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50. Todestag von Albert Einstein

Gedenktage zu Politik, Kultur und Gesellschaft: 18. April 2005

 

Kurzinformationen

Foto: Portrait von Albert Einstein
 

Physiker

  • geboren am 14. März 1879 in Ulm
  • gestorben am 18. April 1955 in Princeton

Hörzitat 1 (2'43") aus:
Dokument DRA Wiesbaden B007994813

Hörzitat 2 (1'45") aus:
Dokument DRA Wiesbaden B004622232

 

Bild: Albert Einstein, um 1937
Foto: Deutsches Historisches Museum, Berlin


Aufnahmen

  • "I am an American" - Gespräch mit Albert Einstein in der von der NBC ausgestrahlten gleichnamigen Sendereihe (engl)
    Hörzitat 1 (2'43"): Ansage: In Zusammenarbeit mit der NBC lädt der "Immigration and Naturalisation Service" neu Eingebürgerte ein
    Albert Einstein: Hat die Einladung gerne angenommen / Worte allein können die gegenwärtigen Probleme der Welt nicht lösen / Gewalt dominiert das Leben von Millionen Menschen / Möchte nur in einem Land leben, in dem politische Freiheit, Toleranz und Gleichheit aller Bürger herrschen
    / In Amerika kann die wertvollste Eigenschaft des Menschen entwickelt werden: seine kreativen Kräfte / Ein Sklave des Staates zu sein, wäre für Amerikaner unerträglich / Sie trachten danach, Freiheit zu bewahren und zu verteidigen / Wissenschaft hat den Menschen von schwerer Arbeit befreit / Wissenschaft erzeugt Mittel, keine Ziele / Künstler und Wissenschaftler haben oft nicht die Gabe, Menschen zu beeinflussen / Wilson als "intellektueller" Präsident, der die Menschen nicht auf seine Seite ziehen konnte / Gründe für das Scheitern des Völkerbundes / Mit dem Wegfallen der Kriegsgefahr würde auch der überzogene Nationalismus ein Ende finden / Die Amerikaner werden zeigen, dass Demokratie nicht nur in den Buchstaben der Verfassung festgelegt ist, sondern "way of life" ist (Senderabsage)
    Interviewer: Marshall E. Dimock
    Redner: Albert Einstein (engl)
    22.6.1940 / DRA Wiesbaden B007994813; 14'08"
  • Über den gegenwärtigen Krieg und die Zukunft Europas. Rundfunkgespräch mit Albert Einstein in der Princeton Universität (WRUL Boston) (dt)
    Hörzitat 2 (1'45"): Das Ergebnis des Krieges muss die Befreiung Europas sein / Befreiung ohne organisatorische Sicherung der Befreiung ist nur ein Aufschub / Niemand in den besetzten Ländern darf sich an den Zustand der Sklaverei gewöhnen
    Gesprächspartner: Albert Einstein (dt.)
    24.10.1940 / DRA Wiesbaden B004622232; 2'47"
  • Albert Einstein: Meine Relativitätstheorie (dt)
    Mein erstes Problem lag in der scheinbaren Unvereinbarkeit des Gesetzes der Lichtausbreitung mit der erfahrungsmäßig gültigen Gleichwertigkeit aller Inertialsysteme / Beschränkte Gültigkeit unserer Gesetze über Raum und Zeit / Gelangte durch eine Revision des Begriffs der Gleichzeitigkeit und der Gestalt starrer Körper zur speziellen Relativitätstheorie / Ist heute mit Problemen der Strahlungs- und Quantentheorie befasst
    Redner: Albert Einstein
    6.2.1924 / DRA Wiesbaden B003852016; 3'25"
  • Eröffnung der 7. Großen Deutschen Funkausstellung und Phonoschau Berlin 1930
    Darin u.a. Albert Einstein:

    "Verehrte An- und Abwesende! Wenn Ihr den Rundfunk höret, so denkt auch daran, wie die Menschen in den Besitz dieses wunderbaren Werkzeuges der Mitteilung gekommen sind. Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders. Denkt an Oersted, der zuerst die magnetische Wirkung elektrischer Ströme bemerkte, an Reis, der diese Wirkung zuerst benutzte, um auf elektromagnetischem Wege Schall zu erzeugen, an Bell, der unter Benutzung empfindlicher Kontakte mit seinem Mikrophon zuerst Schallschwingungen in variable elektrische Ströme verwandelte. Denkt auch an Maxwell, der die Existenz elektrischer Wellen auf mathematischem Wege aufzeigte, an Hertz, der sie zuerst mit Hilfe des Funkens erzeugte und nachwies. Gedenket besonders auch Liebens, der in der elektrischen Ventilröhre ein unvergleichliches Spürorgan für elektrische Schwingungen erdachte, das sich zugleich als ideal einfaches Instrument zur Erzeugung elektrischer Schwingungen herausstellte. Gedenket dankbar des Heeres namenloser Techniker, welche die Instrumente des Radio-Verkehrs so vereinfachten und der Massenfabrikation anpassten, dass sie jedermann zugänglich geworden sind. Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst. Denket auch daran dass die Techniker es sind, die erst wahre Demokratie möglich machen. Denn sie erleichtern nicht nur des Menschen Tagewerk, sondern machen auch die Werke der meisten Denker und Künstler, deren Genuss noch vor kurzem ein Privileg bevorzugter Klassen war, der Gesamtheit zugänglich und erwecken so die Völker aus schläfriger Stumpfheit. Was speziell den Rundfunk anlangt, so hat er eine einzigartige Funktion zu erfüllen im Sinne der Völkerversöhnung. Bis auf unsere Tage lernten die Völker einander fast ausschließlich durch den verzerrenden Spiegel der eigenen Tagespresse kennen. Der Rundfunk zeigt sie einander in lebendigster Form und in der Hauptsache von der liebenswürdigen Seite. Er wird so dazu beitragen, das Gefühl gegenseitiger Fremdheit auszutilgen, das so leicht in Mißtrauen und Feindseligkeit umschlägt. Betrachtet in dieser Gesinnung die Ergebnisse des Schaffens, welche diese Ausstellung den staunenden Sinnen des Besuchers darbietet." (Beifall) (D 3'50)
    Redner: Albert Einstein
    22.8.1930 / DRA Wiesbaden B003851538 / DRA CD I-2002; 2'22"
  • Albert Einstein: Mein Glaubensbekenntnis (dt)
    "Zu den Menschen zu gehören, die ihre besten Kräfte der Betrachtung und Erforschung objektiver, nicht zeitgebundener Dinge widmen dürfen und können, bedeutet eine besondere Gnade. Wie froh und dankbar bin ich, dass ich dieser Gnade teilhaftig geworden bin, die weitgehend vom persönlichen Schicksal und vom Verhalten der Nebenmenschen unabhängig macht. Aber diese Unabhängigkeit darf uns nicht blind machen gegen die Erkenntnis der Pflichten, die uns unaufhörlich an die frühere, gegenwärtige und zukünftige Menschheit binden. Seltsam erscheint unsere Lage auf dieser Erde. Jeder von uns erscheint da unfreiwillig und ungebeten zu kurzem Aufenthalt, ohne zu wissen, warum und wozu. Im täglichen Leben fühlen wir nur, dass der Mensch um anderer willen da ist, solcher, die wir lieben, und zahlreicher anderer, ihm schicksalsverbundener Wesen. Oft bedrückt mich der Gedanke, in welchem Maße mein Leben auf der Arbeit meiner Mitmenschen aufgebaut ist, und ich weiß, wie viel ich ihnen schulde. Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens. Schoppenhauers Wort: Der Mensch kann wohl tun was er will, aber er kann nicht wollen, was er will, begleitet mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind. Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende Individuen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren. Nach Wohlleben und Luxus strebte ich nie und habe sogar ein gut Teil Verachtung dafür. Meine Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit hat mich oft in Konflikt mit den Menschen gebracht, ebenso meine Abneigung gegen jede Bindung und Abhängigkeit, die mir nicht absolut notwendig erschien. Ich achte stets das Individuum und hege eine unüberwindliche Abneigung gegen Gewalt und gegen Vereinsmeierei. Aus allen diesen Motiven bin ich leidenschaftlicher Pazifist und Antimilitarist, lehne jeden Nationalismus ab, auch wenn er sich nur als Patriotismus gebärdet. Aus Stellung und Besitz entspringende Vorrechte sind mir immer ungerecht und verderblich erschienen - ebenso ein übertriebener Personenkultus. Ich bekenne mich zum Ideal der Demokratie, trotzdem mir die Nachteile demokratischer Staatsform wohlbekannt sind. Sozialer Ausgleich und wirtschaftlicher Schutz des Individuums erschienen mir stets als wichtige Ziele der staatlichen Gemeinschaft. Ich bin zwar im täglichen Leben ein typischer Einspänner, aber das Bewusstsein, der unsichtbaren Gemeinschaft derjenigen anzugehören, die nach Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit streben, hat das Gefühl der Vereinsamung nicht aufkommen lassen. Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein knappes Abbild geistig zu erfassen."
    Text/Autor: Albert Einstein
    Redner: Albert Einstein
    Sept. 1932c / DRA Wiesbaden B003851674; 3'58"
  • On the Present War and the Future of Europe
    Rundfunkgespräch mit Albert Einstein in der Princeton Universität (WRUL Boston) (engl)
    Interviewer: Unbekannt
    Gesprächspartner: Albert Einstein (engl.)
    24.10.1940 / DRA Wiesbaden B004622234; 3'29"
  • Albert Einstein über die Sicherung des Friedens durch eine Weltregierung (engl)
    Rundfunkansprache: Kein Ort der Welt ist gegen eine totale Vernichtung geschützt / Sicherung des Friedens auf übernationalem Weg durch eine Weltregierung / Die Nationen müssen ihre militärische Macht an die übernationale Behörde abgeben / Die Vereinten Nationen haben nicht die Macht, einen Zustand der internationalen Sicherheit herbeizuführen / Die Lösung liegt in einer Einigung zwischen diesem Land und Russland / Amerika hat keinen Versuch gemacht, zu einer Einigung mit Russland zu gelangen / Dauernder Friede kann nur durch gegenseitiges Vertrauen hergestellt werden / Für eine Aktivierung der jungen Generation (D 6'05)
    Gespräch mit Albert Einstein: Definition des Begriffs "Weltregierung" / Aufgabe der jungen Generation (D 4'10)
    Interviewer: Paul A. Schilpp (Philosophieprofessor, Northwestern University); Foster Parmelee (Sekretär der National Organization of Student Federalists)
    Redner: Albert Einstein
    24.5.1946 / DRA Wiesbaden B004885361; 10'15"
  • Fernseherklärung von Albert Einstein nach der Entscheidung Präsident Trumans, die Wasserstoffbombe in den USA bauen zu lassen (engl)
    "Der Glaube, man könne Sicherheit durch nationale Bewaffnung erlangen, ist beim gegenwärtigen Stand der militärischen Technik eine verhängnisvolle Illusion ... Das ursprünglich nur als Vorbeugung gedachte Wettrüsten zwischen den Vereinigten Staaten und der UdSSR nimmt einen hysterischen Charakter an. Auf beiden Seiten werden die Mittel der Massenvernichtung mit fieberhafter Eile betrieben - hinter der Mauer des Geschehnisses. Die Wasserstoffbombe erscheint am Horizont der Öffentlichkeit als wahrscheinlich erreichbares Ziel. Ihre beschleunigte Entwicklung wird vom Präsidenten feierlich proklamiert, ist sie erfolgreich, so bringt sie radioaktive Verseuchung der Atmosphäre und damit die Vernichtung alles Lebendigen auf der Erde in den Bereich des technisch Möglichen. Das Gespenstische dieser Entwicklung liegt in ihrer scheinbaren Zwangsläufigkeit. Jeder Schritt erscheint als unvermeidliche Folge des vorangehenden. Als Ende winkt immer deutlicher die allgemeine Vernichtung. Ist überhaupt ein Weg zur Rettung denkbar unter den obwaltenden, von den Menschen selbst geschaffenen Umständen? Wir alle und im besonderen auch die für das Verhalten Amerikas und der UdSSR verantwortlichen Personen müssen einsehen lernen, dass sie zwar einen äußeren Feind bezwungen haben, dass sie aber nicht fähig waren, sich von der durch den Krieg geschaffenen Mentalität zu befreien. Man kann nicht zu einem wirklichen Frieden gelangen, wenn man seine Handlungsweise nach der Möglichkeit eines künftigen Konfliktes errichtet - besonders da immer klarer wird, dass ein solcher kriegerischer Konflikt allgemeine Vernichtung bedeuten würde. Der leitende Gedanke allen politischen Handelns müsste deshalb sein: Was können wir tun, um ein friedliches, im Rahmen des Möglichen befriedigendes Zusammenleben der Nationen herbeizuführen? Erstes Problem ist die Beseitigung der gegenseitigem Furcht und des gegenseitigem Misstrauens. Feierlicher Verzicht auf gegenseitige Gewaltanwendung (nicht nur Verzicht auf Verwendung von Mitteln der Massenvernichtung) ist zweifellos nötig ... Letzten Endes beruht jedes friedliche Zusammenleben der Menschen in erster Linie auf gegenseitigem Vertrauen und erst in zweiter Linie auf Institutionen wie Gericht und Polizei; dies gilt sich auf eine loyale Beziehung des 'Nehmens und Gebens'"
    Redner: Albert Einstein
    12.2.1950 / DRA Wiesbaden B004888736; 3'24"
Stand: 18. April 2005

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.11.2006
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