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»Verdorbene Wäsche – die Antenne ist schuld«

»Sehr oft werden über die Gärten oder das Hinterland vom Haus aus Antennen bis zu einer freistehenden Stange gezogen. Diese Antennen überqueren dann das ganze Grundstück. Die Hausfrauen breiten auf den darunterliegenden Rasenflächen gern Wäschestücke zum Trocknen und Bleichen aus. Die Antennendrähte aber, die vielleicht schon jahrelang im Freien hängen, haben sich allmählich mit einer Schicht von oxidiertem Kupfer überzogen. Gibt es nun einen Regenschauer, so kann es leicht vorkommen, daß durch die Regentropfen Teile von den grünlichen Kupferoxyden von der Antenne heruntergeschlagen werden und auf die Wäsche fallen. Der Wind sorgt gleichzeitig durch Hin- und Herschwenken der meist lose hängenden Antennen noch für eine möglichst gleichmäßige Verteilung. Auf der nassen Wäsche aber geben diese Abfälle recht unliebsame grünliche, später bräunlich werdende Flecke, die gar nicht oder nur schwer zu entfernen sind. Auch steht die Hausfrau gewöhnlich vor einem Rätsel, wie dieser Schaden in ihrer so schön sauber gewaschenen Wäsche entstanden sein kann.«

Quelle: Der Deutsche Sender, 6. Jg., Nr. 15, Berlin 1935, S. 47.