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+++ ARD öffnet Archive – DDR-Fernsehen in der ARD Mediathek +++

Rund 250 Videos aus den Beständen des Deutschen Fernsehfunks sind ab sofort in der ARD Mediathek verfügbar. Zum UNESCO Welttag des Audiovisuellen Erbes öffnen die Landesrundfunkanstalten der ARD und das DRA ihre Archive.

»Aktuelle Kamera«-Sprecherin Annerose Neumann. (Der grüne Wimpel kennzeichnet die Beiträge aus der DDR.)

»Aktuelle Kamera«-Sprecherin Annerose Neumann. (Der grüne Wimpel kennzeichnet die Beiträge aus der DDR.)

Das neue zeitgeschichtliche Angebot in der ARD Mediathek »retro.ard.de« (Gelbe Wimpel kennzeichnen Beiträge aus Westdeutschland.)

Das neue zeitgeschichtliche Angebot in der ARD Mediathek »retro.ard.de« (Gelbe Wimpel kennzeichnen Beiträge aus Westdeutschland.)

Die Landesrundfunkanstalten der ARD und das Deutsche Rundfunkarchiv öffnen am UNESCO Welttag des Audiovisuellen Erbes ihre Archive. Am 27. Oktober startet das gemeinsame Projekt mit rund 9.000 historischen Fernsehbeiträgen – darunter 250 Videos aus den Beständen des Deutschen Fernsehfunks (DFF), die heute im DRA aufbewahrt werden. Die Videos aus den 50er und 60er Jahren sind zeitlich unbegrenzt in der ARD Mediathek verfügbar und geben Einblick in die frühe Fernsehberichterstattung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR.

Direkt zum neuen Angebot »Retro« in der ARD Mediathek

Damit steht schon in dieser ersten Projektphase eine Fülle an spannendem historischem Material für die Öffentlichkeit zur Verfügung, das bislang nur punktuell und anlassbezogen in die aktuelle Berichterstattung eingebettet war. »Retro« startet mit publizistischen Beiträge aus den 1950/60er Jahren.

»Wir bringen Videos in die ARD Mediathek, die bislang in unseren Archiven schlummern, ohne dass die Menschen im Land sie sehen können. Ich freue mich vor allem auch darüber, dass wir zusammen mit dem Deutschen Rundfunkarchiv die Lebenswelt der DDR aus dieser Zeit ebenfalls abbilden können«, so der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow.

DDR-Fernsehen im ARD-Archivangebot

Das DRA stellt für das gemeinsame »Retro«-Projekt frühe Fernsehproduktionen (Nachrichten- und Magazin-Beiträge) aus den Archiven des DDR-Fernsehens bereit: Eine Vielzahl von Beiträgen der »Aktuellen Kamera« – der zentralen Nachrichtensendung der DDR – und des innenpolitischen Magazins »Prisma« geben Einblick in die politische Berichterstattung des staatlichen Fernsehens.

Kleinere Videosammlungen aus anderen Sendereihen vermitteln einen Eindruck von der frühen Programmgeschichte und der Selbstdarstellung des Deutschen Fernsehfunks. Hierzu zählen die Gesprächsformate wie »Der Intendant ist im Bilde« und »Kleines Fernsehforum«. Geplant sind ferner Videos zur frühen Sportberichterstattung der DDR und Beiträge aus dem Wissenschaftsmagazin »Umschau«, die in Kürze über die ARD Mediathek verfügbar sein werden.

Historische Hintergründe zu den Sendungen finden Sie im Dossier »Frühes DDR-Fernsehen«

Das Angebot zum DDR-Fernsehen in der Mediathek wird sukzessive erweitert und perspektivisch mehrere tausend Beiträge umfassen. Die ARD Mediathek ermöglicht damit allen Interessierten, auf einen wesentlichen Teil des audiovisuellen Kulturerbes der DDR zuzugreifen. Ein Erbe, für dessen Bewahrung sich die ARD bereits seit 1990 mit der von ihr getragenen Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv engagiert. Damit fördert das Projekt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Teilung, während der die deutsche Fernsehlandschaft durch zwei unterschiedliche Mediensysteme geprägt war.

Die Beiträge des DFF sind in der ARD Mediathek unter dem Label  »Retro Spezial DDR« mit grünem DDR-Wimpel eindeutig gekennzeichnet. Nutzer können so auf den ersten Blick erkennen, welche Videos aus der westdeutschen (gelbe Wimpel) und welche aus der ostdeutschen Berichterstattung stammen.

Direkt zum Angebot »Retro Spezial DDR« in der ARD Mediathek

 

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