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Tausend muntere Noten

Tausend muntere Noten  

Radio-Klassiker Nr. 3
Ein Musikprogramm des Deutschlandsenders vom 21. Mai 1938 Die "Goldene Sieben"; Das "Meistersextett" (früher Comedian Harmonists); Das große Orchester des Deutschlandsenders, Ltg. Karl List u.v.a.

Vertrieb: Vollstädt-Medienvertrieb, Postfach 210524, 27526 Bremerhaven, Tel.: 0471-503196, Fax: -503197, E-Mail: RVMusik@aol.com


Schallaufnahmen des Deutschen Rundfunks aus der Frühzeit stellen immer wieder besondere Trouvalien dar, besonders, wenn es sich dabei um das Genre der leichten Muse handelt. Während von den Sendegesellschaften die Aufführung klassischer Werke zumeist akribisch dokumentiert wurde, maß man der U-Musik geringere bis überhaupt keine Bedeutung bei. Daß eine komplette Unterhaltungsmusiksendung, die am 21. Mai 1938 live aus dem Saal 3 des Berliner Deutschlandsenders zum Teil sogar nach England ausgestrahlt wurde, auf insgesamt 31 Schallplatten festgehalten wurde und das diese zerbrechlichen Stücke die Zeiten bis heute unbeschadet überdauert haben, ist mehr als bemerkenswert.

Im Gegensatz zu heute war der Einsatz von Industrietonträgern in den frühen Rundfunkjahren begrenzt. Werden heute nahezu hundert Prozent aller Unterhaltungsprogramme aus der industriell vorgefertigten "Konserve" gefahren, so belegten Schallplatteneinsätze in den ersten 25 Rundfunkjahren einen wesentlich geringeren Prozentsatz der zur Verfügung stehenden Sendeminuten. Seit Ende der 20er Jahre verfügten die Sender über eigene Produktionsmöglichkeiten, die auch weitgehend genutzt wurden. Erstes Speichermedium war die Schallplatte, die aber im Gegensatz zur herkömmlichen Industrieware von innen nach außen geschnitten wurde. Maximal bis zu viereinhalb Minuten Musikinformation konnten auf einer 30cm-Plattenseite untergebracht werden. Bei längeren Werken wurden so automatisch mehrere Plattenseiten benötigt. Um eine durchgehende Sendung zu ermöglichen, wurde mit Überlappungstechnik gearbeitet. Am Anfang jeder Plattenseite wurden die letzten 30 Sekunden der vorhergehenden Platte wiederholt. Dem Techniker oblag es nun, bei laufender Sendung die beiden Schallplatten so ineinander zu blenden, daß der Hörer am Radiogerät nichts davon merkte. Auf diese Weise wurden ganze sinfonische Werke und Opern in den Äther geschickt, und auch in der hier vorliegenden Sendung "1000 muntere Noten" wurde in dieser Form gearbeitet. Mit der Einführung des Magnetophonbandes Anfang der 40er Jahre hatte die mühselige Überlappungstechnik ausgedient. Eine andere Sendeform war die der Live-Darbietung aus einem Sendesaal ohne Publikum. Das heißt nichts anderes, als das alle Darbietungen direkt und ohne Netz und doppelten Boden auf den Sender gebracht wurden - die klassische Form des Rundfunks.

Die auf dieser CD erstmals in leicht gekürzter Form wieder hörbare Sendung "Tausend muntere Noten" vom Mai 1938 ist in mehrer Hinsicht bemerkenswert. Zweifelsohne handelt es sich um eine solche Live-Darbietung, die für spätere Wiederholungszwecke auf Platten mitgeschnitten wurde. Die Sendung wurde - in Teilen - auch nach England übertragen, denn die erhaltenen Moderationen erfolgten zweisprachig in deutsch und englisch. Schließlich der künstlerische Aufwand: Ein voll besetztes Sinfonieorchester, die heute legendäre "Goldene Sieben" und das drei Jahre zuvor aus den nicht minder legendären Comedian Harmonists hervorgegangene "Meistersextett" sind die Hauptattraktionen des Programms. Sowohl die "Goldene Sieben" als auch das "Meistersextett" präsentierten ein Repertoire, daß den meisten Zuhörern bereits durch die Schallplatte bekannt war. Die hier vorliegenden Rundfunkaufnahmen weichen aber in mancher Hinsicht von den bekannten kommerziellen Aufnahmen ab. Sie sind durch die Bank spritziger und - durch den Live-Charakter auch unmittelbarer. Eine Novität bildet Georg Haentzschels nahezu 8-minütige "Moderne Tanzfantasie", die eine gut gelaunte "Goldene Sieben" im perfekten Zusammenspiel mit dem großen Orchester des Deutschlandsenders unter Karl List präsentiert - ein echter "Leckerbissen".

Jens-Uwe Völmecke


Inhalt:


Tracknummer Titel Dauer
1. Programmansage in englischer Sprache
mit Begrüßung der Hörer in England
0'26"
2. Du bist meine große Leidenschaft
(Harold M. Kirchstein / Ralph M. Siegel)
DIE GOLDENE SIEBEN
verstärkt durch das Orchester des Deutschlandsenders,
Ltg.: Georg Haentzschel und Karl List
5'49"
3. Der Angsthase
(Kurt Hasenpflug und Fred Dömpke)
FRED DÖMPKE, Bandoneon und WALDEMAR GIBISH, Klavier
3'22"
4. Wenn ich vergnügt bin, muß ich singen
(Peter Igelhoff; Arr. Erwin Bootz / Hans Fritz Beckmann)
DAS MEISTERSEXTETT
2'10"
5. Tanzfantasie im modernen Stil
(Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN
verstärkt durch das Orchester des Deutschlandsenders,
Ltg.: Georg Haentzschel und Karl List
8'52"
6. Programmansage in deutscher und englischer Sprache:
Verabschiedung von den Hörern in England
und Fortführung des Programms für die Hörer des Deutschlandsenders
1'12"
7. Du bist so wundervoll
(Walter Donaldson; Arr. Erwin Bootz / Charly Amberg)
DAS MEISTERSEXTETT
3'04"
8. Hinter Schloß und Riegel
(Franz Grothe / Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
2'30"
9. Intermezzo a.d.Operette: "1001 Nacht"
(Johann Strauß)
Großes Orchester des Deutschlandsenders, Ltg.: Karl List
7'44"
10. Märchen aus 1001 Nacht
(Horst Kudritzki; Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
2'57"
11. An der schönen blauen Donau
(Johann Strauß; Arr. Erwin Bootz)
DAS MEISTERSEXTETT
3'38"
12. Ich geh' bloß mit dem Hund herunter
(Luigi Bernauer)
LUIGI BERNAUER, Gesang Am Klavier: Waldemar Gibish
2'18"
13. Anmoderation und
Weil der D-Zugführer heute Hochzeit macht
(Friedrich Schröder; Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
3'13"
14. Ansage und
Die Musik spielt ganz leise
(Harold M. Kirchstein; Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
3'27"
15. Gefährliches Spiel
(Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
2'38"
16. Ich freu' mich so
(Peter Igelhoff; Arr. Erwin Bootz / Klaus S. Richter)
DAS MEISTERSEXTETT
1'59"
17. Herz, du kennst meine Sehnsucht
a.d.Film: "Das Schloß in Flandern"
(Franz Grothe, Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
3'15"
18. Frechheit siegt
(Franz Grothe, Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
1'51"
19. Die Juliska aus Budapest
a.d.Operette: "Maske in Blau"
(Fred Raymond; Arr. Erwin Bootz / Günther Schwenn)
DAS MEISTERSEXTETT
2'27"
20. Perpetuum Mobile
(Johann Strauß; Arr. Erwin Bootz)
DAS MEISTERSEXTETT
2'43"
21. Hinter Schloß und Riegel
Reprise
(Franz Grothe / Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
2'48"
22. Du gehörst zu mir
(Franz Grothe / Arr. Georg Haentzschel)
DIE GOLDENE SIEBEN und ihr Orchester
2'38"
23. Abmoderation:
Verabschiedung von den Hörern des Deutschlandsenders
0'21"
Gesamtspielzeit 71'24"

(P) (C) 2001 by JUBE Musikproduktion, Erftstadt, LC 02582, Best.Nr. JUBE 1602

 

 

LETZTE ÄNDERUNG: 16.05.2017
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