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Die Anfänge der Erdöl-Raffinerie Schwedt

Chemie-Arbeiter zwischen Industrieanlagen

Chemie-Arbeiter zwischen Industrieanlagen

Die Stadt Schwedt mit ihrer Erdöl-Raffinerie ist durch das geplante EU-Öl-Embargo gegen Russland in Folge des Ukraine Kriegs in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit gerückt. Die mehrheitlich zum russischen Staatskonzern Rosneft gehörende PCR-Raffinerie versorgt Berlin und Brandenburg mit Benzin und Heizöl und verarbeitet fast ausschließlich russisches Rohöl. Die wirtschaftlichen Geschicke der Stadt hängen von der Raffinerie und der Zuliefer-Industrie ab.

Unsere Videosammlung auf Retro Spezial DDR blickt zurück auf die Anfänge der Raffinerie und zeigt die Grundsteinlegung für die erste Werkhalle des »VEB Erdölverarbeitungswerk Schwedt« am 11. November 1960 durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission. Die Baufortschritte und die fristgerechte Fertigstellung einzelner Bauabschnitte mittels »komplexer Fließfertigung« sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung.  Am 1. April 1964 – dreieinhalb Jahre nach Grundsteinlegung – begann der Probebetrieb im »VEB Petrolchemisches Kombinat Schwedt« (PCK). Im Verlauf des Jahres 1964 werden weitere Ausbaustufen vollendet. Parallel zum Aufbau der Raffinerie verliefen die Bauarbeiten an der Erdölleitung Freundschaft (»Druschba«), wie unsere Sammlung zeigt.