Das ArchivRadio
präsentiert ausgewählte Tondokumente aus der ARD und dem DRA
75. Jahrestag
Erster Atlantikflug von Ost nach West mit einer Junkers W-33
gelungen am 13. April 1928
Gedenktage zu Politik, Kultur und Gesellschaft: 12. April 2003
Am 12.4.1928 starten die beiden Deutschen, Hermann Köhl als Flugkapitän und
Günther Freiherr von Hünefeld als Navigator sowie der irische Kopilot James
C. Fitzmaurice mit ihrer Junkersmaschine W-33 'Bremen' vom Flughafen Baldonell
bei Dublin zu ihrem Atlantikflug in Westrichtung. Sie landen nach 36:00 Stunden
am 13. April 1928 um 18.00 Uhr auf der Insel Greenly Island in Neufundland.
Bild: Die "Bremen" vor dem
Start in Baldonnel. Foto: Radio Bremen
Bild: Die beschädigte
"Bremen" nach der Landung in Greenly Island. Foto: Radio Bremen
Aufnahmen
Ansprachen beim Empfang der Ozeanflieger Hermann Köhl, Günther Freiherr
von Hünefeld und James Fitzmaurice auf dem Tempelhofer Feld in Berlin nach
ihrer ersten Atlantiküberquerung in Ost-West-Richtung am 12./13. April 1928.
Darin u.a. Jacob Gould Schurman (amerikanischer Botschafter): Erwähnt die ersten
erfolgreichen West-Ost-Überquerungen / Die deutsche und die jüdische Rasse
haben viel zur Macht und Größe der amerikanischen Nation beigesteuert (4'15)
Hörzitat(1'49''): Hermann Köhl:
Das, was wir getan haben, haben wir im Vertrauen auf unser deutsches Volk
und unser deutsches Vaterland getan / Dankt für die amerikanische Gastfreundschaft
/ Stolz auf Deutschland (4'40) Jubelrufe der Menschenmenge / Deutschlandlied
(gesungen) / Hochrufe (1'40) James Fitzmaurice (engl): Dankt für den wundervollen Empfang hier
in Berlin / Große Ehre für mich, mit zwei ihrer Landsleute auf dem Flug
verbunden zu sein / "Vielen, vielen herzlichen Dank" (1'20) Freiherr Günther von Hünefeld: Dankt für das Willkommen / Große Vaterlandsliebe
jedes einzelnen Bürgers in den USA / Wenn das Sternenbanner weht, gibt es
keinen Unterschied zwischen den Rassen und den Parteien / Ist stolz, an
einem Werk mitgewirkt zu haben, das auch außenpolitische Bedeutung hat (5'05)
Schluß fehlt; z.T. schwer verständlich
20.6.1928 / DRA Ffm B3854540; 17'27"
Gespräch mit Hauptmann Hermann Köhl anlässlich des 5. Jahrestag
seines Ost-West-Ozeanflugs
Schwaben haben am Gelingen des Ozeanflugs erheblich mitgewirkt / Das Unternehmen
war riskant / Der zweite Überflug gelang Australiern, den dritten Versuch
starteten 1929 Franzosen / 1930 gelang wiederum Franzosen der Nonstop-Flug
Paris-New York / In den letzten drei Jahren gelang den Deutschen drei Mal
der Überflug / Die Flugroute über Island, Grönland, Labrador, Kanada, New
York und Chicago sollte für den regelmäßigen Flugbetrieb geprüft werden
/ Das schwäbische Dornier-Werk und schwäbische Monteure hatten bedeutenden
Anteil am Gelingen der Flüge / Große Verdienste der Firma Bosch für den
Ozeanflug und die Fliegerei überhaupt / Zahlreiche Gefahrensituationen während
des Ozeanflugs / Beeindruckendstes Erlebnis war die Ankunft in Amerika /
Jubel und Freude der amerikanischen Landsleute / Nach dem Flug wurden Eindrücke
und Erfahrungen in Vorträgen in Deutschland und im Ausland verarbeitet und
weitergegeben / Hoffnung, dass unter den neuen politischen Verhältnissen
die Erfahrungen nutzbringend verwertet werden können / Aus dem Trümmerfeld
soll ein neues Deutschland entstehen
Gesprächspartner: Major Ruff 16.4.1933 / DRA Ffm B4889189; 20'54"