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Rundfunktanzorchester der 30er Jahre

Rundfunktanzorchester der 30er Jahre  

Radio-Klassiker Nr. 2
Jan Hoffmann (Hamburg), Franz Hauck (Frankfurt), Willi Bara (Stuttgart), Erwin Steinbacher (Berlin)
Gesang: Erwin Hartung
Originalaufnahmen der Sender Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Berlin aus den Jahren 1937 und 1938

 

Vertrieb: Vollstädt-Medienvertrieb, Postfach 210524, 27526 Bremerhaven, Tel.: 0471-503196, Fax: -503197, E-Mail: RVMusik@aol.com


Der deutsche Rundfunk und seine verschiedenen Orchester - ein spannendes Kapitel in der Historie dieses 1923 in Deutschland eingeführten Mediums der Massenunterhaltung In der Regel verfügten alle deutschen Sender bereits Ende der 20er Jahre über ein großes Sinfonieorchester zur Aufführung klassischer Werke und ein Unterhaltungsorchester, das je nach Bedarf in großer oder kleiner Besetzung spielen konnte.

Die Dokumentenlage im Fall der Unterhaltungsmusik und ihrer Interpreten an den verschiedenen Sendern ist bisher geradezu erschreckend dürftig. Das mag am Stellenwert liegen, den man der U-Musik von Anbeginn zugemessen hat: Tagesware - nicht für die Ewigkeit gemacht. Biographien: Fehlanzeige! - Ein Photo im Archiv, mit ein wenig Glück! Während Tonaufzeichnungen der Aufführung klassischer Werke in allen Sendern geradezu akribisch dokumentiert wurden, so bilden Schallaufnahmen populärer Musik eher eine seltene Ausnahme.

Einige Beispiele hierfür sind auf diesem Tonträger versammelt, wobei zwei Orchester bzw ihre Orchesterleiter nach fast sieben Jahrzehnten ihr Debüt auf einem öffentlich zugänglichen Tonträger geben. Franz Hauck und das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt sowie Willi Bara mit dem kleinen Orchester des Reichssenders Stuttgart haben keine kommerziellen Schallplatten aufgenommen. Die einzigen erhaltenen Tondokumente sind die wenigen im DRA Frankfurt aufbewahrten zerbrechlichen Rundfunk-Sche llackplatten, die - wie damals üblich, von innen nach außen abzuspielen waren. Die musikalischen Qualitäten beider Ensembles übersteigen das Durchschnittsmaß bei weitem, ja man ist sogar in eigen Fällen geneigt festzustellen, daß sie so manches damalige Schallplattentanzorchester glatt "an die Wand" spielen.

Biographische Details? - Leider Fehlanzeige, wie eingangs schon erwähnt.

Von Willi Bara blieb nicht viel mehr als eine vergilbte Photographie.

Über Franz Hauck läßt sich immerhin sagen, daß er Saxophon spielte und neben seiner Tätigkeit als Kapellmeister beim Reichssender Frankfurt auch mit dem nach ihm benannten Franz Hauck-Quartett am Sender auftrat.

Während sein Leben bislang im Dunkeln liegt, ist die Vita des gemeinsam mit dem Hauck-Orchester auftretenden Sängers Erwin Hartung (4. März 1901 - 25. Januar 1986) um so besser dokumentiert. Hartung war seit den 30er Jahren der wohl meistbeschäftigte Sänger im Funk, Film und besonders aufSchallplatten. Bis in die 70er Jahre war er aktiv. Als Tenorbuffo kam er über Bayreuth, Amberg und Konstanz in der ersten Hälfte der 20er Jahre nach Berlin und trat dort unter anderem am "Central-Theater" auf. Seine kräftige, klare Tenorstimme, die stets gute Laune vermittelte, war besonders für Schallplattenaufnahmen geeignet, weshalb er bei sämtlichen Schallplattenfirmen als gesuchter Refrainsänger ein und aus ging.

In mühseliger Kleinarbeit erforschten die Autoren Horst Bergmeier und Rainer Lotz das Leben des Geigers Jan Hoffmann (2. April 1909 bis 30. Mai 1950). Aus Bodebrade in Böhmen stammend, blieben er und sein klavierspielender Bruder Patrik Ende der 20er mit ihrer eigenen Band in Hamburg hängen, wo das Orchester unter anderem in der bekannten Trocadero-Tanzbar spielte.Jan und Patrik Hoffmann tingelten erfolgreich gemeinsam kreuz und quer durch Deutschland. Ende 1934 trennten sich die Brüder. 1938 übernahm Jan Hoffmann die Leitung der Tanzkapelle des Reichssenders Hamburg. Aus dieser Zeit vermelden die Aufnahmeunterlagen fünf Rundfunkaufnahmen, von denen vier auf dieser CD enthalten sind. Jan Hoffmann starb am 30. Mai 1974 in Hamburg.

Erwin Steinbacher (15. Juli 1903 bis 12. Mai 1988) spielte Klavier, Violine und Saxophon. Bereits als 15-jähriger leitete er ein Stummfilm-Begleitorchester. Sein Jurastudium brach er ab und wurde in den 20ern und frühen 30ern Mitglied zahlreicher Orchester im In- und Ausland. 1935 bis 1940 leitete er seine eigene Big Band und in dieser Phase entstanden auch Platten bei Electrola und der Deutschen Grammophon. Im Krieg war Steinbacher wieder Mitglied zahlreicher Tanzorchester, so unter anderem bei Theo Reuter, Otto Stenzel und beim Truppenbetreuungsorchester Paul von Beky. Nach dem Krieg gründete er einen eigenen Musikverlag und ging außerdem mit einem eigenem 12 Mann-Orchester und seiner Frau als Sängerin in vielen europäischen Ländern auf Tournee. Ab 1970 lebte er in Schlangenbad im Ruhestand, wo er am 12. Mai 1988 verstarb.

Jens-Uwe Völmecke
(Dank an Prof. Klaus Krüger, Rainer E. Lotz und Horst Bergmeier)


Inhalt:


Tracknummer Titel Dauer
1. In Debreczin
(Wilhelm Gabriel; Arr. Walter Borchert)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 46411 / 6. Oktober 1938)
2'44"
2. Man muß mal ab und zu vereisen
a.d.Operette: "Clivia"
(Nico Dostal / Charly Amberg)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 46566 / 8. Juni 1938)
2'50"
3. Heut' wird noch was geschehen
(Jimmy McHugh / Frank Skinner)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 42146 / 22. Januar 1938)
2'35"
4. Evelyn
(Will Meisel; Arr. Fred Kinzius)
Tanzkapelle des Reichssenders Hamburg, Ltg.: Jan Hoffmann
(RRG / Matr.Nr.: Hmb 45191 / 19. April 1938)
2'31"
5. Heut' hab' ich Lust zum Küssen
(Wilhelm Gabriel / Ralph M. Siegel)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 46563 / 8. Juni 1938)
2'38"
6. Sommer, See und Sonnenschein
(Gerhard Mohr / Klaus S. Richter)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 37534 / 7. Mai 1937)
3'00"
7. Tausend Beinchen tanzen
a.d.Film: "Manege" (Leo Leux)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr. Nr.: Stgt 46407 / 6.Oktober 1938)
2'35"
8. Es war die große Liebe
(Franz Grothe / Arr. Horst Kudritzki)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 42641 / 4. März 1938)
4'26"
9. Ach, verzeihen Sie, mein Fräulein
a.d.Operette: "Hanna und Hans" (Johannes Müller)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 46565 / 8. Juni 1938)
2'40"
10. Heute mußt du ganz besonders lieb zu mir sein
a.d.Operette: "Hanna und Hans" (Johannes Müller)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 46564 / 8. Juni 1938)
2'37"
11. Märchen aus 1001 Nacht
(Horst Kudritzki)
Tanzkapelle des Reichssenders Hamburg, Ltg.: Jan Hoffmann
(RRG / Matr.Nr.: Hmb 45190 / 19. April 1938)
3'22"
12. Troikafahrt
(Gerhard Winkler; Arr. Horst Kudritzki)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 42640 / 4. März 1938)
2'03"
13. Eines Tages wirst du von mir geh'n
(Ludwig Schmidseder / Günther Schwenn)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 42987 / 14. März 1938)
3'47"
14. Sag' wär's nicht wunderschön
(Harald Böhmelt / F. Stolzenwald)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 37536 / 5. Juli 1937)
2'29"
15. Meine liebste Freundin
(Rudi Franz / Arr. Joe Rixner)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 37539 / 5. Juli 1937)
3'24"
16. Raffinessen
(Bobby Hörn)
Tanzkapelle des Reichssenders Hamburg, Ltg.: Jan Hoffmann
(RRG / Matr.Nr.: Hmb 45797 / 6. Mai 1938)
2'48"
17. Heut' tanzt Titina
(Ralph Maria Siegel / Arr. Horst Kudritzki)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 42616 / 2. März 1938)
2'26"
18. Wenn man so wie einen Regenschirm vergessen könnt die dumme Liebe
(Hein Sandauer)
Kleines Orchester des Reichssenders Stuttgart, Ltg.: Willi Bara
(RRG / Matr.Nr.: Stgt 46409 / 10. Juni 1938)
2'23"
19. Bibiba
(Börge Frijs / Male Hennin)
Tanzkapelle des Reichssenders Hamburg, Ltg.: Jan Hoffmann
(RRG / Matr.Nr.: Hmb 45796 / 6. Mai 1938)
3'18"
20. Mein Baby
(Walter Jäger / Arr. Ludwig Kletsch)
Kleines Orchester des Reichssenders Frankfurt, Ltg.: Franz Hauck
Gesang: Erwin Hartung
(RRG / Matr.Nr.: Ffm 37535 / 5. Juli 1937)
3'44"
21. Manipoli-Manipula
(Erwin Steinbacher)
Kapelle Erwin Steinbacher, Berlin
(RRG / Matr.Nr.: DS 42095 / 2. Juli 1938)
3'07"
22. Roter Teufel
(Eric Plessow)
Kapelle Erwin Steinbacher, Berlin
(RRG / Matr.Nr.: DS 42094 / 2. Juli 1938)
2'37"
Gesamtspielzeit 64'48"

(P) (C) 2001 by JUBE Musikproduktion, Erftstadt, LC 02582, Best.Nr. JUBE 1601

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.05.2017
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