auf ihre eigenen Niederschriften ... Goerdeler kennen Sie noch nicht allzu lange, etwa seit Sommer vorigen Jahres. Da sagte Ihnen ein Bekannter, dass Goerdeler ... Sie gerne mal besuchen würde. Ich nehme an, Sie haben sich daraufhin etwas umgehört nach Goerdeler, haben Positives vernommen, ihn kommen lassen und einige Gespräche mit ihm geführt. Sie haben gesagt, Sie hätten keine Erinnerung mehr an dieses Gespräch, in dem Sinne, dass etwas Staatsfeindliches gesagt wurde ... Die Lage an den Fronten sei schwierig. ... Koalitionen sind nicht ewig, ob man die nicht mal sprengen könnte, um mit diesen oder jenen zu einem Sonderfrieden zu gelangen. Sie sagten früher, Sie wüssten nicht genau, ob das vor oder nach der Vereinbarung der Sowjetunion, der USA und des Empire gewesen sei, keinen Sonderfrieden zu schließen
    Schulenburg: Es muss vorher gewesen sein
    Freisler: Es muss nicht. Das gab's schon oft in der Weltgeschichte, dass man sich feierlich verpflichtete, etwas nicht zu tun, und dann hat man es doch getan.
    Schulenburg: ... wenn ich das schon gewusst hätte, dann hätte ich mich anders geäußert.
    Freisler: ... Sie sagten sich zunächst einmal, der Stalin, das ist ein Realist, wenn er seinen Vorteil sieht, da nimmt er ihn und da könnte man ... Aber man muss an Stalin herankommen, und da soll es Schwierigkeiten geben, die richtige Verbindung zu finden. ... Man könnte denken an einen neutralen Mittelsmann irgendwo im neutralen Ausland, wie z.B. die Besprechungen von Badoglio ...
    Schulenburg: Ich wusste nichts von der Rolle, die Herr Goerdeler irgendwo spielte. Von der Verschwörung wusste ich nichts. ... Ich kannte diese ganzen Leute vom Militär nicht, nichts, gar nicht. Ich war ein völlig unbeschriebenes Blatt - auf der anderen Seite galt ich als der Mann, der bis zum letzten Augenblick in Moskau gesessen hatte, der in Moskau am besten Bescheid wusste, der Russland am besten kannte. / Die Folge war, wo ich hinkam, wurde ich ausgequetscht, nicht wahr? ... Und so ist die Sache mir auch erschienen. Ich kam also dahin und da wurde mir gesagt: hör'n Se mal, vielleicht könnte man den Militärs dadurch zu Hilfe kommen ... Man könnte doch denken, dass eine solche Konvention kommt
    Freisler: Nein, man kann nicht denken, dass solange der Führer ist, Goerdeler Reichskanzler wird. Also musste er es auf eine andere Art versuchen ...
    Schulenburg: Ich war heilig überzeugt ... davon wusste ich doch nichts ... Ich hatte das so aufgefasst, dass das mit dem Führer alles gemacht werden sollte. Dass vielleicht eine Konvention kommt, ... es war so eine Idee, was wäre wenn der Führer nicht so eine prononciert nationalsozialistische, sondern eine mehr nationale Regierung einsetzte. So habe ich das aufgefasst. Daraufhin sagte ich, das müsste gehen, ... ich konnte ja immer nur für den Osten reden
    Freisler: Sie würden auch nicht glauben, dass Stalin plötzlich ein paar Menschewiken holte und dann eine bürgerlich-menschewistische Regierung machte und selber an der Spitze bleiben wollte. Und hier in Deutschland soll es denkbar sein, dass der Führer mitten im Krieg eine Regierung Goerdeler einsetzt? Der entscheidende Augenblick war: Mit dem Führer geht es schlecht. Wie ist es aber, wenn ich es tue?
    Verliest das Urteil im Namen des deutschen Volkes:
    "... haben an vorbereitenden Beratungen der Verräter am 20. Juli teilgenommen. Dadurch haben sie sogleich - für immer ehrlos - unseren Kriegsfeinden Vorspann geleistet. Sie werden mit dem Tode bestraft"
    10.11.1944  / DRA Ffm B004627584; 11'33 / DRA Ffm 2894949/20; 3'50"
Stand: 20. November 2000

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.11.2006
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