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Umweltmagazin »OZON« vor 30 Jahren

dass vor 30 Jahren, am 21. November 1989, die erste Sendung des Umweltmagazins OZON ausgestrahlt wurde?

Erstmals im DDR-Fernsehen berichtete das Magazin offen und kritisch über Themen wie Luftverschmutzung, Umweltzerstörung und Gesundheitsrisiken. In der ersten OZON- Sendung diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus der DDR-Umweltbewegung und der Wissenschaft vor allem über die seit dem 02.11.1989 frei zugänglichen Umweltdaten, die, wie die Sendung thematisierte, bis dahin Verschlusssache waren.

Ausschnitt aus der ersten »OZON«-Sendung vom 21.11.1989, in der Matthias Platzeck, Reimar Gilsenbach, Hans-Georg Koch, Sigrid Rothe und Rolf Caspar zu Gast waren. (IDNR 038614)

Das Umweltmagazin verstand sich selbst als Podium für Akteure und Akteurinnen im Umweltschutz. Ziel war es, Diskussionen anzuregen, neue gesellschaftlicheEntwicklungen mitzugestalten und letztlich dazu beizutragen, dass Wichtiges „an der richtigen Stelle gehört wird“, wie der Moderator Harro Hess in der ersten Sendung hoffnungsvoll äußert.

Ohne Information, ohne Aufklärung kann es kein Umweltbewusstsein geben – in diesem Sinne setzte sich die Sendung viele Jahre mit kritischen Fragen, Reportagen und Interviews für mehr Demokratie und Umweltschutz ein. Die vielfach ausgezeichnete Umwelt- und Wissenschaftssendung wurde nach dem Ende des Deutschen Fernsehfunks 1991 vom Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) übernommen und bis zum Sommer 2016 im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) ausgestrahlt. Weit über 50 Folgen wurden im DDR-Fernsehen und dem späteren Deutschen Fernsehfunk produziert. Sie sind nahezu vollständig für Sie im DRA überliefert.

Lisa Bernstein